Kind verhungerte wegen Vegi-Food
So lautet der Titel dieses Blick Artikels vom 10. Mai, 2007. In den USA wurde ein Elternpaar zu lebenslanger Haft verurteilt da sie ihr Baby verhungern liessen. Dies geschah jedoch nicht absichtlich sondern weil die Eltern (angeblich beide überzeugte Veganer) ihr Kind nur mit Sojamilch und Apfelsaft ernährt haben. Der sensationshungrige Blick (wie auch andere Medien) verbindet den Vorfall natürlich automatisch mit der veganen Ernährung. In Wirklichkeit hat dies aber nichts mit der Sache zu tun. Das Baby verungerte nicht wegen “Vegi-Food” sondern weil es nicht genügend zu essen (Kalorien/Nährstoffe) bekam. Das Problem lag am mangelndem Wissen der Eltern. Die Schuld der veganen Ernährungsweise zuzuschieben ist unsinnig und falsch. Ernährung ist allgemein und besonders in der Kindererziehung ein wichtiges Thema, wofür sich Eltern (egal ob Veganer oder Fleischesser) ausreichend informieren sollten.
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Vor sieben Jahren wurde ein Fall in den Beneluxländern vom Tod eines veganen Kindes in einem Bericht erwähnt, auch in Schweizer Zeitungen. Dasselbe vor 3 Jahren in Deutschland. Die Zeitschrift “natürlich vegetarisch” vom Vegetarierbund hat dazu auch einen Bericht verfasst. Doch auch Sie konnten nicht herausfinden wo das passiert sein soll und in welchen Ort. Die meisten Vegi und Veganer leben nicht isoliert und kennen auch andere. Auch stirbt ein Kind nicht von heute auf morgen und 2 Personen, die Eltern würden auch sehen, dass es dem Kind schlecht geht und Rat holen. Die allermeisten Vegi und Veganer besitzen auch ein besserer Einfühlungsvermögen in andere (Tiere oder Menschen), weshalb sie auch über den Egoismus hinwegkommen und andere nicht des Lebens berauben und aufessen. Also kurz gesagt: diese Storys sind meistens anti-vegane medien hypes und nicht wahr sondern gefälscht. Ihren Effekt haben sie leider bei tausenden von Lesern, sie sind sogar willkommen, dann müssen sie nichts studieren oder gar verändern, obwohl die vegane Ernährung schmackhaft, gesund, ökologisch, klimaschonend, Tiere schonend, Mitmenschen vor dem verhungern rettet, die Luft und Gewässer sowie die Böden gesund und sauber hält. All dies kann problemlos von allen nachvollzogen werden. Es würde vieles zum guten verändern und auch gerade deshalb wird es von Uneinsichtigen und traditionellen Ewiggestrigen schlecht gemacht.
Hmm, interessant. In diesem Blog Artikel wird erwähnt wie die Medien schon fast jährlich nach einem Muster über solche Vorfälle schreiben. In der Tat scheinen die Berichte meistens verdreht oder gar falsch zu sein.
Wenn fleischfressende Eltern ihre Kinder verhungern lassen, wird ja auch nicht ausdrücklich erwähnt, dass es Fleischfresser sind. Zudem kann ein Kind auch mit Nicht-Vegi Food verhungern. In der 3. Welt ist das ja auch an der Tagesordnung. Eigentlich müssten da alle westlichen, reichen Länder zu lebenslanger Haft verurteilt werden, da diese die Verantwortung für den Hunger und die Armut zu einem sehr grossen Teil zu verantworten haben.
“Wenn fleischfressende Eltern ihre Kinder verhungern lassen, wird ja auch nicht ausdrücklich erwähnt, dass es Fleischfresser sind.”
stimmt. weil die ernährung dabei ja auch nicht den stellenwert einnimmt wie in besagtem fall. (allesfresser wäre ja mal korrekt!)
schonmal auf den trichter gekommen, dass die presse mehr und reisserischer drüber berichtet, weil es an einer anderen, besonderen (unter)ernährung lag und nicht wie sonst immer an unterernährung überhaupt? wäre nämlich das kind gestorben, weil die eltern es nur mit speck gefüttert haben, würde sich die presse genauso drauf stürzen.
also ihr anti-antiveganer/innen: erst nachdenken, dann ideologisches gefluche verfassen!
ps: belustigt war ich auch von:
“Die allermeisten Vegi und Veganer besitzen auch ein besseres Einfühlungsvermögen in andere [...]” – also auch wenn das überhaupt messbar ist, dann bezweifle ich das trotzdem sehr sehr stark. dagegen stände bspw. schon die these (der ich nicht so sehr anhänge), dass veganer/innen durch ihre fehlende soziale kompetenz oder gesellschaftlichem leben eine gesteigerte affinität zu nichtmenschlichen tieren entwickeln.
pps: “In der Tat scheinen die Berichte meistens verdreht oder gar falsch zu sein.”
die medien verdrehen oder verlügen doch nun so gut wie alles, vor allem nichtkonformes. aus der tatsache, dass es da auch veganer/innen trifft, kann mensch natürlich auch eine antivegane verschwörung der medien implizieren.
(über einen türkischen ehrenmord berichten die medien auch immer reisserischer als über einen deutschen familienpapa der seine frau tötet. warum wohl?!)
Wer (noch *augenroll*) lebende “verhungernde” Kinder hat und andere “verhungern lassende” Eltern Treffen will:
>>Ihr seid eine vegane Familie und wolltet schon immer mal andere vegane Eltern und Kinder treffen?
Vom 17.-19. August 2007 findet in der Rhön, nahe Gersfeld (ca. 120 km östlich von Frankfurt/Main) ein überregionales Treffen veganer Familien statt. Wir wollen uns kennenlernen, austauschen und Spaß haben. Als Unterkunft ist eine Pension mit Vollverpflegung (natürlich vegan und überwiegend bio) gebucht. Die Kosten betragen pro Person für 2 Übernachtungen mit Vollpension 91 Euro (also 45,50 pro Nacht und Person), Kinder bis 12 Jahre zahlen die Hälfte. Kinder bis 2 Jahre, die mit im Bett der Eltern schlafen (bzw. in einem Reisebett im Zimmer der Eltern) und eh noch nicht so viel essen, sind frei.
Anmeldeschluß ist der 31. Mai 2007. Bitte beachtet, daß die Anzahl der Plätze begrenzt ist, eine frühzeitige Anmeldung ist darum sinnvoll.
Für weitere Informationen können sich alle interessierten Eltern bei tanja@vegankids.de oder telefonisch unter 06056 – 9177888 melden.
Aktuelle Infos, sofern es noch Neuerungen oder Änderungen geben sollte, sind unter http://vegankids.de/familientreffen zu finden.
Ganz komischer Fall, dass die Eltern nicht reagiert haben. Interessant ist, dass auch das Umfeld nichts gemacht hat. Gabs keine Freunde/ Verwandte die auch schon Kinder hatten, keine Grosseltern…? Oder hatten die sich von den “veganen Spinnern” bereits abgewendet?
Übrigens mein Neffe war in den ersten 6 Monaten seines Lebens theoretisch auch Veganer!
Nach dem Abstillen wollte er partout die Babymilch nicht trinken, nur mit der Soja-Babymilch klappte es….
also zum kommentar von “tee”. ein billiges arrgument, dass immer wieder gebracht wird ist die “besondere” affinität zu tieren, oder anderst gesagt: vegi und veganer lieben tiere mehr als menschen. das sagen diejenigen die sich nicht vorstellen können, dass das eine das andere nicht ausschliesst. verständniss, respekt, einfühlungsvermögen für menschen lässt sich generell auf tiere erweiter, ohne ein raster zu haben welche tiere, ob tiere zum nutzen, zum fressen, zum streicheln, für den sport, zur freizeitbegleibung etc. Hingegen gibt es andere, die das eine gegen das andere ausspielen, nach dem motto: divide e impera, also nach dem muster herrsche und teile, wobei das teilen nicht miteinander teilen heisst, sondern abspalten. dass “tee” also keine affinität zu den tieren hat, ist aus seiner arrgumentation herauslesbar. wenn man sich es nicht vorstellen kann und bezweifelt, dann kann mann es auch selber nicht umsetzen. seine grösste affinität zu tieren wird diese zu seinem essteller sein. Also “tee” schreib doch mal konkret worin deine “affinität” zu den tieren besteht?? was haben diese von deiner affinität im bezug auf ihr leben und fühlen bezogen???
tja “maro”:
1. schrieb ich “gesteigerte”, nicht “besondere” affinität. und das eins zu eins mit liebe zu übersetzen ist schon dreist. zumal ich dieser these wirklich nicht so sehr anhänge. allerdings habe ich auch sehr viele veganer/innen in meinem freundes- und bekanntenkreis und weiss schon, wovon ich rede.
2. nein, ich habe keine besondere oder gesteigerte affinität zu tieren, so glaube ich. du etwa? wenn ja, wie drückt sich das denn aus? wie bittesehr soll ich die denn beschreiben??? ich könnte das vergleichsweise tun, wenn du mir mal erklärst, wie denn eine “normale” affinität zu nichtmenschlichen tieren aussieht.
dass ich allerdings keine -bis auf den essteller (ganz plumpe polemik übrigens)- affinität zu “den” tieren habe, bezweifliche ich auch stark. demnach hätte ich auch keine zu menschen.
3. den letzten satz verstehe ich nicht. von meiner affinität bezogen? was sollen denn menschen von meiner affinität bezogen haben?
meinst du mehr körperlich (streicheln und andere zärtlichkeiten) oder geistig (philosophie z.b.)? wenn du beides meinen solltest, könntest du dir einige fragen auch allein beantworten.
und als ob sich verständnis und respekt generell auf tiere erweitern liesse, mehr als ein überheblicher speziesistischer paternalismus kommt dabei doch meist nicht rum.
ps: warum suchst du dir eigentlich genau das aus meiner argumentation heraus, welches ich extra als “nicht ganz meiner meinung” kennzeichnete?
statt sachlich zu bleíben, führst du dann mein persönliches verhältnis zu tieren ins feld (was du herausgelesen haben willst) und versuchst, mich damit moralisch blosszustellen. nur so funktioniert das nicht!
warum sollten menschen überhaupt eine affinität zu anderen lebewesen haben? weil es netter ist? sorry, aber so etwas ist moralischer mist, von dem ich mich distanzieren möchte …
@ tee betreffend “also ihr anti-antiveganer/innen: erst nachdenken, dann ideologisches gefluche verfassen!”
Deine Kommentare kommen (bei mir zumindest) recht aufhetzerisch und auf eine arrogante Art belehrend rüber. Du scheinst paar Beiträge (oder Gefluche, sorry) irgendwie falsch verstanden zu haben, sonst würdest du die Verfasser der Beiträge, die du damit ansprechen wolltest, nicht als Anti-Anti-Veganer betiteln. Wie auch immer – ich hoffe, dieser Blog verkommt nicht zu einer weiteren “Ich bin der bessere Veganer”-Seite…
das tut mir ja fast leid …
aber wer den begriff fleischfresser benutzt kommt mir auch recht aufhetzerisch vor. was die arroganz betrifft so will ich mich ja bessern.
und was sollte ich hier falsch verstanden haben, wo gegen die bösen medien gehetzt wird, obwohl die nur ihre (kapitalistische) arbeit tun!? (siehe maro)
@ Lulla
“ich hoffe, dieser Blog verkommt nicht zu einer weiteren “Ich bin der bessere Veganer”-Seite…”
Keine Angst, das werden wir tunlichst zu vermeiden wissen