Bund empfiehlt vegetarische Ernährung

01.06.2007 | 2 Kommentare

Seit gestern (31. Mai 2007) ist der Bericht Vegetarische Ernährung – Gesundheitliche Vor- und Nachteile der Eidgenössischen Ernährungskommission vom Bundesamtes für Gesundheit (BAG) im Internet veröffentlicht. Laut diesem Bericht wird eine ovo-lacto-vegetarische Ernährung für gesunde Erwachsene als gesund betrachtet:

Die Erfahrungen zeigen, dass hier die notwendige Zufuhr der Nährstoffe erfüllt werden kann und dass diese Gruppe der Vegetarier gesünder ist als der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.

Anders äusserte sich der Bericht über die vegane Ernährung. Zwar wurde eingestanden, dass bei entsprechender Fachkenntnis auch vegan lebende Menschen gesund sein können. Jedoch wird betont:

Da ferner die Mangelrisiken in verschiedenen Lebensphasen (Schwangerschaft, Stillzeit, Wachstum, Alter) sehr gross und kritisch werden können, muss von einer generellen Empfehlung der veganischen Ernährung für breite Bevölkerungskreise abgesehen werden.

Diese sehr zurückhaltende Aussage des Bundesamts für Gesundheit (BAG) steht in Kontrast zu anderen offiziellen und angesehenen Organisationen wie die American Dietetic Association (ADA) die weiss:

Well-planned vegan and other types of vegetarian diets are appropriate for all stages of the life cycle, including during pregnancy, lactation, infancy, childhood and adolescence.

Quelle: ADA

 
 

(Übrigens, das Adjektiv zu “Veganismus” ist “vegan”. Im BAG-Bericht wird immer wieder das Wort “veganisch” verwendet, das laut deutschen Wörterbüchern gar nicht exisitiert.)

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Kategorie: Gesundheit

Kommentare (2)

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  1. Lulla sagt:

    Interessant finde ich diesen Abschnitt:

    “Auf Grund der ungünstigen Zusammensetzung des Fettes (Fettqualität) besonders von Wiederkäuerfett,die zu einer Erhöhung des HKK Risikos führen kann, sowie die nicht genau abzuschätzende Erhöhung des Risikos für Darmkrebs kann die Empfehlung abgeleitet werden, Fleisch in „moderaten“ Mengen zu konsumieren, um so von den Vorteilen zu profitieren und die möglichen Nachteile zu minimieren.”

    So quasi: Du riskierst zwar Krebs und Herzinfarkt, aber wir empfehlens dir trotzdem…Sehr glaub- und vertrauenswürdig! Und vorallem: was heisst “moderat”? Auch beim Rauchen riskierst du Krebs und es wird nicht “moderates” Rauchen empfohlen, sondern vom Rauchen abgeraten.

    Was einigermassen Positives hier:” Auch die Veganer können sich einer guten Gesundheit erfreuen, sofern sie über ein grosses Ernährungswissen verfügen und genügend Erfahrung besitzen, um sich so zu ernähren, dass die erhöhten Risiken auch während längeren Lebensphasen wie Wachstum, Schwangerschaft und Alter kompensiert werden…”

    Die “erhöhten Risiken” sind bei den Veganern jedoch nicht Krebs oder Herzinfarkt (wie bei Omnis), sondern laut BAG die unzureichende Aufnahme von B12-,Zink, Vitamin D, Eisen, Selen, Calcium und den langkettigen n-3-Fettsäuren. In der Zusammenfassung bei Eisen steht dann aber wieder, dass wohl kein wesentlich erhöhtes Risiko einer zu geringen Eisenzufuhr bestünde und es stünden generell zu wenig Daten über Veganer zur Verfügug…

  2. Fätu sagt:

    Amys sind halt besser und wissen besser. Bei denen leben sehr viele veganern und deshalb haben sie auch mehr studien gemacht. hier ist das land der kühe und milch da will man halt leider ned über so ein zeugs wissen…..:’-(

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