Veganer meiden Geschlechtsverkehr mit Fleischessern

02.08.2007 | 27 Kommentare
Veganer würden nicht nur auf alle tierische Produkte verzichten, sondern auch sexuellen Kontakt mit Nicht-Veganern ablehnen, sagte die stellvertretende Leiterin des Zentrums für Studien über Menschen und Tiere an der neuseeländischen Canterbury Universität, Annie Potts, am Dienstag der Tageszeitung “The Press”. Veganer lebten nach dem Motto “Man ist was man isst” und würden Fleischesser als “Friedhof für Tiere” ansehen.

Potts entdeckte das Phänomen des “veganen Sex’” während einer Studie, für die sie 157 Vegetarier und Menschen, die nach ethischen Gesichtspunkten einkaufen, interviewte. “Das ist etwas ganz Neues, das ist mir zuvor noch nicht begegnet”, sagte Potts der Zeitung.

Eine Veganerin habe ihr beispielsweise berichtet, sie fände Nicht-Veganer zwar attraktiv, wolle ihnen aber nicht körperlich nahe kommen: “Ich möchte nicht intim mit jemand werden, dessen Körper buchstäblich aus den Körpern anderer besteht, die für seine Nahrung sterben mussten.”
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(Quelle: © AFP )

Das können wir übrigens gerne bestätigen, Ihr auch?

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Kategorie: Humor

Kommentare (27)

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  1. Marty sagt:

    Ich bin 48, Veganer und kann das nur bestätigen. Auch ich würde am liebsten einen Veganer als Freund und Lebenspartner finden. Es geht mir aber mehr um das Geistige als um das Körperliche: So richtig und von ganzem Herzen in einen anderen Menschen verlieben könnte ich mich eben nur, wenn dieser auch ein grosses Herz für Tiere hätte.

  2. Schi sagt:

    Entschuldung!? Ich finde eine Haltung wie oben beschrieben ist Ausgrenzung in Reinform und stark ideologisch. Ich ernähre mich auch vegan und mache das ganze alleine mit mir aus. Die meisten wissen nichts davon, da ich es nicht an die grosse Glocke hänge. Wieso auch? Ich verstehe wirklich nicht, wieso Veganer oft so militant unterwegs sind und sich nicht normal in der Welt bewegen können. Hört doch bitte auf mit dem Ausgrenzen und Missionieren und macht eure Haltung und Ernährungsweise mit euch selber ab! Nur weil jemand sich so oder so ernährt ist er noch lange kein besserer Mensch. Und irgendwie erinnert mich die obige Haltung an eine Zeit vor 60 Jahren.

  3. Mladen sagt:

    Den Vergleich von Schi halte ich für äusserst unangebracht. Worin ist denn eine Militanz zu erkennen wenn sich eine Person bezüglich ihrer PartnerInwahl gewisser Kriterien bedient? Werde ich nun auch als Faschist betitelt (in diese Richtung ging es ja zweifelsfrei) wenn ich mich Menschen die rauchen nicht unbedingt freiwillig nähern möchte, nur weil mich der Gestank zum Kotzen bringt?

    Veganismus IST eine Ideologie, daran gibt es nichts zu rütteln. Denn selten jemand ernährt sich vegan bloss weil es gerade im Trend liegt. Aber keinesfalls eine Ideologie mit negativen Aspekten, sich selbst gegenüber dem Konsum von Leichen und der übrigen damit zusammenhängenden Industrie zu verschliessen führt kurzfristig zu einem gesünderen Lebensstil welchem eine gewisse Verpflichtung zu Moral und Ethik nicht abgesprochen werden kann.

    Ob sich nun eine Person vegan ernährt oder nicht bleibt schlussendlich ihr selbst überlassen, denn die Entscheidung dazu muss in der betreffenden Person reifen und zum Ausdruck kommen, das kann sonst niemand anders übernehmen.

    Der folgende Eindruck ist rein subjektiv und dient als Beispiel:
    Wenn ich mir die Menschen an einer Demo gegen Tiere in Zirkussen ansehe und mit ihnen spreche, so fühle ich mich besser verstanden und in ebendiesem Umfeld auch wohler als wenn ich dasselbe an einem Wurststand täte umringt von fetten Bäuchen und nach Alkohol riechenden Schnauzträgern.

    veganstraightedge!

  4. Schi sagt:

    Hallo Mlade. Bin eigentlich nicht so eine Leserbriefschreiben Tante, aber ich dachte, dass ich mich bei so einem extrem Text doch mal melde.

    Absolut kann man die Partnerwahl so gestalten wie man will. Aber wenn ich Sätze lese, wie dass Fleischesser “Friedhof für Tiere” sind, sorry! Meine Eltern, meine Freunde und auch mein Mann (wenn auch sicher nur Bio direkt vom Biobauer) essen Fleisch und ich masse mir nicht an, Menschen, die ich Liebe so zu bezeichnen. Mit der Partnerwahl kommt dann noch ein praktischer Aspekt dazu. Erstens gibt es nicht so viele tolle Männer, und wenn dann diese tollen Männer auch noch Veganer sein müssen … na dann gute Nacht! Abgesehen davon, dass die Männer, die ich in den einschlägigen Bioläden antreffe nicht wirklich so zum anbeissen sind. Bin mir dann nicht sicher, was ich schlimmer finden soll, der Schnauzer oder ein Bart und Wollsocken ;-)

    Deine Haltung beschreibt die schleichende Einführung von Sittenmandaten in unserer heutigen Gesellschaft. Früher hat die Kirche Sittenmandate verordnet und hat Menschen an den Pranger
    gestellt. Jetzt macht es einfach ein Teil der Gesellschaft! Ja genau, lass uns einfach alles verbieten und kontrollieren. Wir fangen an mit dem Rauchen (rauche selbst etwa vier Zigis pro Woche und finde das eigentlich ok), Zigaretten am besten weg – nicht mehr im Verkauf, dann gehen wir über zum Alkohol und nicht vergessen Sperrstunde um neun sollten wir auch wieder einführen. Reisen darf selbstverständlich niemand mehr, da der CO2 Ausstoss zu gross ist und übergewicht ist auch nicht erlaubt.

    DDR lässt grüssen!

    Wie auch immer, wahrscheinlich Mladen bist du froh, dass du heute Abend nicht mit mir auf einen Drink abgemacht hast. Freue mich nämlich schon auf ein Glas Rotwein und eine Zigi, vielleicht sogar ein paar industriell hergestellte Chips von der Bar…wer weiss…und vielleicht habe ich sogar interessante und lustige Gespräche mit verschiedenen leichenessenden Wesen – und da hat es zweifellos ganz nette darunter, und die möchte ich beim besten Wille nicht missen.

  5. Mladen sagt:

    Hi Schi!

    Ich habe das starke Gefühl, dass Du meinen Beitrag in diesem Sinne extremer aufgefasst hast als er in der Tat von mir geschrieben worden ist bzw. es die Gedanken dabei waren. Wenn ich da ein Beispiel aufgeführt habe um das herum dann Du eine totalitäre Story konstruierst so sehe ich mich eindeutig missverstanden.

    Auch ich kenne Menschen die sich Zigaretten ins Gesicht stecken und sich auch Drogen genehmigen (egal ob legal oder illegal) was mich nicht davon abhält mich weiterhin mit diesen Leuten zu befassen. Die Kiste in die Du mich zu stecken versuchtest ist zweifellos der falsche Ort, da Du leider die Kernaussage nicht verstanden zu haben scheinst.

    Zu Drogen habe ich eine verallgemeinernde Haltung, ich finde sie allesamt doof da sie zum Leben schlichtweg nicht nötig sind sondern nur Unheil bringen.

    Ein Rauchverbot wäre da ein richtiger Schritt für die Menschen in der Schweiz damit sie begreifen dass die bisherige Anbiederung an die rauchende Minderheit gänzlich falsch war in jeder Hinsicht. Dies aber nur aus dem Grund, weil sich RaucherInnen von sich aus die Frechheit herausnehmen überall ihre Dinger anzustecken, egal ob sich noch jemand in ihrer Nähe befindet oder nicht, geschweige denn in geschlossenen Räumen, im offenen stinkt es ja schon mehr als genug. Wäre hier mehr Respekt und Anstand vorhanden, so erübrigte sich der leider notwändige Schritt eines totalen Rauchverbotes.

    Auch war mein Beispiel mit den fetten Bäuchen und Schnauzträgern die Leichen fressen bewusst so gewählt, denn besonders beim bürgerlichen Teil der Bevölkerung sind die Ansichten bezüglich der Ernährung meist stockkonservativ, alles was nicht von einem Tier stammt zählt da nur als “Beilage”.

    Nette Menschen sind denen ich im Alltag begegne sind nicht ausschliesslich deswegen nett weil sie mit mir in den erwähnten Punkten auf einer Linie sind sondern wenn Menschen untereinander gut kommunizieren können, doch mit ebendiesem Beispiel wollte ich aufzeigen mit wem ich mich absolut nicht unterhalten möchte, weil mir vor allem Leute wenn sie besoffen sind äusserst unangenehm sind, die weiteren Punkte dabei völlig ausser Acht lassend.

    Vegan zu sein bedeutet nicht “nur” vegan zu sein und sonst gar nichts. Das Leben ist viel bunter und schöner wenn es sich noch weiteren Aspekten als der Ernährung zusammensetzt die wir hier noch gar nicht angeschnitten haben. Veganismus ist dabei bloss einer der vielen Eckpunkte und muss nicht als Prüfstein angesehen werden an dem sich andere zu messen haben.

    Ich hoffe mich nun eindeutiger ausgedrückt zu haben und wünsche Dir ein schönes Wochenende!

  6. Mladen sagt:

    Will denn hier niemand mehr weiterdiskutieren, zum Geier nochmals?

    Ich diskutiere auch sehr gerne über Israel/Palästina, doch in einem vegan-Forum wäre das wohl das doch so was von offtopic wie sonst lange nichts mehr….

  7. Schi sagt:

    Hallo Mladen

    Wollte eigentlich auf der Webseite nur nachsehen, ob es noch andere Bioläden in meiner Umgebung gibt…alles andere mach wie du willst. Habe keine Lust mehr zu diskutieren und schon gar nicht über Israel und Palästinenser. Meine Sensibilisierung bezüglich Ausgrenzung kommt nicht von ungefähr, wie du dir denken kannst. A porpos Israel, ich halte mich stark an die Koscher Liste bezüglich Milch in den Nahrungsmitteln. Also überall wo ein m steht das geht nicht und wo es keines hat, hat es mit Sicherheit nicht mal Milchspuren, geschweige denn Fleisch drin. Alles was so genannt parwe ist, hat keine Milch oder Fleischspuren (ausser vielleicht Eier). Exakter könnte eine Liste nicht sein und bietet die beste Einkaufshilfe.

    http://www.icz.org/templ.php?id=151

    Grüsse

    Schi

  8. Mladen sagt:

    Hi Schi

    Das mit dem nahen Osten war ja nur ein halbernst gemeinter Spass, wenngleich ich mich sehr gerne mit anderen Leuten zu dem Thema auseinandersetze. ;)

    Die Sachen welche mit parve angeschrieben sind beachte ich ebenfalls schon sehr lange. Auch die jüdischen Läden in Zürich bieten jede Menge Sachen an die passen, ganz besonders bei den Süssigkeiten aber auch Humus ist voll lecker bei denen.

    Besonders hervorheben würde ich die Jack&Jill Kekse sowie sämtliche Tofutti-Produkte – yummy!! :)

    Gruss – Mladen

  9. Maro sagt:

    mein kommentar zur aussage von schi betreffend ausgrenzung und dass veganer keine besseren menschen sind! in sachen mitfühlen mit tieren, in sachen ökologie, natur, umweltschutz, vergiftung von wasser, boden und luft etc. und auch was den hunger der armen betrifft sind die vegan lebende menschen wirklich die BESSEREN MENSCHEN!!! denn sie handeln ethisch und bemühen sich um den planeten und um mitlebewesen. in diesen aspekten sind sie sicher besser. Sie mögen aber auch aspekte beinhalten wo sie gleich sind wie andere oder auch weniger. Das mit der ausgrenzung ist richtig, mensch sollte nicht ausgrenzen.

  10. Mladen sagt:

    Ich erfahre oft in Diskussionen im Zusammenhang mit Veganismus dass es allein bei der Ernährung und Bekleidung nicht belassen werden kann. Soziale sowie politische Aspekte können/dürfen da nicht ausgeklammert werden, obwohl es einem Tier ansonsten egal sein kann wer sich für das Tier einsetzt.

    Ein extremes Beispiel lässt sich dazu aus den Statuten der faschistischen Tarnorganisation in Parteiform, PNOS genannt herleiten. Darin wird unter anderem aus der Sicht der Tierrechte für ein Verbot von Tierversuchen plädiert.

    Doch wie kann ein vernunftbegabter Mensch sich einerseits für die Rechte von Tieren starkmachen dabei jedoch Menschen aufgrund von Herkunft, Hautfarbe oder Religion als minderwertig beurteilen?

    Dasselbe Problem sehe ich beim VgT, denn wenn sich ein Drittel bis die Hälfte der Tierschutznachrichten vorwiegend damit befasst zu erwähnen WER schächtet und WARUM geht der Hauptaugenmerk dieser Postille deutlich unter.

    Was hilft es denn einem Tier zu wissen dass es von jüdischen oder islamischen Menschen auf eine andere Art ermordet wird als es sonst bei uns “üblich” ist?

    Grundsätzlich gilt festzuhalten, dass eine vegane Ernährung einhergehen sollte mit einem bewussteren Umgang mit der Natur(die Tiere hier explizit zu erwähnen erübrigt sich) und ihrer Mitmenschen. Darunter verstehe ich ebenso wie Maro insbesondere diejenigen die Opfer sind des kapitalistischen und ausbeuterischen Systems welches schlussendlich nur deshalb besteht weil skrupellose Geldsäcke in ihrer Gier nach noch mehr Reichtum in doppeltem Sinne über Leichen gehen.

    Wer andererseits den Entschluss fasst sich fortan dem Konsum von Leichen zu verweigern öffnet sich selbst damit automatisch den Blick auf weitere Zusammenhänge der Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur.

  11. jeta sagt:

    hallo alle miteinander,

    ich habe mich in meinen freund verliebt, als ich mein leben noch nicht nach veganen aspekten geführt habe. Als ich mich entschied, gar keine tierprodukte zu essen, hatte ich sehr grosse gewissensbisse, jemanden zu lieben, der in seiner handlung meinen grundsätzen widerspricht. ABER: ich liebe meinen freund, er ist ein wunderbarer mensch, auch wenn er fleisch isst (natürlich wäre es mir lieber, er würde das nicht). Ich habe mich daran zurückerinnert, als ich noch fleisch ass und stellte mir vor, wie es gewesen wäre, wenn mich jemand deswegen als schlechteren menschen gesehen hätte und mir die liebe verweigert hätte. durch unsere liebe zueinander haben mein freund und ich den kompromiss gefunden, dass wir uns sozusagen in der mitte treffen: er isst fleisch, ich lebe vegan und zusammen haben wir einen vegetarischen haushalt. wir leben zusammen. insgesamt isst mein freund also ausserordentlich wenig fleisch, was durch meinen einfluss der fall ist. auch nach rein kritischer theorie würde ich nichts damit bewirken, ihn fallen zu lassen. dann wäre er ohne mich, sucht sich jemand, der massenhaft fleisch isst und zusammen essen sie dann noch massenhafter fleisch… Die erinnerung bleibt an die aus seiner sicht “skrupellose” veganerin, die ihn verlassen hat. durch den umgang mit mir wird er jedoch immer mehr sensibilisiert und schaut inzwischen, auch noch bei dem wenigen konsum von fleisch, nach demeter-standard-haltung (und übrigens auch recyclingpapier, fsc-holz, etc etc). zu beginn, als ich aufhörte fleisch zu essen, fühlte ich mich auch anderen menschen überlegen und sprach mir diese “all”-erkenntnis zu. diese überheblichkeit (denn das ist es) ist sehr kontraproduktiv. Dadurch fühlen sich die “weniger guten” (aus der sicht von überheblichen veganern) menschen vor den kopf gestossen, hören gar nicht mehr hin und man kommt gar nicht mehr an sie ran. schliesslich ist für das wohl der tiere und der welt nichts bewirkt. ich denke, die meisten leute, so wie ich früher auch, essen nicht fleisch mit dem gedanken “oh toll, endlich wieder was totes, qualvoll geschlachtetes und gehaltenes!”. Sie tun es einfach aus gewohnheit. inzwischen habe ich gesehen und gelernt, dass ich einfach unendlich dankbar bin, dass ich die überzeugung und die innere liebe habe, mich mit allem, was ist so verbunden zu fühlen. Es gibt viele leute, die wirklich nicht wissen, was tiefe, ehrliche und allumfassende liebe ist. Wenn sie dann fleisch essen, wir uns vegan ernährenden sie so runterputzen und ausschliessen, dann haben wir unsere chance, sie zu informieren, sensibilisieren und damit etwas real zu bewirken, deftig vertan! das wäre vor allem für die tiere sehr traurig!

    • Marco sagt:

      M.E. ist es eindeutig weniger gut bzw. schlechter Mord zu begehen, als nicht zu morden. Den essentiellen Unterschied zwischen nach Demeter-Standard “gehaltenen” und ermordeten Tieren und den Opfern der “konventiellen Landwirtschaft” sehe ich hingegen nicht.

      • jeta sagt:

        Naja, ich sehe den Unterschied für mich persönlich auch nicht, aber für die Tiere wäre es ein deutlicher Schritt zum Besseren. Ich habe einen Demeter-Hof gesehen und im Vergleich zu der konventionellen Tierhaltung sind das Welten. Natürlich ist es noch lange keine Freiheit und auch keine Rettung vor dem Töten. Es ist ein trauriger Kompromiss, aber bei der Mehrheit Menschen, die Fleisch essen, wäre es immerhin ein Schritt für ein besseres Leben für die Tiere. Bis sich die Empfindungen von Menschen, die Fleisch essen, hin zu Veganismus verändert haben (falls überhaupt), kann man doch wenigstens versuchen, etwas für die Tiere tun.

        • Marco sagt:

          “Es ist ein trauriger Kompromiss, aber bei der Mehrheit Menschen, die Fleisch essen, wäre es immerhin ein Schritt für ein besseres Leben für die Tiere.”

          Auch wenn aufgrund “geringerer Produktionsleistung” mehr Tiere ausgebeutet werden?

          “Bis sich die Empfindungen von Menschen, die Fleisch essen, hin zu Veganismus verändert haben”

          Passiert das, indem Veganer das Leichenfressen billigen oder indem sie es konsequent kritisieren?

          “kann man doch wenigstens versuchen, etwas für die Tiere tun.”

          Sehe ich genauso. Also eine schrittweise “Veganisierung” der Gesellschaft, welche durch Akzeptanz der Ausbeutung bestenfalls verzögert wird.

          • jeta sagt:

            @ marco: weisst du, ich finde es schrecklich, wie wir mit Tieren umgehen, nur habe ich in den letzten 13 jahren feststellen müssen, dass die meisten menschen dicht machen, wenn ich ihnen vor den kopf stosse. ich versuche konsequent meine vegane überzeugung zu leben und somit ein vorbild zu sein. an mir selber akzeptiere ich keinen kompromiss diesbezüglich. nur wenn jemand nicht so eingestellt ist wie ich, dann braucht es sehr viel fingerspitzengefühl, um an ihn/ihr ranzukommen. ich akzeptiere keinerlei ausbeutung, nur kann ich als einzelne person nicht die ganze welt verändern. meine unmittelbare umgebung hingegen kann ich auch nur durch viel verständnis (was steckt hinter dem fleischkonsum??) und steter auseinandersetzung verändern. auf einer politischen ebene würde ich auch ganz klar hinter einer veganen beziehung zu tieren stehen! auf persönlicher ebene ist es etwas anderes: Menschen funktionieren ziemlich unterschiedlich, einige in meiner umgebung essen durch mich gar kein fleisch mehr, andere nur noch begrenzt, andere schauen auf die haltung, andere wiederum belustigen sich über mich. nur alle, aber auch alle haben dicht gemacht und meine infos nicht mehr angenommen, als ich noch die art der überheblichkeit an mir hatte (ich kein fleisch = besser als du mit fleisch). wenn ich an die tiere denke, dann gibt es mir kraft, über mein eigenes ego zu stehen, damit es hoffentlich besser für sie wird. ich denke, man muss das mitgefühl der menschen finden, den menschen ihr mitgefühl zeigen, und das geht nur durch viel vertrauen. wenn ich mich über andere erhebe, vertraut man mir nicht.
            zu deinem punkt der effizienz: klar hast du recht, wenn man die gleiche menge an fleischkonsum aufrecht erhält. das würde nichts bringen ohne die philosophische haltung von mehr bescheidenheit in unserem konsum.

          • Marco sagt:

            @ jeta:
            “nur alle, aber auch alle haben dicht gemacht und meine infos nicht mehr angenommen, als ich noch die art der überheblichkeit an mir hatte (ich kein fleisch = besser als du mit fleisch).”

            Das glaube ich, dafür habe ich nie plädiert. Die Idee ist, andere auch zu ethisch verantwortlichem Handeln zu bewegen (du auch vegan = besser als nur ich vegan). Erreicht wird das nur, indem Unveganismus kritisiert wird.

            “wenn ich an die tiere denke, dann gibt es mir kraft, über mein eigenes ego zu stehen, damit es hoffentlich besser für sie wird.”

            Nur dass Du das nicht falsch verstehst: Es geht mir nicht um mein Ego, sondern die Überwindung des Speziesismus.

            “zu deinem punkt der effizienz: klar hast du recht, wenn man die gleiche menge an fleischkonsum aufrecht erhält.”

            Statistiken zeigen bei anderen Tierprodukten (bei “Fleisch” vermutlich auch), dass genau das geschieht. Meist steigert sich der Konsum sogar noch, wohl nicht zuletzt, da die Ausbeutung dann ja “tierfreundlich” ist.

  12. maro sagt:

    @jeta
    ich unterstütze deine haltung und arrgumentation als richtig. bedauerlicherweise gibt es auch vegane theoretiker die jeglich hilfestellung den ausgebeuteten und leidenden tieren ablehnen, mit dem arrgument mensch würde dann, gemäss ihrer logik, die ausbeutung billigen und damit verfestigen. Sie denken schwarz oder weiss, ja oder nein. Ich glaube hingegen das das eine zu tun ohne das andere aufzugeben sehr wohl möglich ist. Mit gewalt (psychisch/physich) können (und wollen) wir die ausbeutung und tötung der versklavten tiere nicht stoppen und beenden. Uns sind die hände grossteil gebunden und nur mit gutem vorbild und gewaltfreiem protest und aufklärung werden wir weiterkommen. Für die tiere ist jede erleichterung willkommen und spührbar wie z.b. mehr luft, auslauf, grössere käfige, keine kastrierung, tieranwalt, etc., etc. Ihnen ist es schnurze was die theoretiker über sie philosofieren. Jede erleichterung und verbesserung vermindert den leidensdruck. Diesen unterschied der betrachtungsweise gibt es auch seit vielen jahren bei den grünen bei anderen verschiedensten problemen. Sie teilen sich in fundis und realos, dasselbe auch bei den veganern. Die realos veganer lehnen verbesserungen der sklavenbedinungen der tiere nicht ab, ohne dabei die ausbetung/tötung zu billigen oder gar zu unterstützen. Sie sehen einfach nur diesen weg. die fundis lehnen den einsatz für verbesserungen ab und sehen sie als verfestigung des istzustandes.

  13. Mladen sagt:

    Was maro hier erneut zu konstruieren versucht, ist eine Spaltung zwischen Interessengruppen die es so gar nicht gibt.
    Wenn sich beispielsweise Grüne zu Liberalismus bekennen, geben sie ihre eigenen Grundsätze auf zugunsten der Wirtschaft. So was hat kein Rückgrat mehr und kann demzufolge nicht mehr ernstgenommen werden, bzw. ist eine Unterscheidung zu anderen kapitalismushörigen Parteien nicht mehr auszumachen.

    Die Wortschöpfungen “Fundis” und “Realos” sind ein Ausdruck von maros Spaltungsversuchen, denn welche ernstzunehmende vegan lebende Person kann es bei klarem Verstand als positiv ansehen wenn Tiere statt sie industriell zu ermorden zu Tode gestreichelt werden?

    Wird die nächste Forderung “Polster für Folterbänke” lauten?

  14. maro sagt:

    tatsache ist dass die veg fundis tierschutzanwälte, peta, vgt österreich und vgt schweiz, etc., ablehnen und als schädlich ansehen, wie hier verschiedene diskussionen in der vergangenheit gezeigt haben. Bis zur industriellen ermordung der tiere besteht eine leidensvolle lebensspanne der tiere von einem bis zu mehreren jahren, und in dieser zeit den leidensdruck auf die todeskandidaten zu erleichtern, sind wir den tieren schuldig. Und das ist mein interesse für die tiere und noch mehr die beendigung deren tötung und ausbetung. Was die tiere in dieser lebenszeit fühlen und erdulden müssen bezeichnest du salopp als “zu tode streicheln”. Du ignorierst das und siehst gar nicht genau hin. Dann kommst du mit ausdrücken “ernstzunehmend” und “klaren verstand” um wichtig zu tun, und es zeigt auch, dass dir die sachlichen arrgumente fehlen. Es geht nicht um dein Ego und deinen scheinbar perfekten veganismus, es geht um das leiden der tiere. Diese sind betroffen und leiden qualen und die frage für mich ist, wie stehen wir ihnen optimal bei. Ich kann damit leben, wenn du es anderst siehst und eine andere meinung (theorie) hast. Umgekehrt scheinst du aber auf meine person fixiert zu sein und mich schlecht machen zu wollen, es wäre aber gescheiter bei der sachlichen arrgumentation zu bleiben.

  15. Mladen sagt:

    Wieder nichts kapiert, niemand hier zelebriert seinen sogenannten “perfekten Veganismus” Auch war die Sachlichkeit meinerseits stets gegeben. Nur maro möchte bewusst auf Unterschiede hinweisen, die um es erneut festzuhalten ein Spaltungsversuch sind.
    VgT.ch geht schon mal gar nicht, über den Charakter des Chefs dieses Vereins hier nochmals zu diskutieren ist überflüssig.
    Peta mordet Tiere, noch Fragen?
    Tierschutzanwälte werden gewiss auch keine Revolution bewirken können.
    VgT.at ist ein Tierschutzverein der etwas weniger reformistischen Art, doch was hat er in diesem Zusammenhang hier zu suchen?
    Wieso wird versucht aufgrund dieser Organisationen von denen so gut wie keine über alle Zweifel erhaben ist eine Spaltung herbeizureden?

    Also wenn keine konkreten Forderungen im Raume stehen wird sich nichts tun, so war es schon immer und so wird es auch bleiben. Bürgerlich-konservative Organisationen kooperieren stets mit den Ausbeutern, sind kompromissbereit und in ihrer Haltung sehr biegsam bzw. dienen ergeben den Interessen des Profits.
    Von dieser Seite aus kann gar keine Veränderung bewirkt werden weil sie ja nicht mal gewünscht wird!

    • Marco sagt:

      Habe zu Mladens Argumenten kaum etwas hinzuzufügen, nur folgendes:

      “Tierschutzanwälte werden gewiss auch keine Revolution bewirken können.”

      Der bis vor kurzem im Kanton Zürich tätige Tieranwalt Antoine F. Goetschel bringt nach eigener Aussage Tiere um, um sich von ihren Ausscheidungen zu ernähren. Für die Hühner, Rinder, Bienen und weiteren Tieren, die zu seinen Opfern zählen dürften sind genannte “Erleichterungen” kaum so spürbar, wie man es aufgrund Maros Aussagen meinen könnte.

      @Maro: Siehst Du es als Verbesserung, wenn die Zahl der ausgebeuteten Tiere steigt? (was keinesfalls “Fundi-Logik” ist, sondern messbar)

      • Mladen sagt:

        Nicht nur die erwähnte Person ist sehr widersprüchlich, auch der Chef des VgT Schweiz, Erwin Kessler, ist ein überzeugter Antisemit und sorgt für mehr Publicity durch seine menschenfeindlichen Äusserungen als dass er sich für Tiere einsetzt.
        Der Antisemitismus des E. Kessler wurde bei einem anderen Thema hier schonmal schönzureden versucht, jedoch sind die Tatsachen leider mehr als eindeutig die dies zweifelsfrei bestätigen.

        Diese Dinge zu wissen ist wichtig um sich selbst nicht mit Organisationen einzulassen welche die Sache der Tiere zu vertreten scheinen, andererseits aber bei grundsätzlichen Haltungen sehr krasse Positionen einnehmen und Menschenrechte mit Füssen treten.

        Nicht mehr als das, denn besser als diese Gruppierungen zu bekämpfen (Zeitverschwendung) ist darüber zu informieren und sie ansonsten zu ignorieren da sie in dem Kontext hier nichts verloren haben.

  16. maro sagt:

    @mladen
    du hast absolut richtig, dass ich bewusst auf unterschiede in der denk- und handlungsart hinweise um das geht ja. wenn du als mein motiv spaltungsversuche angibtst, dann muss ich in deinem sprachgebrauch “wieder gar nichts kapiert” schreiben. Meine motive sind die tiere und ihr leiden wie in den vorherigen beiträgen klar formuliert. Weder Peta, noch die Vgt und Tierschutzanwalt sind bürgerlich-konservativ, sondern werden von diesen bekämpft. Bei der abschaffung der sklavenhaltung der menschen haben auch nur kontinuierliche aufklärung und kleine schritte geholfen. Damit beende ich meinen diskussionbeitrag und dein amen wird sicher folgen.

  17. Mladen sagt:

    Wenn nun die erwähnten konformistischen Organisationen in Deinem Sinne als progressiv gelten, so hört hier das eigene Denken schon auf. Weswegen es nicht angehen kann sich mit diesen Organisationen zu solidarisieren, wurde schon hinlänglich und ausführlich erklärt. Hier nochmals ein paar damit zusammenhängende Begriffe: menschenfeindlich und antisemitisch, Sexismus und Tiermord und allgemein ein Hang zu Reformismus.
    Hier von Deiner Seite aus die Abschaffung der Sklaverei aufzuführen ist arg vermessen, es wurde stets deren Abschaffung und keine bessere Haltung der Sklaven gefordert. Hier besteht eindeutig ein gravierendes Manko in Geschichte.
    Genau davon ist auch der Ausdruck Abolitionismus abgeleitet, es geht um keine Käfige mehr und nicht etwa um grössere Käfige.

  18. jeta sagt:

    Als Veganerin und den damit einhergehenden absoluten Verneinung von Tierhaltung UND Tiertötung befolge ich immer stets beide Absichten. Nur bis meine Hauptabsicht “Beendigung der Tiermordes” erreicht ist, kann ich nicht einfach still sitzen und das inzwischen weitergehende Tierleiden hinnehmen. Ich sage nie jemandem, der Fleisch isst, aber auf die Haltung der Tiere achtet, es sei ok, Fleisch oder andere Tierprodukte zu essen. Nur ich sage, dass dies immerhin besser für die Tiere ist als hätten sie in Massenhaltung gelebt.
    Es geht ja nicht nur um die Tötung der Tiere, denn z.B. könnte man dann immer noch sagen, die Haltung von Tieren für Wolle, Milch, Eier usw. sei ok, da sie ja dafür theoretisch nicht getötet werden müssen. Daher kann es für mich nicht sein, dass Veganismus nur die Verneinung der Tötung bedeutet, sondern zwingend auch deren Haltung. Da wir aber einen Bauern (irgendwie leider) nicht zwingen können, seine Tiere frei zu lassen, ihn aber vielleicht überzeugen können, dass Tierhaltung nicht ok ist, bleibt zu hoffen, dass der Bauer vielleicht einwenig erweicht und wenigstens eine bessere Tierhaltung einführt. Bis zur absoluten Tierfreiheit müssen wir uns in der jetzigen Realität damit zufrieden geben, was aber AUF KEINEN FALL bedeutet, dass wir hier mit unseren Bemühungen für das Tierwohl aufhören und das eigentliche Ziel der Tierfreiheit aus den Augen verlieren.

  19. Ugi sagt:

    Das Umsteigen auf “humanere” Tierproduktion führt eben in keinster Weise Richtung Abschaffung! Dieser Mythos scheint sich so in der Tierrechtsbewegung eingenistet zu haben, dass dagegen nur mit grosser Mühe etwas getan werden. Zum Glück ist der Abolitionismus auf dem Vormarsch und stetig mehr abolitionistische Gruppen werden gegründet.

    Es ist auch nicht der Fall, dass für den Abolitionismus die Abschaffung der Tiersklaverei in einem Zug gefordert wird. Nein. Der Abolitionismus hat auch eine schrittweise Vorgehensweise, aber er unterstützt nur Schritte, welche auch tatsächlich der Tiernutzung schaden und das Bewusstsein gegen die Tiernutzung vergrössern.

    Dass eine Umstellung auf “bessere Haltung” nicht Richtung Abschaffung führt, lässt sich anschaulich an der Eier-Geschichte darstellen. Die Legebatterien wurden in der Schweiz verboten. Eine Verbesserung? Nicht wirklich. 1. leiden die Hühner in Boden-und Freiland”haltungen” auf neue Arten, weshalb die Sterblichkeitsrate in diesen “Haltungs”formen signifikant grösser ist. Andererseits hat sich mit diesem Verbot nichts im Bewusstsein der Tierkonsumenten verändert. Nicht die Haltung wird hinterfragt, sondern die Haltungsbedingungen. Und es ist die Aufgabe der Tierrechtler, das Hinterfragen der Haltung an sich zu bewirken. Das bewirkt man nicht, wenn man auf “bessere Eier” verweist, sondern auf gar kein Eikonsum.
    Deshalb ist der Eierkonsum auch nicht im Geringsten gesunken. Eher im Gegenteil, die Konsumenten haben nun ein gutes Gewissen (den Hühnern gehts ja nun gut) und konsumieren wieder vermehrt Eier.

    Solange man den Fingerzeig auf besonders “grausame” Methoden macht und nicht die Haltung an sich, dann wird NIE ein Umdenken in Bezug auf die Tiersklaverei passieren.

    Wir als TIERRECHTLER haben die Pflicht, die Tiersklaverei an sich zu bekämpfen. Es ist ja nicht so, dass es nicht genuge TierSCHüTZER gibt, welche die “Haltungs”bedingugen verbessern wollen, am besten, dass die Tiere zu Tode geknuddelt werden.

    Das heisst, die tierschützerische Vorgehensweise (Verbesserung der “Haltung”) ist dem Erreichen von Tierrechten geradezu entegegengesetzt!

    Des Weiteren kann auch ein Tierschützer nichts mehr für die Tiere tun, die genau jetzt versklavt und getötet werden. Was aber den Tieren hilft und das Leiden und die Versklavung wirklich bekämpft, ist das Vegan-werden von mehr Menschen. Das ist die Aufgabe der Tierrechtsbewegung. Und wenn es einmal genug vegan lebende Menschen gibt, dann wird auch eine politische Bewegung daraus entstehen.

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