Wunsch: vegane Tiefkühlpizza

03.09.2007 | 14 Kommentare

Wunsch: Vegane Pizza

   Das wäre doch was, also mitunterzeichnen:



…”Wir, die Unterzeichner, wollen mit dieser Petition zum Ausdruck bringen und Aufzeigen, dass der ernst gemeinte Wunsch nach einem neuen Produkt, beziehungsweise der geringen Modifizierung eines Produktes, welches bei ihrer Firma in guter Tradition steht, eine relativ große Verbreitung hat. Die Unterzeichner würden sich sehr freuen, wenn die Firma Dr. Oetker vegane Tiefkühlpizzen in ihr Sortiment aufnähme.”…

(Quelle)

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Kategorie: Stammtische

Kommentare (14)

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  1. Flux sagt:

    in italien gibt es ja eine vegane tiefkühlpizza,..
    von valsoia,..

  2. zmt sagt:

    Na toll, bald müssen sich veganer_innen nicht mehr in den Bioladen bemühen oder selbst machen, wenn sie geiles Zeug fressen wollen. Wie bequem.

    Der Wunsch nach vegan fast food ist für mich Ausdruck von Verbürgerlichung und System-konformem Verhalten. Ich ziehe Parallelen mit Lohnarbeit und Entfremdung.

    Ich will keine Tiefkühlpizzen haben, nicht konventionell und erst recht nicht von Dr. Oetker… (mag sein, ich bin dogmatisch DIY)

  3. Clooney sagt:

    Hallo zmt

    Ich will Tiefkühlpizzas! Wenn es keine Vegane gibt, dann kauf ich halt andere! Und ich bin überzeugt, dass ich nicht der Einzige bin, der so handelt!

    Also, du musst dich entscheiden. Entweder ist dir Veganismus lieb, oder deine kleinbürgerliche totalitäre Idee, dass aller rackern sollten, um vegan leben zu können.

    Peace

  4. Mladen sagt:

    Eine vegane Tiefkühlpizza ausgerechnet von einem Lebensmittelmulti wie Dr. Oetker zu erwarten widerspricht den rudimentärsten Grundsätzen eines Lebens ohne Ausbeutung von Tier, Mensch und Umwelt.

    Ein Konzern wie Dr. Oetker hingegen ist Inbegriff des Massenkonsums und des Convenience-Foods, beides nicht eben Dinge die den meisten VeganerInnen naheliegen, zumindest nicht solchen wie ich sie kenne (nicht eben wenige).

    Für mich sehe ich es als das Normalste auf der Welt an, bei meinem Konsum möglichst darauf zu achten nichts von den imperialistischen Lebensmittelmultis einzukaufen.
    Wenn auch hierzu genügend Informationsmaterial vorhanden ist, so lässt sich dennoch nicht immer vermeiden, dass eine Ware über irgendein Tochterunternehmen mit Nestle oder Unilever verbandelt ist.

    Als eine akzeptable Zwischenlösung sehe ich die supermarkteigenen Produkte bei Migros oder Coop, bei Reis muss nicht zwingend Uncle Ben’s draufstehen und auch das Müsli von der Migros schmeckt wohl genauso lecker wie dasjenige von Kelloggs (auch wenn es in meiner frühesten Kindheit war als ich Letzteres zuletzt ass).

    Sich auf Dauer ausschliesslich von Produkten aus dem Bioladen zu ernähren wird sich wohl selten jemand leisten können, doch ich freue mich schon sehr wenn ich die Zertifizierung von Max Havelaar auf immer mehr Dingen im Supermarkt entdecke.

    Ansonsten sind besonders bei Frischprodukten die kleinen türkischen oder italienischen Läden den Supermärkten vorzuziehen. Nicht nur schmecken die Sachen von dort besser, sondern es wird der Ladeninhaber direkt unterstützt und nicht einer der bornierten Sesselfurzer der landesweiten Grossverteiler. Ausserdem ist es sehr oft auch noch billiger.

    Grundsätzlich geht es für mich nicht an, beim Einkauf meine politische Einstellung einfach mal abzuschalten, denn gedankenlos den Warenkorb mit den Endprodukten der Ausbeutung und der Umweltzerstörung zu füllen ist echt nicht mein Ding.

    Da mache ich mir doch die Pizza lieber selbst! DIY rulez :)

  5. Clooney sagt:

    @Mladen
    Du hast Recht, die Migros wäre wohl besser geeignet, als Dr. Oetker. Und ich freue mich auch sehr, wenn ich im Supermarkt immer mehr Produkte mit Max Havelaar Zertifikat finde. Und genau dort erreichst du auch die Massen, die keine Zeit haben in Extrläden einkaufen zu gehen geschweige denn sich jede Pizza selbst zu zubereiten. Natürlich finde ich es gut, wenn du es machst. Aber wenn ihr es den Massen lieber erschwert “fairer zu leben” und sie davon abhalten, wollt, dann kriegt ihr eben die Welt, die ihr (nicht) wollt!!!

    Was nutzt mehr, ein Mensch, der 100% Vegan lebt oder tausend Menschen die 50% Vegan (Vegetarisch) leben!!!???

    Auch zur Ökologie will ich noch was sagen. Was schadet der Umwelt mehr. “Ein” grosser Laden oder zehn kleine!??

    Auch wenn ein Laden keine Heizung, kein Licht, keine Kühlung braucht, dann sind die dafür verarbeiteten Materialien und Transporte zusammengenommen schlimmer als ein grosser Laden.

    Das letzte Argument mit der Ausbeutung ist für mich Kleinbürgerlich. Anstatt die Bedingungen allgemein zu verbessern, unterstützt du einen Kleinkapitalisten. In dieser Beziehung bringt uns individuelles Handeln bringt uns nur sehr begrenzt weiter.

  6. Mladen sagt:

    Um sich konsequent vegan zu ernähren ist es nicht notwändig ausschliesslich “Extraläden” (was denn genau?) zu besuchen.

    Dass Menschen ausserdem vegan werden nur weil sie bei dieser Ernährungs- und Lebensform auf eine breite Palette Fertigprodukte zurückgreifen können bezweifle ich sehr stark. Ist einmal die Idee in einer Person herangereift sich in diesem Sinne umzustellen werden die erwähnten Faktoren nicht mehr entscheidend dabei wirken.

    Es ist eher eine Herausforderung und nebenbei auch spannend selbst herauszufinden was nach einem solchen Schritt noch passt. Ich selbst muss wohl rückblickend insgesamt mehrere Wochen damit zugebracht haben die Zusammensetzung von Dingen die mich interessierten zu studieren.

    Vegetarisch bleibt vegetarisch genauso wie vegan auch vegan bleibt. Eine Person die sich vegetarisch ernährt ist kein Prozent vegan, solcherart Massstäbe sind fehl am Platze weil sich die beiden Begriffe klar voneinander abgrenzen.

    In den Zusammenhang einen Nutzen zu bewerten ist unpassend, grundsätzlich gilt dass jede Person die Fleisch oder Milch nur schon nicht kauft einen Teil eines grossen Ganzen bildet welches hierzulande leider aber immer noch eher klein ist im Vergleich zu Grossbritannien zum Beispiel.

    Die Grossverteiler sind indes nicht nur die Läden selbst sondern es handelt sich dabei um kaum überschaubare Megakonzerne mit Unmengen an Büros, Lagern und Fahrzeugen. Diese Art Bilanz hat meines Erachtens nach in der Realität keinen Bestand.

    Du magst zu meiner Einstellung dagegenhalten was Dir beliebt, doch genau dies ist alles andere als kleinbürgerlich sondern progressiv und nachhaltig. Indem ich bei Coop oder Migros einkaufe unterstütze ich die Lohnpolitik der Konzerne welche ihren Angestellten gerade mal genug zum Ueberleben zahlen.

    Hingegen öfters bei einem kleinen Laden einzukaufen bedeutet schon mal kein Geld in die schon übervollen Taschen der gierigen Geldsäcke der Supermärkte zu spülen sondern Leute zu unterstützen die noch selbst arbeiten für ihr Einkommen. Dass dies bei Coop und Migros genau andersrum ist kann nicht so schwer nachvollziehbar sein.
    Die MitarbeiterInnen an den Kassen funktionieren schon wie Roboter, wenn es der Firma gut geht bedeutet dies für sie nur noch mehr Stress und Arbeit zu immer schlechteren Bedingungen. Dies ist nicht nur bei Aldi und Lidl trauriger Alltag, nicht sehr viel besser ergeht es auch den hier schon lange etablierten Läden.

  7. Clooney sagt:

    Liebe Mladen

    Vorweg: Sorry wegen meiner Indifferenzierung von Veganismus und Vegetarismus.

    Ich denke um meinen Punkt verständlicher zu machen, werde ich mein Geschichtchen erzählen:

    Als ich vor einem halben Jahr zum ersten Mal den Film Earthlings geschaut habe, habe ich mir gesagt, dass ich von nun an auch veganisch leben werde.

    Doch nach kurzer Zeit schon, sah ich ein, dass ich das nicht schaffen werde. Zum einen, weil mir sehr viel nicht geschmekt hat, zum anderen weil das meiste immernoch auf tierische Produkte ausgerichtet ist. (Und man eben rackern müsste um was anderes zu kriegen.

    Und sorry so selbstlos wie ihr bin ich eben nicht.) Also habe ich einen einfachen Kompromis geschlossen.

    Wenn immer ich eine einfache Möglichkeit erhalte (und es einigermassen schmekt), werde ich vegan kaufen. (Bei der Milch habe ich mich inzwischen auch langsam umgewöhnt, obwohl die mir am Anfang nicht geschmekt hat.)

    Nun die Migros (wo ich meistens einkaufe – (nah, günstig und nicht ganz so verdorben)) bieten eigentlich relativ viel an. Womit ich auf einiges meines früheren “Tier-Konsums” verzichten kann.

    Und gerne würde ich auch anstatt Vegetarische Pizzen (die ich bei Manor kaufe) gerne Vegane kaufen, wenn es sie in meiner nähe gäbe!!!

    Naja alles weitere lässt sich daraus folgern…

    Ich empfinde es jedenfalls so, dass man als bequemer Mensch nicht geblockt (bzw. in Tier-Konsum abgedrängt) werden sollte, nur weil nicht alle Wunschkriterien erfüllt sind. Ein bisschen schädlich bleibt schädlich, aber es ist immerhin ein wenig weniger. Und du hast es nunmal mit in der Hand, ob Leute wie ich (die sich NIE und NIMMER ändern) ein bisschen weniger “Tier-Produkte” konsumieren. ..und noch ein bisschen weniger, und noch ein bisschen weniger… … small, small..

    Ansonsten hast du möglicherweise nicht ganz unrecht.

  8. Mladen sagt:

    Dinge die gut schmecken müssen auch nicht besondere Produkte sein die nur auf Menschen die sich vegan ernähren ausgerichtet sind. Was ich esse und wohl auch sehr viele weitere VeganerInnen sind meistens ja alltägliche Sachen deren einzige Besonderheit darin besteht, dass sie ohne tierische Produkte zubereitet werden.

    Wie Du korrekt beschreibst ist am Ende alles eine Frage der Gewohnheit. Bei Diskussionen mit Fleischessern kommt immer wieder derselbe Spruch dass sie sich nicht vorstellen könnten ohne Fleisch zu leben.

    Dies beruht auf der sehr bequemen Einstellung von vielen Menschen denen schon die Idee mal was umzustellen als superrevolutionär vorkommt. Doch erst wer dies dann auch tut wird in der Lage sein diese Aspekte von einer neuen Perspektive aus anzusehen und zu beurteilen.

    Mir kommt es beispielsweise immer sehr schräg vor wenn ich Menschen die Fleisch essen darauf anspreche ob sie denn auch ein Büsi essen würden. Denn wieso soll es eine Wertigkeit von Leben geben die ein Lebewesen höher einstuft als ein anderes? Dass zum Beispiel ein Schwein nicht denselben Stellenwert hat bei Menschen wie ein Büsi.

    Dazu muss ich beifügen, dass wenn ich zu einer solchen Argumentation greife ich meist zuvor schon herausgefordert wurde mit doofen Sprüchen wie “aber Du tötest die Pflanzen die Du isst ja auch” oder dergleichen.

    “If you love animals called pets,
    why do you eat animals called dinner?”

    Eine gewisse Bequemlichkeit wie Du sie erwähnt hast ist uns wahrscheinlich allen eigen. Doch seit ich zumindest weiss wie auch einfache Gerichte unkompliziert und relativ schnell zuzubereiten sind verzichte ich erst recht auf alle Arten von Convenience-Food.

    Am meisten graut es mir vor fertigen Saucen, wenn ich da nicht meine eigene Sauce zusammenmischen kann fehlt mir schon was beim Essen.

    Auch Süssigkeiten sind da kein tabu, einige lassen sich in fertiger Form bei den Grossverteilern finden und ansonsten gibt es allerlei Leckeres insbesondere in serbischen/kroatischen Läden zu entdecken. Damit meine ich im Speziellen die Waffeln mit Haselnüssen oder Schoko aber auch die Pralinen Bajadera.

    Alle diese Verführungen haben auch Inhaltsstoffe auf Deutsch oder zumindest auf englisch aufgedruckt, ausprobieren lohnt sich echt!

  9. Zibetkatze sagt:

    für alle dies interessiert:

    Gibt jetzt N E U in der Schweiz den Sojamozarella von Pural zu kaufen (bisher gabs nur Cheezly Cheddar, Red Cheddar…./ analog Redwood)

    ganz einfach damit Pizza zu machen (supermelting) + sehr sehr fein

  10. Lulla sagt:

    Und wooooooo gibts den denn genau zu kaufen ????? ;-)

  11. Clooney sagt:

    Hi there
    Ich weiss es gehört nicht hierher aber konnte es nirgends sonst posten. Möchte etwas herausfinden. Und zwar sagen (einige) Vegetarier, dass das Reiten von Pferden in Ordnung sei. Und es im Interesse der Tiere selbst sei. Ich sehe das ein wenig anders. http://www.youtube.com/watch?v=fIEOzIw12Oo&mode=related&search=
    Wie seht ihr das?

  12. Zibetkatze sagt:

    Den Mozarella gibts in Züri z.B. bei Müller am Rennweg (und überall wos sonst Sojakäse von Pural bisher schon gab)

  13. Clooney sagt:

    Bitte die Migros anschreiben, dass Sie Tiefkühlpizzen mit Vegan-Label anbieten sollen: Migros@m-infoline.ch

    Und/Oder Büchsenravioli mit Spinat.. d.h. einfach Vegan-Raviolis, die finde ich nämlich auch nirgends..

    Ich bitte die Vorkämper und/oder vollwärtigen Veganer um Nachsicht!

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