Zum Welt-Vegantag

31.10.2007 | 2 Kommentare

Mittwoch 2:00, Zürich, 2007: ein dichter Nebel liegt über der Stadt. Es ist noch ruhig und die meisten Menschen schlafen friedlich im warmen Bett. Langsam beginnt ein neuer Tag, ein Tag wie viele bisher, ein Tag des Schlachtens.
Ein Tag der institutionalisierten, versteckten und grausamen Gewalt inmitten von uns.

“Denn geschlachtet wird üblicherweise zwischen Montag 2 Uhr früh und Freitag.”

Die Rinder sind von Ihren Weiden, die Schweine von ihrem Spaltenböden und eisernen Kastenständen und die seit 3 Tagen ohne Fressen gehaltenen Hühner in der Nacht vom Transporter abgeholt, vom Lande hierhergekarrt und stehen nun geschwächt und in stummer Panik, in einer kalten, fremden Umgebung um nach einem Kopfschuss von einem schlecht bezahlten Arbeiter emotionslos niedergestochen zu werden.

“Der Schlachthof Zürich verarbeitet Fleisch für über eine Million Kundinnen und Kunden”.

Wäre nur einer dieser Million bereit sich mit dieser Realität, um 2:00 Uhr früh auf dem Schlachthof, entgegenzusetzen, könnten Leben gerettet und soviel Leid erspart werden.
Wir gedenken heute, am Weltvegantag 2007 diesen dummen, skrupellosen und feigen Menschen.

Zitate

VN:F [1.9.17_1161]
Bewertung: 0.0/5 (0 Stimmen)

Kategorie: vegan.ch - Archiv

Kommentare (2)

Trackback URL | Kommentare RSS Feed

  1. Himbeere sagt:

    guter Schlusssatz!

  2. Mladen sagt:

    Wieviele von dieser Million würden denn zu Fuss einem Tier nachjagen, es nur mit Hilfe ihrer Hände töten, mit den Zähnen zerlegen und schlussendlich roh essen?

    Genau das tun nämlich richtige Fleischfresser weil es für sie auf diese Art natürlich ist.

    Dass es der Mensch nicht tut zeigt auf einfachste Weise, dass wir nicht dazu geschaffen wurden Leichen zu essen. Ausser wenn sie schon tot in einer Theke liegen und danach gekocht, gebraten und gewürzt werden um sie mit Hilfe von anderen Werkzeugen zu vertilgen.

    Doch für wenige Momente des Genusses gehen Menschen ohne sich dabei Gedanken zu machen über Leichen, nehmen Folter und Ausbeutung in Kauf, denn schliesslich sehen sie sich selbst als die “Krone der Schöpfung” welche somit das Recht innehat über Tod oder Leben anderer Lebewesen zu entscheiden.

Kommentar hinterlassen