vegan.ch Podcast Episode 5: vegan ist logisch
Vegan leben macht aus vielen Gruenden Sinn. Wir werfen einander einige der haeufigsten Vorwuerfe gegen den Veganismus an den Kopf und schauen was es dagegen zu sagen gibt. Neben verschiedenen Events gibts auch diesmal wieder einen Witz am Ende.
Erwähnte Links im Podcast:
- Weihnachts-Süssigkeiten larada
- Rezept für Fondue!
- AZOT Demo Bericht
- Vegane Gourmet Rohkost Vorführung
- Tierrechts-Versammlung
- Fackelwanderung des VGT
Kategorie: Podcast, vegan.ch - Archiv





“Ich möchte ein Eisbär sein im kalten Polar, dann müsste ich nicht mehr schreien, alles wäre so klar” von Grauzone fiel mir ein als ich den Teil mit den Eskimos anhörte.
Ansonsten habe ich selten so gelacht wie beim neuen podcast, hat echt Klasse. Also sehr gut gemacht meine ich damit.
Besonders gut gefiel mir, dass die Zusammenhänge bzw. Diskrepanzen aufgezeigt wurden zwischen Veganismus und dem Rauchen und der Tabakindustrie als solcher. Tatsachen die wohl noch einige VeganerInnen entweder nicht wissen oder sonst nur zu gerne verdrängen.
Genauso verhält es sich ja auch mit dem Verhältnisblödsinn zwischen dem Anbau von Pflanzen als Nahrung oder der Agrarindustrie zur Futtermittelgewinnung für Tiere, voll absurd!
Kann es kaum erwarten mir den Weihnachtspodcast reinzuziehen, hockt Euch bald wieder hin, Jungs!!
Bin diese Woche bei den Wollsäuen an der Limmat gewesen, haben einen hohen Knuddelfaktor, die haarigen Viecher.
Grüße aus den USA!
Hallo ich bin die Megan aus Oregon, ich habe euere Voicemail in Vegan Freak Radio #82 gehört und ich habe mich so gefreut, weil ich Deutsch studiere und in Deutschland für ein jahr gelebt hab. (Tut mir Leid wenn mein Deutsch nicht gut ist!)
Jetzt kann ich Veganismus mit meinem Hauptfach verbinden und ich kann alle meine deutschen Freunden deine Internetaddresse geben, wenn sie skeptisch über Veganismus sind! Ich habe gerade das erste Podcast zugehört und ich freue mich auf die andere! Das erste war echt klasse!
Als ich neulich auf eure Site stieß, habe ich mich riesig gefreut. Ich find’s einfach genial, was ihr da macht, und freue mich auf die nächste Podcast.
Keep it vegan!
Super Podcasts!
Wie waers mit diesen Themen fuer die Zukunft: Gentechnik / GVO, Bio Produkte und Vegane Haustiere (z.B. http://www.vegane-katzen.de).
Gruesse aus Italien!
Zu diesem podcast gibt es auch einen link zu einer Fackelwanderung des VgT Schweiz von Erwin Kessler. Gerade eben musste ich mir nochmals die Homepage des VgT ansehen um mich zu vergewissern dass alles noch beim Alten ist, und leider ist es so. Dazu stelle ich jetzt hier meinen Text rein der schon als Thread-Eröffnung auf vegszene existiert:
Es gibt in der Schweiz den VgT (Verein gegen Tierfabriken) der sich mit Tierschutz befasst. Er wird präsidiert von Erwin Kessler der auch für die meisten der Artikel in den dazugehörenden Tierschutznachrichten verantwortlich ist.
Eines seiner Hauptanliegen ist jedoch stets das Schächten anzuprangern, also das rituelle Schlachten im Judaismus und Islam bei dem das Tier ausblutet. Hierbei geht er auf direkten Konfrontationskurs insbesondere mit dem Judaismus den er sich zum Hauptübel hochstilisiert hat.
Auch wurde er wegen seiner Aussagen diesbezüglich schon im Rahmen der Antirassismusstrafnorm welche in der Schweiz gilt verurteilt. Ein Gesetz welches er selbst speziell aus diesem Grund auch bekämpft. Kurzum geht es ihm darum dass er sich nicht negativ über eine Religionsgemeinschaft wegen eines ihm nicht genehmen Schlachtverfahrens öffentlich äussern darf.
Erwin Kessler ist ein Antisemit, manchmal ist gut ein Viertel der Artikel in den Tierschutznachrichten ausschliesslich auf die Hetze gegen den Judaismus fixiert, des Schächtens wegen notabene. Der Tierschutzgedanke geht dabei meines Erachtens nach fast unter da er sich mehr damit befasst das Schächten bzw. die JüdInnen die es praktizieren zu kritisieren.
Desweiteren ist er ein Meister darin geworden in Selbstmitleid zu zerfliessen und sich als Märtyrer darzustellen wegen seiner Verurteilungen. Ausserdem war Erwin Kessler in den 70er jahren Mitglied der rechtsradikalen und xenophoben “Nationalen Aktion” welche sich besonders stark machte gegen die sogenannte Ueberfremdung der Heimat.
Den VgT Schweiz aus tierrelevanten Gründen zu unterstützen halte ich aus mehreren Gründen für problematisch. Einerseits weil der VgT und Erwin Kessler sozusagen eins sind, sehr vieles beim VgT ist auf seine Person bezogen. Sich für Tiere einzusetzen und gleichzeitig am rechten Rand des politischen Spektrums zu politisieren geht meiner Meinung nach nun mal nicht.
Auch dass er sich beim Schächten ausschliesslich darauf bezieht WER schächtet und an welche Religion es gebunden ist, kann nicht mit einer Ethik die es gegenüber Tieren zu vertreten gilt vereinbart werden. Ich kann nicht anders als das Schlachten als solches verurteilen (egal auf welche Art und von wem), während Erwin Kessler dem Tiermord eine Qualität verleiht indem er das Schächten als besonders niederträchtig hervorhebt.
Es geht ja doch darum dass Tiere nicht mehr zu ermorden seien und nicht das Morden dann rechtfertigen zu können wenn dies auf eine “humane” Art geschieht. Um hier nicht auf noch mehr Grundsätze einzugehen erspare ich mir den Begriff “human” auseinanderzupflücken in diesem Kontext.
Denn ginge es Erwin Kessler nur darum sich grundsätzlich gegen das Schlachten von Tieren einzusetzen, so könnte er das Schächten sehr wohl darunter aufzählen, bei ihm ist es aber der Aufhänger in seine antisemitischen Wahn geworden.
Auch die Vergleiche Kesslers dass Juden die schächten nicht besser seien als ihre früheren Nazi-Henker bedarf wohl keiner weiteren Erörterung. Für Tierfarmen muss in seinem Vokabular der Begriff Tier-KZ herhalten. KZ’s haben eine geschichtlich abgefasste genaue Definition und die Verwendung dieses Ausdrucks in solchen Zusammenhängen zeigt auf, dass Erwin Kessler sich nur zu gerne solcher Vergleiche aus dem faschistischen Regime bedient um auf seine Anliegen aufmerksam zu machen und damit auch absolut keine Mühe zu haben scheint.
Der VgT in Oesterreich indes zeigt sich frei von solchen zweifelhaften Tendenzen, so ist klar zu betonen dass wenn sich eine Diskussion um den VgT dreht dies auch auf die jeweilige Sektion bezogen sein muss.
Ergänzung:
Ich wünsche mir einen bewusst kritischeren Umgang mit Organisationen wie dem schweizerischen VgT aus obengenannten Gründen. Auch wenn da und dort gemeinsame Nenner bestehen mögen hinsichtlich der Sache zugunsten der Tiere, so ist eine Zusammenarbeit mit Exponenten dieser Szene welche die antisemitischen Ergüsse von Erwin Kessler mitportieren äusserst befremdlich, genauso wie es mit allen anderen Rechtsradikalen wäre die sich vielleicht auch mal für Tiere einsetzen mögen.
Danke für all die guten Argumente!
Ich bin sehr froh, dass ich über diese Seite gestolpert bin.
Ausserdem interessiere ich mich zur Zeit sehr für Veganismus. Ich habe aber ein Problem: Ich bin schon seit etwa
7 Jahren Vegetarierin (jetzt bin ich 16) und möchte eigentlich Veganerin werden, da, wie ihr ganz richtig sagt, vegan logisch ist. Erst in letzter Zeit ist mir aber bewusst geworden, dass auch die Kühe und Hühner leiden müsse. Ich weiss gar nicht, wieso ich mir das nicht früher überlegt habe! Und es widert mich auch an, nur daran zu denken, wie MIlch/Eier/Käse eigentlich ‘hergestellt’ werden.
Aber zurück zu meinem Problem: Ich bin zwar schon fast mein halbes Leben lang Vegetarierin. Ich habe mich dafür entschieden, weil ich den Geschmack von Fleisch nicht mochte. Am widerlichsten fand (und finde) ich den Gestank von gebratenem Speck. Ausserdem hasste ich die Konsistenz von Fleisc.h Ich fand es immer sehr zäh und musste meines Erachtens immer viel zu viel kauen bevor ich schlucken konnte. Am Anfang wurde ich gezwungen immer ein Stück Fleisch zu essen, was jeweils mit Tränen endete und ich sass eine halbe Stunde am Tisch vor dieser Leiche und wollte und konnte es einfach nicht essen. Seitdem sind eben etwa sieben Jahre vergangen. Es viel mir gar nie richtig auf. Ich ass einfach kein Fleisch, mir fehlte nie etwas. Ich muss vielleicht noch anfügen, dass ich die einzige in meiner ganzen Familie und Verwandtschaft und Freundeskreis (ausser eine) die kein Fleisch isst.
Das unlogische ist, dass trotzdem alle dagegen sind, wenn ich sage, dass ich mir überlege vegan zu lebe. Es sei ‘extrem/ungesund/unnatürlich/unmachbar’ etc. Und auch wenn ich viele, sehr viele gute Argumente habe, lassen es meine Eltern nicht zu. Ich sei auch ‘viel zu eingeschränkt’. Und vom ganzen ‘Protein/Eisenmangel’ abgesehen…
Ich weiss nicht, was ich tun kann, um sie zu überzeugen. Soll ich ihnen einfach alle Links schicken, die ich mir angesehen habe? Da ist aber das Problem, dass sie immer sagen ‘du sollst nicht alles glauben’.
Also, gibt es irgendeine Fachstelle, wo wir hinkönnten? Oder sonst irgendetwas in der Ostschweiz? Ich glaube, sie möchten einfach gerne mit langjährigen, gesunden, normalen Veganern reden möchten, damit sie sehen, dass es machbar ist.
Falls jemand sonst irgendeinen Tipp hat, wäre ich sehr dankbar.
Hallo zusammen!
Erstmal vielen Dank für eure grosse Arbeit und euer Engagement. Die Podcasts und im allegemeinen die Site gefallen mir sehr gut und unterstützen mich sehr auf meinem Weg.
Bei dieser Episode störten mich eure abschätzigen Bemerkungen bezüglich den Rauchern. Die Art und Weise, wie ihr da über "schwächen" von anderen sprecht und Veganer als "starke Supermänner" beschreibt hat mich etwas befremdet. Als ehemaliger Raucher kann ich sagen, dass das Rauchen eine sehr perfide Sucht ist und daher nicht unbedingt ein Zeichen von Schwäche. Ich finde es auch unsympathisch, von Veganern als unglaublich willensstarken Energiebolzen, die über den Dingen stehen zu sprechen. Wir sind alle Menschen mit Stärken und Schwächen und sollten uns in unseren Stärken unterstützen und uns unsere Schwächen nachsehen…
Herzliche Grüsse