Listerien in geräucherten Forellen

26.11.2007 | 8 Kommentare

Das Bundesamt für Gesundheit hat am 24. November eine öffentliche Warnung erteilt:

In geräucherten Forellenfilets aus einem Kleinbetrieb im Kanton Freiburg wurden krankheitserregende Bakterien der Art Listeria monocytogenes nachgewiesen. Beim Verzehr dieses Produkts besteht eine Gefährdung der Gesundheit. Die betroffenen kantonalen Laboratorien haben sofort die nötigen Schritte eingeleitet, damit diese Produkte vom Markt entfernt werden. Trotzdem muss davon ausgegangen werden, dass sich die Forellen noch vereinzelt in Privathaushalten befinden.

Mehr Info zu Listerien und in welchen meist tierischen Lebensmitteln diese zu finden sind:

Wo kommen Listerien vor?

Listerien sind in der Umwelt nahezu weltweit verbreitet. Etwa 1 bis 10% der Menschen sollen Träger von L. monocytogenes im Darm sein und scheiden die Erreger im Stuhl aus. Dasselbe gilt für viele Säugetierarten (Wild- und Haustiere), Vögel oder Kaltblüter. Tierische und pflanzliche Produkte können daher sowohl über Fäkalien wie auch über die Umwelt kontaminiert werden.

Welche Lebensmittel können betroffen sein?

Eine Kontamination von Lebensmitteln mit Listerien kann auf verschiedenen Stufen der Gewinnung und Verarbeitung erfolgen. Insbesondere Lebensmittel tierischer Herkunft wie rohes Fleisch und rohe Milch können z. B. beim Schlachten oder Melken kontaminiert werden und damit auch Produkte aus rohem Fleisch und Rohmilch. Beim Erhitzen, z. B. bei der Wärmebehandlung von Milch (u. a. Pasteurisierung), werden Listerien abgetötet.

Eine nachträgliche Kontamination tierischer, aber auch pflanzlicher Lebensmittel kann durch mangelnde Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln bei der Produktion erfolgen, z. B. durch unzureichende Personalhygiene (Hände!), unsaubere Maschinenteile und Gerätschaften

Besonders betroffene Lebensmittel sind:

  • An- und aufgeschnittene (Brüh-)Wurst, Wurst- und Fleischpasteten
  • Kurz bzw. schnell gereifte Rohwurstsorten (z.B. Zwiebelmettwurst, Teewurst)
  • Rohes Fleisch (Tartar), speziell Hühnerfleisch
  • Rohe (unpasteurisierte) Milch und daraus hergestellte Produkte (z. B. Rohmilchkäse)
  • Weichkäse (vorwiegend Käse mit Rotschmierebildung) wie z. B. Romadur, außerdem Roquefort (vor allem die Rinde durch nachträgliche Kontamination)
  • Sauermilch-, Schafs- und Ziegenkäse
  • Räucherfisch
  • Muscheln und andere Meeresfrüchte
  • Grüner, schlecht gewaschener Salat
  • Verpackte, geschnittene Mischsalate
  • Speiseeis mit Zusatz von frischen Früchten

Quelle

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Kategorie: Essen, Gesundheit, vegan.ch - Archiv

Kommentare (8)

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  1. Himbeere sagt:

    was soll dieser artikel auf der vegan seite??

  2. Himbeere sagt:

    löschen!

  3. Mladen sagt:

    Nun ja, statt es gleich zu löschen wäre noch ein Kommentar dazu seitens von vegan.ch angebracht gewesen. Denn so wie es dasteht scheint es, als wäre der Text 1:1 von der Bundes-Homepage übernommen worden. Und dass er als Diskussionsgrundlage dienen soll leuchtet anscheinend auch nicht allen gleich ein, falls dies denn so gedacht war ursprünglich.

  4. Himbeere sagt:

    mladen,wie meinst du?es is ja noch hier,und vegan.ch schreibt nichts dazu(was ich schade finde). Bin nämlich wirklich der Meinung, dass das da hier nichts verloren hat

  5. Rafael sagt:

    Dieser Beitrag ist gedacht um darauf aufmerksam zu machen, dass es natürlich auch in der Schweiz “Lebensmittelvergiftungen” gibt und diese praktisch immer auf die Tierindustrie zurückzuführen sind. Tierprodukte wie auch pflanzliche Lebensmittel werden öfter als man denkt mit gesundheitsgefährdenden Erregern kontaminiert, die meist von den Fäkalien der Tiere stammen. Der Konsum von Tierprodukten und somit die Unterstützung der Tierindustrie ist also auch völlig unverantwortungsvoll gegenüber der Erhaltung der gesellschaftlichen Gesundheit. Wenn sich vermehrt Leute diesem Risiko bewusst werden, wird es hoffentlich auch zu weiterem Nachfragen und -denken führen.

  6. Himbeere sagt:

    ja.aber diese leute werden wahrscheinlich nicht auf vegan.ch kommen…

  7. Rafael sagt:

    Unsere Online-Umfrage im August ergab, dass über 20 “Interessierte Fleischesser/innen” vegan.ch besuchen. Diese Zahl wird sich mittlerweilen hoffentlich erhalten, wenn nicht sogar erhöht haben. Es ist unsere Absicht diese Leute zu informieren und zum Denken anzuregen.

  8. Mladen sagt:

    Bin einverstanden mit der Antwort dazu, jedoch sehe ich es nach wie vor so, dass der Auszug aus der Bundesseite hätte kommentiert werden sollen um ihn nicht ohne einen Kontext im Raume stehenzulassen.

    Gerade deswegen nicht da es sich hier ja um eine Homepage handelt die den Veganismus als Thema hat.

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