Der Cervelat stirbt aus
Nachrichten und Beiträge in den Medien wegen den Cervelats machen ja momentan die Runde weil anscheinend die Tier-Därme die dafür verwendet werden nicht mehr eingeführt werden können. Bisher dafür importiert wurden die Därme von brasilianischen Cebu-Rindern. Weil die Brasilianer kanadische Rinder zur Zucht importiert hatten und in Kanada bereits einmal die Rinderseuche ausgebrochen ist, gilt Brasilien seit 2006 nicht als BSE-frei (obwohl die Seuche dort nie ausgebrochen ist). Das Ganze ist zudem aus verschiedenen weiteren Gründen vollkommen abstrus:
- weil tote Tiere in die Eingeweide von anderen Tieren abzufüllen pervers ist
- etwas aus einem Darm zu essen wo vorher noch Verdautes (=Scheisse) drinn war befremdend ist
- der Name von dem Hirn (‘cerveau’) welches darunter gemischt wurde stammt
- 25 000 Tonnen Fleisch und unvorstellbare 15 bis 20 Millionen Meter Rinderdarm dafür jährlich benötigt werden
- der Darm bisher zu 80 Prozent aus Grossfarmen in Brasilien stammt und somit direkt zur Vernichtung von tropischen Regenwald beiträgt
- der Cervelat die Schweiz Mitte des 19. Jahrhunderts gesellschaftlich verändert hat, denn plötzlich konnten sich auch die Armen Fleisch leisten
- für die gesamte Fleischbranche wichtige wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel stehen falls es für die Euro keine anzubieten gäbe wie Balz Horber, Direktor des Schweizer Fleisch-Fachverbandes SFF schwafelt
- Alternativen auf ‘künstlicher’ Basis getestet werden, z.B. Kollagen welches wiederum aus Rinder-Bindegewebe besteht
und dabei es doch schon länger die feine, knackige und vegane Alternative von Vegi-Service gibt (siehe die ‘Knacker’ unten, welche sich ideal zum braten, sieden, grillen, oder als Wurstsalat eignen)
Kategorie: in den Medien, Stammtische, vegan.ch - Archiv






Ihr habt das gelesen?Wir war es zu abartig.. Hab nur heute morgen die Überschrift gelesen: “darmjäger retten servelats”–ist echt abartig-
Echt derb wenn gewisse “Zeitungen” dieses Thema als Titelstory nehmen.
Auf der ganzen Welt verhungern Millionen von Menschen während sich Leute hierzulande Gedanken darüber machen mit welchen Därmen ihre Lieblingswurst umgeben ist.
Auf solche Menschen kann unser Planet getrost verzichten, fehlen würde ihm dabei absolut nichts!
hihi, vielleicht wird auch noch Raclette und Fondue wegen BSE verboten, smile
und wovon ernähren sich die Schweizer dann, grins??
Dies ist keineswegs abartig, andere Menschen für Ihre Essgewohnheiten zu beleidigen ist abartig. Ausserdem schon mal daran gedacht wo euer Sojascheiss herkommt. In der Schweiz hat es dafür keinen Platz, also muss er mit erheblichen co2 emissionen importiert werden.
Das meiste Soja wird leider für Tiernahrung verwendet statt dass sich damit Menschen ernähren, das ist einer der Hauptgründe für die Armut und den Hunger auf unserem Planeten.
Hallo,
Bio Soja wird im Tessin angebaut und zu Tofu verarbeitet, der Post weg geht wohl mit dem Zug.
Soja wirt auch nahe dem Rein auf der Deutschen Seite angebaut und dort zu Soja Drink, Tofu und so weiter verarbeitet.
Das nur zur Info.
Thomas, an Deinen Angabe zu zweifeln besteht absolut kein Grund. Ich wollte bloss aufzeigen für welchen Irrsinn riesige Flächen unserer Erde verschwendet werden, wenn nämlich Soja oder anderes Getreide dazu angebaut wird um damit Tiere zu füttern welche danach ermordet werden.
Im Vergleich dazu ist der Anteil der weltweiten Sojaernte welcher in direkter Form für Lebensmittel verwendet wird verschwindend klein.
Hallo Mladen,
ich wollte Peter nur zeigen das unser Soja…, auch in der Schweiz Hergestellt wird und so weniger co2 produziert, als der Umweg über das Tier.
ich denke das Problem liegt eher im Geld, wir müssten ein anderes Punkte System haben, den das Konzept wie es heute betrieben wird hat mehrere schlechte Punkte als gute.
Das habe ich soweit schon auch kapiert
Ich sehe aber das globale Desaster welches durch Monokulturen NUR für Viehfutter mit Soja oder Mais verursacht wird als viel tragischer an, nebst der total unnützen Vergeudung dieser Ressourcen.