Ein schlechtes Gefühl

10.03.2008 | 3 Kommentare

Gibt es eigentlich jemanden der beim Gedanken daran,

dass Tiere in Lastwagen, gewaltsam eingeladen, meist hungrig, auf engem, unbekanntem Raum während Stunden oder Tage eingepfercht, quer durch das Land gefahren werden, im lauten, kalten Verkehr, dann im Schlachthof verladen, durstig, müde, hungrig, verstört, in stiller Panik anstehen müssen um trist und kaltblütig emotionslos betäubt und bis zum Tod ausgeblutet zu werden,

und dabei nicht ein schlechtes Gefühl hat?

Wie und wem erklären wir diese grausame und unnötige Geschichte ohne jemals mit einem Happy-End und ohne eine faire Chance für das einzelne Tier? Keinem Kind ist diese Geschichte, welche tausend-, ja millionenfach täglich stattfindet, zuzumuten!

Weshalb sind wir mit der Fähigkeit ausgestattet worden dies auszublenden? Auch das Eier-legende Huhn und die Milchkuh erleiden diese undankbare und unwürdige Prozedur und werden genauso zum Schlachthof gekarrt. Dies ist in der Niederträchtigkeit durchaus mit den armen Tieren welche nur ihres Fleisches wegen ermordet werden vergleichbar.

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Kategorie: Ethik, vegan.ch - Archiv

Kommentare (3)

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  1. Himbeere sagt:

    ich verstehs auch nicht.. herzlose und gefühlslose menschen

  2. Mladen sagt:

    Trotz des eigentlich vorhandenen Wissens um diese elemenarsten Missstände unserer heutigen Gesellschaft werden die Menschen geradezu dahin erzogen sie als einen Teil des Systems zu akzeptieren. Sozusagen wie ein Tabu an dem nicht gerüttelt werden darf.

    Und als ein 10-jähriger Secondo in Zürich welcher Tiere liebte sich entschloss seine Freunde fortan nicht mehr zu essen, erntete er damit ein fast ungläubiges Unverständnis weitherum.

    Weil ja tote Tiere täglich überall keine Eigennamen haben sondern Poulet, Rind, und Lamm heissen bleiben sie auch anonym. So in einer grossen Masse von Artgenossen versteckt lässt sich mit ihnen prima als Ware umgehen.

    Ausser Knut. Und Flocke. Und wie all die (Noch)-Kuschelteddys immer heissen mögen bevor sie zu den Raubtieren heranwachsen die danach niemand mehr knuddeln möchte.

    Fast jedes Kind wird weiterhin am “Güggeli” knabbern, doch darf es keinesfalls einen Bezug zu dem Tier gehabt haben bevor es im Ofen landet.

    Nur Eigenverantwortung und selbständiges Denken führt Menschen dazu sich der zahlreichen Ungerechtigkeiten bewusst zu werden und ihr Handeln bzw. ihren Konsum demnach auszurichten.

    Auf der anderen Seite gibt es das reaktionäre, bürgerlich-konservative Denken welches die Misshandlung und den Mord an Tieren als status quo ansieht. Miteinbezogen darin ist der Schweizerische Tierschutz dessen vorrangige Interessen darin zu bestehen scheinen, dass es die Tiere bis zu ihrer Ermordung möglichst “schön” haben sollen. Dies jedoch nach den Massstäben des STS welcher bezogen auf die Interessen der Tiere durch und durch inkonsequent ist.

    Also werden weiterhin Massentransporte von Tieren stattfinden die das Pech haben nicht Knut oder Flocke zu heissen, denn nur wenn sie sich in einer homogenen Masse befinden kann ihnen für den einfachen Verstand des/der Durschnittskonsumenten/in die Indentität entzogen werden.
    So wird aus einem Huhn ein Poulet und aus einer Kuh ein Rindsfilet.

    Dies ist im Film “Peaceable Kingdom” hervorragend dargestellt. Während in den Trümmern einer durch einen Sturm zerstörten Fabrikhalle für Hühner die Schlächter die lebenden Tiere mit dem Schaufelbagger in eine riesige Mulde kippen, machen sich ganz in der Nähe TierretterInnen daran möglichst viele der Hühner in ihre Autos zu verfrachten.
    Jede Person trägt jeweils ein einzelnes Huhn davon und rettet es somit vor einem elenden Leben oder dem baldigen Tod in der Müllverbrennung.

    Nur schon die Behandlung der Hühner durch die TierretterInnen muss jeder gefühlsbegabten Person einleuchtend klar machen wie sehr JEDES Huhn ein Idividuum ist und somit auch das Leben jedes einzelnen Huhnes etwas einmaliges ist.

    Allein die Industrialisierung des Essens in allen Formen und somit auch seine sehr leichte Erhältlichkeit und Verfügbarkeit, insbesondere diejenige welche auf der Ausbeutung und Ermordung unserer Mitgeschöpfe beruht, ermöglicht es den Menschen die Prozesse die zur Entstehung unumgänglich sind auf bewusste oder unbewusste Art zu verdrängen.

  3. klaus sagt:

    was mir noch sehr wichtig erscheint: man muss tiere nicht einmal unbedingt lieben, man muss sie schlicht und einfach respektieren. Das reicht bereits, um vegan zu leben.

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