Käse und Schweinemast

17.03.2008 | 14 Kommentare

20.7 Kilogramm Käse wurden 2007 durchschnittlich pro Kopf in der Schweiz gegessen (SBV).

Was ist nur diese Fixation auf den Käse die auch so viele Vegetarier davon abhalten vegan zu werden? Was ist es an diesem ranzigen Stück Fett (Fettgehalt Käse meist +50%) und vermodernder Kuhmilch welches anscheinend so abhängig macht?

Vegetarier Achtung: Bei der Herstellung von Käse fällt eine Menge Nebenprodukt (sog. Schotte) an welches als wichtige Futter-Grundlage für die Mast von Schweinen verwendet wird.

Dies ist ein weiteres Beispiel wie der Konsum von Milchprodukten direkt mit der Fleischindustrie zusammenhängt. Auch Käse- Esser & Esserinnen tragen somit direkte Verantwortung für die Fleischproduktion (auch wenn sie selbst kein Fleisch essen).

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Hier ein eindrückliches Beispiel aus dem Bio-Bereich wie die Herstellung von ‘Bio-Mozzarella’ direkt mit der tierquälerischen Schweinehaltung nebenan verknüpft ist.

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Kategorie: Essen, Ethik, vegan.ch - Archiv

Kommentare (14)

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  1. black sheep sagt:

    Ganz zu schweigen von Lab (aus dem Magen vom Kalb), das für viele Hartkäsesorten verwendet wird.

    Allerdings muss ich gestehen, dass Käse auch für mich das einzige Nahrungsmittel ist, dass ich als Veganer manchmal vermisse. Aber das liegt wohl auch daran, dass wir Schweizer eine sehr grosse Käsetradition haben und es hier sehr viele Gerichte gibt, die Käse beinhalten.

  2. Himbeere sagt:

    ich empfehle dir den no muh käse von vegusto,,hatte ebenfallslust auf käse,und der schmeckt wirklich danach=)nur leider etwas teuer

  3. hareigev sagt:

    Wenn die Schweinemast ein Minimum an Sinn machen soll, dann muss man den Schweinen Abfaelle verfuettern. Es ist abartig genug, dass das bei Resten von Restaurants etc. aufgrund von EU-Buerokraten nicht mehr erlaubt ist. Da die Schweinemaester jedoch notfalls auf keine Abartigkeit verzichten wuerden, wuerde nicht ein Schwein weniger gemaestet, wenn die Milchabfaelle nicht mehr verfuettert wuerden. Ob als Rohstoff fuer die Schweinemast Soja aus den Tropen oder Milchabfall aus Schweizer Gras besser ist, sei mal dahingestellt.

  4. Himbeere sagt:

    und schweinemast macht keinen sinn. bitte haregeiv, geh weg, du nervst echt.

  5. hareigev sagt:

    Liebe Himbeere, als Argument ueberzeugt mich “Schweinemast macht keinen Sinn, weil Schweinemast keinen Sinn macht” irgendwie nicht. (Schweinemast macht im heutigen Ausmass keinen Sinn, weil es nicht soviele Abfaelle gibt.)
    Aber dass ich Dich nerve tut mir teilweise dennoch Leid. (Ist kein Aprilscherz.)
    Wenn Dich aber schon allein die Aussage, dass nicht nur Veganer ethisch denken koennen und Veganer ihrerseits auch ihre Fehler haben, nervt, dann nerve ich halt. Siehst Du in Deiner Familie und Deinen omnivoren Freunden etwa nur oder mehr und mehr moerderische Unmenschen? Mitmenschen verteufeln ist naemlich auch nicht vegan.

    P.S.: “bitte haregeiv, geh weg”…So lieb gefragt mit soviel Hä?-Charme kann ich die Bitte fast gar nicht abschlagen. Eine kleine Gegenbitte habe ich aber: Bitte liebe Himbeere, werde erwachsen. Dann siehst Du, da Du ein kluges Kind bist, dass es nicht nur schwarz und weiss gibt und Omnis nicht zwingend schlechte Menschen sind und Veganer nicht zwingend gute.

  6. Mladen sagt:

    So, und als nächstes wird hier wohl noch erklärt werden die Erde sei eine Scheibe, gell?
    Die aufgeführten Argumente sind sowas von derb, zynisch und befürworten unverhohlen die Ausbeutung von Tieren-definitiv der Tiefflieger der Woche!

  7. Himbeere sagt:

    mladen, da kann ich nur meine volle zustimmung geben ..

    und wie ich schonmal erwähnte. bei vegan/omnis gibts bei mir nur schwarz weiss. wieso gehst du nich inen veggie forum. dort sind deinesgleichen. und dann sind wir bösen,untoleranten, uneinsichtigen Veganer auch kein problem mehr. ich schreib dir auf jeden Fall nich mehr. is mir zu sinnlos.

  8. hareigev sagt:

    “…veggie forum. dort sind deinesgleichen…” Das stimmt eben dann doch auch wieder nicht so ganz, denn Veggies haben die Tendenz, selber auch mal sorglos ein Batterieei (oder gar Fisch, Gefluegel, Wurst, Gelatine etc.) zu essen oder fuer unnoetige (Zecken-, Grippe-)Impfungen zu verwenden bzw. noch schlimmer: verwenden zu lassen. Insofern bin ich durchaus “extrem” genug, um eher mit diskussionsbereiten Veganern als Vegetariern darueber zu diskutieren, was denn veganer oder am vegansten sei. Mir ist nebenbei bisher noch keiner begegnet, der wirklich alles richtig macht und das Vermeidbare wirklich vermeidet. Es ist allein schon deshalb ein Gebot des Anstandes, andere aufgrund ihrer (allfaelligen) Fehler nicht pauschal zu verurteilen. Im Uebrigen koennen wir gerne diskutieren, ob Honig-Konsum (oder Milch in engen Grenzen) denn ueberhaupt aus tierrechtlichn Gruenden in Anbetracht des heutigen Zustandes der Gesellschaft ein Fehler ist, oder die Graeuel nicht sogar eher daempft. ;-)
    Schade eigentlich, dass Du solche Diskussionen nicht magst. :-(

    P.S.: “bösen,untoleranten, uneinsichtigen Veganer auch kein problem mehr.” Ich hab mit denen kein direktes Problem. Die kleinen Beschimpfungen ala “Ich sehe nur Rot vom Blut das an deinen Händen klebt.” stecke ich leicht weg, da ich in juengeren Jahren ja auch sowas augeteilt habe. Schwieriger wird es ueber den indirekten Weg, naemlich wenn man sich gegenueber Omnis rechtfertigen muss, auch (fast) einer von denen zu sein. (Das geschieht z.B. in Restaurants, wenn man ein veganes Essen bestellt oder wenn man Kuchen ablehnt.)
    Veganismus ist leider viel zu oft eine Geisel, mit der man andere leichter beschimpfen kann. Diese Tatsache faellt auch auf mich zurueck, was ich allerdings dann wiklich nicht besonders amuesant finde. Es lenkt den Bick von den tatsaechlich vorhandenen Problemen im Umgang mit Tieren ab und ist ein willkommener Pseudo-Grund fuer Omnis, sich nicht wirklich mit den wahren Problemen zu beschaeftigen.
    Im Uebrigen finde ich es schade, dass Du umgekehrt ein Problem mit mir hast. Das aendert aber nichts daran, dass ich Deine offene Art mag. ;-)

    P.P.S: Gratuliere zur Lehrstelle! ;-)
    P.P.P.S: Nein, P.P.S. war nicht geheuchelt. Sooo boese bin ich naemlich wirklich wieder auch nicht. Hoechstens arrogant, rechthaberisch, besserwisserisch,…Aber auch das stimmt nicht wirklich. Wenn Du mich ueberzeugst, gebe ich meinen Irrtum gerne zu.

  9. MrPlanet sagt:

    Ich möchte gerne wieder zum Thema zurückkehren, denn eigentlich sind die letzten Einträge falsch hier gelandet. Da hätte man besser zum Thema “Toleranz zwischen Veganer, Vegetarier und Fleischessern” eröffnet. Zu diesem Thema werde ich wahrscheinlich bald ein Skypecast eröffnet ;-)

    Nun, weshalb ist es so schwer den Käse wegzulassen? Weil es leider noch kaum Alternativen gibt und dass dann ein Restaurant die Alternative verwenden würde, leider auch noch nicht Zukunft hat. Und wenn es auch so pervers klingen mag, kaum einer daran denkt, dass da Magenbestandteile eines Kalbes drin ist. Ich selbst habe es bis letztes Jahr auch tatsächlich gar nicht gewusst, bis ich von einem Touristenguide als “Nicht-Vegetarier” wegen Käse verurteit wurde. Auch bei Information an meine Familie und Freunden wurde ich ausgelacht und das als Einzelfall abgetan. Doch in der Ausnahme hat es keinen LAB drin. So wird man von der Industrie “verarscht” weil ich immer glaubte, dass alle Zusätze im Produktebeschrieb angegeben werden müssen. :-(

    Ich bemerke oft, dass man in der Regel nach Alternativen sucht und nicht einfach das Produkt links liegen lässt.
    Ein Veganer, der Würstchen isst auch wenn es 100% pflanzlich ist, bringt mich auch zum Schmunzeln. (Ich habe mal die Vleisch-Produkte, Fleischähnliche Produkte auf pflanzlicher Basis probiert, doch das hat mich zu sehr an Fleisch erinnert, dass ich es nicht essen wollte.)
    Butter wird mit Margarine ersetzt, Milch mit Soyamilch, Ei zum Backen mit Soyamehl, Käse mit no-muh Käse, Honig mit künstlichem Honig, Zucker mit Aspartam, Wolle mit synthetischer Wolle oder Baumwolle, natürliche Vitamine durch Vitaminpräparate usw.

    Es ist unglaublich und die Alternativprodukte sind nicht immer besser…

  10. Mladen sagt:

    Ich kann es nicht als gegeben taxieren, dass Produkte jeglicher Art die üblicherweise vom grossen Rest der Menschheit verwendet werden als “normale Basis” angesehen werden von der aus Alternativen gesucht werden.
    Korrekt hingegen finde ich es dass sich Menschen auf Dinge fixieren die sie sich gewohnt sind.
    Wenn nun Hersteller von veganen Produkten versuchen sowohl geschmacklich wie auch optisch möglichst nahe an das “Original” heranzukommen hat das auch für mein Empfinden klare Grenzen.
    Zum Beispiel weiss ich von veganen “Hühnchen” die in Asien hergestellt werden und auch in der Form einem toten Hühnchen nachgebildet sind oder die veganen Fische die wie Fisch aussehen und ebenso riechen.
    Allerspätestens da ziehe ich meine Grenze.
    Jedoch ist die Form einer Wurst auch für pflanzliche Esswaren eine sehr praktische Verpackung, sei es eine Streichwurst oder eine solche die gebraten werden kann.
    Dabei übersehe ich nur zu gerne dass die Hersteller sich speziell bei der Benennung Anleihen machen bei Fleischprodukten.
    Ich bemühe mich auch dies mit viel Humor zu betrachten, ohne aber den Ernst insbesondere bei meinen Grundsätzen in’s Lächerliche zu ziehen.
    Noch zum Punkt mit den “Alternativprodukten”:
    Das Meiste von Dir erwähnte sind Dinge die nicht speziell für vegane Menschen entwickelt wurden, bzw. werden sie unter anderem AUCH von VeganerInnen verwendet. Von künstlichem Honig weiss ich nichts, doch Birnendicksaft ist ein eigenständiges Produkt. Genauso wie auch Baumwolle nicht nur wegen ein paar veganen Hippies ;) angebaut und weiterfabriziert wird.
    Bezüglich der Qualität besonders im Nahrungsmittelbereich stösst es bei mir auf Unverständnis wenn Menschen die vegan sind sich nun Gedanken sich allzu grosse Gedanken über den Geschmack eines veganen Käses. Etwas Käse-ähnliches auf veganer Basis zu erzeugen ist nunmal nicht einfach.
    Doch vor Allem wird keine Person die sich aus wahrer Überzeugung vegan ernährt noch ernsthaft dem Geschmack von richtigem Käse nachweinen, wichtig ist hierbei primär der persönliche Grund weswegen jemand nun vegan geworden ist und woraus die daraus resultierende Einstellung abgeleitet wurde.

  11. wisler sagt:

    Bin sehr froh gibt es euch Veganer, in ein paar Jahrzehnten werden wir Lebensmittel knappheit haben, und alles was ihr nicht esst, bleibt uns mehr. Danke

  12. maro sagt:

    vielleicht sind eher jahre den jahrzehnte ?!

  13. Mladen sagt:

    Wenn die Erde durch die alleinige Schuld der Fleischesser weiterhin so zugrunde gerichtet wird, kann es nur als eine Konsequenz der Vernunft bezeichnet werden dass die Lebensmittel statt damit Tiere zu ernähren die später ermordet werden direkt den Endverbrauchern zukommen.

    Ohne den sinnlosen und bestialischen Weg durch die Mägen unserer zum Tode verurteilten Mitgeschöpfe.

  14. kir sagt:

    no muh käse,viel spass beim essen……die günstige variante wäre dann sagex oder ein stück selbstgestorbeness holz aus dem wald

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