In dem Kulturzentrum in Bremgarten finden am Freitag und Samstag verschiedene Vorträge, Workshops, Filme, Konzerte inklusive veganem Essen statt.
Mehr Informationen dazu gibt es hier:
Warum muss bei diesem Festival gegen Kapitalismus, Nazis etc. demostriert werden?! Das hat rein gar nichts mit Tierrecht zu tun. Weder der Kapitalismus, noch die Nazis sind an der Situation schuld, in der wir uns befinden. Wenn der Staat endlich einmal seine Arbeit machen würde und das Recht auf Leben auch für Tiere gelten würde, dann wäre die Sache erledigt. Ob kapitalistisch oder nicht, sowas gabs noch in keinem Land und. Dass wir im Westen so viel Fleisch verzehren hat wohl kaum etwas mit der kapitalistischen Kultur zu tun, sondern viel mehr mit dem Wohlstand und auf den will ja, zu Recht, niemand verzichten!
Für mich hingegen ist der Miteinbezug von zum Beispiel Antifaschismus und Antikapitalismus bei den Tierrechten etwas vom Elementarsten.
Ausserdem wird explizit im Zusammenhang mit Antifaschismus auf die Verflechtung von Neonazis mit Tierrechten hingewiesen, somit ist es ein direkt an das primäre Thema angekoppelter Bezugspunkt.
Diesen nicht zu vernachlässigen halte ich für eminent wichtig, denn hätte irgendjemand ernsthaft Lust bei einer Tierrechtsdemo neben Faschisten zu laufen?
Auch Faschisten mögen sich gegen die Ausbeutung der Tiere stellen, doch kann eine Solidarisierung mit solchen Gruppen für vernunftbegabte Menschen nicht hinzunehmen sein.
Also geht es dabei nicht darum inwiefern Faschisten schuld an der Ausbeutung der Tiere sind, sondern allein an der Positionierung innerhalb des Spektrums einer Tierrechtsszene die sich eindeutig und unmissverständlich nicht nur von Einflüssen von Faschisten abgrenzt sondern auch einen Gegenpunkt zum bürgerlichen und anpässlerischen Tierschutz darstellt.
Antikapitalismus ist ein extrem wichtiger Punkt wenn es um Tierrechte geht. Zu 100% werden wir uns wohl nie von den Einflüssen der multinationalen Konzerne die sich massgeblich an Hungersnöten und der Ausbeutung der Erde und der Unterdrückung der Menschen schuldig machen lossagen können.
Doch stets das Bestreben zu haben keine Produkte von Firmen wie Nestle, Unilever, deren Partnerfirmen sowie weiterer Multis auf der Einkaufsliste stehen zu haben ist das Mindeste was Menschen die vegan oder vegetarisch leben und auch an den globalen Zusammenhängen der Industrie und Politik mit ihrer eigenen Ernährung interessiert sind tun können.
Mit den Neonazis hast du wohl recht, dazu kann ich nicht wirklich was sagen.
Aber deine antikapitalistische Haltung ist grundlegend falsch. Die Entscheidung, dass du keine Produkte von tierquälenden Firmen kaufen willst beruht ja gerade darauf, dass wir in einem kapitalistischen System leben. Hier hast du die Wahl. Im Sozialismus bleibt dir nichts anderes übrig als das zu nehmen was es halt grad gibt und wenn die Parteichefs sich dann einen Dreck um Tierrechte kümmern hast du noch nicht mal die Wahl schlechten Produkten auszuweichen.
Und sowieso denke ich, dass sich die Tierrechtsbewegung ins Abseits stellt wenn sie noch mit antikapitalistischen Slogans wirbt. Nicht jeder kann sich damit identifizieren und man sollte mal lieber beim eigentlichen Thema bleiben. Nicht nur Hippies und Sozialisten kümmern sich um die Tiere, man muss auch nicht Hippie oder Sozialist sein!
DAS genau ist das Thema und es ist nicht von der Sache der Tiere abspaltbar. Der Kapitalismus ist eine der Hauptursachen für das grosse Leid der Tiere und auch der Ausbeutung der Proletarierklasse und wird auf seine Art auch in sogenannten sozialistischen Ländern praktiziert.
Wenn es im Namen des Profits ohne Rücksicht auf Erde, Mensch und Tier nichts als Verlierer gibt abgesehen von den Bonzen welche sich an der von ihnen verursachten Misere dumm und doof verdienen kann niemand die enge Verknüpfung zwischen den Aspekten Kapitalismus und Tierausbeutung übersehen.
Lieber laufe ich noch kilometerweit um mir irgendwo korrekt gehandelte Bananen zu holen als mir welche zu kaufen auf denen Chiquita steht, dasselbe gilt für Nestle, Unilever, Barilla, Del Monte und unzähligen weiteren unsere Erde ausbeutenden Konzernen.
Du hast mich nicht richtig verstanden Mladen.. Wenn du kilometerweit laufen kannst, um dir Bananen zu holen, an denen kein Blut klebt, dann hast du das dem Kapitalismus zu verdanken. Letztendlich steht auch hinter dieser Idee der Profit. Irgendwer ist Mal auf die Idee gekommen, dass es Leute gibt, die für korrekt gehandelte, biologische Waren bereit sind mehr zu bezahlen und jetzt schlägt dieser jemand einen Profit daraus.
Letztendlich können nur wir selbst eine Änderung hervorrufen, indem wir die Produkte meiden, für die Tiere getötet werden. Sei froh, dass diese Möglichkeit besteht, an vielen Orten können die Menschen das nicht mal.
Das wirklich erstrebenswerte Ideal welches aber weitab von unserer Realität momentan liegt wäre ja die unabhängige Selbstversorgung, dies war ja einer der Grundpfeiler der ursprünglichen Idee der israelischen Kibbutzim.
Da jedoch alles zuerst irgendwo auf der Welt angebaut wird und bis zu den KonsumentInnen noch eine ganze Reihe an Händlern ebenfalls was dazuverdienen ergibt sich dieser Kreislauf des Verderbens.
Ich sah 1996 in Bulgarien Lebensmittelläden die mehrere bekannte Marken von Brotaufstrichen aus Deutschland und den USA führten, allerdings zu horrenden Preisen angesichts der nicht eben rosigen Wirtschaftslage dieses Landes.
Daneben existiert auch ein einheimisches Produkt welches sich die Mehrheit der dortigen Bevölkerung leisten könnte aber nicht in den Luxusläden im Sortiment steht.
Wenn nun die Arbeiterklasse global direkt bei den Bauern auf dem Markt ihre Einkäufe tätigen könnte, wären die grossen Konzerne bald brotlos, denn eine Unzahl der Dinge die von ihnen hergestellt werden sind entweder verzichtbar oder werden auch von jeweils einheimischen Betrieben hergestellt.
Es gibt meine Cornflakes auch von der eigenen Marke des Supermarktes, also muss ich nie zu Kelloggs greifen. Die multinationalen Lebensmittelkonzerne zu boykottieren ist für mich genauso normal und selbstverständlich wie Atmen.
Den Kapitalismus werde ich dadurch nicht aus der Welt schaffen können, aber schauen dass mein Konsum möglichst wenig Schaden anrichtet das kann ich. Auch bei den lokalen Supermärkten hocken fette und unnütze Sesselfurzer welche ihr Personal gnadenlos ausbeuten und sich an dessen Fronarbeit schamlos bereichern.
Die kleinen Quartierläden ohne ein landesweites Filialnetz sind zu unterstützen, doch leider kann ich meinerseits nicht mal sagen wo es bei mir in der Nähe noch sowas gibt. Die meisten wurden mit Sicherheit von den Grossketten in Grund und Boden gewirtschaftet. So sehe ich es als das Mindestmögliche an wenn ich schon mein Geld zu einem Grossverteiler bringe es dort auf keinen Fall in Produkte von den grossen Multis zu stecken.
Das ist ganz grob und oberflächlich erklärt meine Kritik am System welches darauf beruht dass die arbeitende Klasse ganz tief unten durch muss und dabei meist nicht peilt dass es Alternativen gibt welche wiederum dem Proletariat in fernen Ländern zugute kämen.
Und wenn ich in meinem Leben nie Bananen probiert hätte würde ich diese köstlichen Früchte auch nicht vermissen können bzw. müsste auch ihr Import hierher nicht kritisiert werden sowohl aus Umweltgründen wie auch aus Solidarität mit dem unterbezahlten Plantagenpersonal.
Um es nochmals zu verdeutlichen, mir geht es vor allen Dingen darum WER mein durch Arbeit erworbenes Geld (im Unterschied zu der herrschenden Klasse welche ihr Einkommen allein aus der Ausbeutung der ArbeiterInnen bezieht) erhält.
Den Idealfall werde ich hierzulande nie zu erreichen imstande sein, versuche bloss den angerichteten Schaden so minim als möglich zu halten.
Ich verstehe was du meinst und stimme mit dir völlig überein. Mir ist es aber noch immer schleierhaft warum bei einer Tierrechtsdemo immer auch Anti-Kapitalismus Fahnen dabei sind. Es ist nicht das kapitalistische System an sich, das die Ausbeutung von Tier und Mensch verursacht, sondern es sind profitgierige Menschen in hohen politischen Position, die ihrer Pflicht nicht nachkommen. Diese gibt es in jedem System, ob kapitalistisch, sozialistisch oder theokratisch.
Der Staat hat die Pflicht das Leben zu schützen und die Grundrechte zu garantieren, nicht die Wirtschaft. Mord, Ausbeutung und Gewalt sind Delikte die strafrechtlich verfolgt werden müssten, nur geschieht das nicht. Die Wirtschaft hat nicht die Aufgabe über Ethik usw. zu entscheiden, dafür ist die Politik zuständig. Sie muss Systeme schaffen, mit denen man die Regeln durchsetzen kann, denn der Mensch tendiert immer dazu für seinen eigenen Vorteil anderen Schaden zuzufügen.
Ich sehe den Grund für die Misere nicht in unserer Wirtschaftsorganisation, sondern in den politischen Organen, die sich ihrer Verantwortung und vor allem ihrer Pflicht überhaupt nicht bewusst sind.
Doch schlussendlich sind die PolitikerInnen die Marionetten der Wirtschaft, da ja besonders in ebendieser Richtung die grösste Abhängigkeit besteht.
Die wahre Macht liegt bei der besitzenden Klasse die es durch ihre materielle Überlegenheit in der Hand hat direkt über ihre Geschäftsdoktrin oder indirekt über die Politik die Geschicke eines Landes zu steuern.
Durch solche Verflechtungen geraten genau die Leute an die Spitzen in der Politik die den Interessen der Wirtschaft dienen, was dazu führt dass die Armen immer ärmer, die Reichen noch reicher werden und die Tiere letzten Endes ganz unten durch müssen bzw. sie bloss noch als zu vermarktende Ziffern als Stückzahlen in den Bilanzen der Industrie vermerkt werden statt als zu respektierende und zu achtende Lebewesen.
Genau das ist leider die Tatsache, der wir entgegnen müssen! Der Fehler liegt in der Politik und nicht am Wirtschaftssystem. Es ist natürlich, dass jeder Mensch nach seinem persönlichen Fortschritt strebt, also ein erfolgreicher Unternehmer in der Politik seine Interessen durchsetzen will. Dagegen kann wohl niemand etwas unternehmen, auch nicht mit Parolen wie smash capitalism, so gut sie auch gemeint sein mögen. Dieser “Kreuzzug” ist etwa so sinnlos wie die Bemühungen der Kirche gegen Sex vor der Ehe, da sie gegen alle “Regeln” der menschlichen Natur verstossen.
Wenn etwas für das Tierwohl getan werden soll, dann bringt es doch nichts den Kapitalismus zu verfluchen. Viel eher müssten wir die feigen Politiker endlich einmal zur Rede stellen. So lange der Vorsteher des BVET über die Immunokastration sagt, dass es eine tiergerechte Methode sei, ist etwas fundamental falsch in seinem Bundesamt. (http://bvet.kaywa.ch/de/)
War ein toller Anlass, geriet angesichts der hohen BesucherInnenzahl vielleicht etwas aus den Fugen aber allemal besser als wenn sich da nur ein paar Nasen zusammengefunden hätten
Warum muss bei diesem Festival gegen Kapitalismus, Nazis etc. demostriert werden?! Das hat rein gar nichts mit Tierrecht zu tun. Weder der Kapitalismus, noch die Nazis sind an der Situation schuld, in der wir uns befinden. Wenn der Staat endlich einmal seine Arbeit machen würde und das Recht auf Leben auch für Tiere gelten würde, dann wäre die Sache erledigt. Ob kapitalistisch oder nicht, sowas gabs noch in keinem Land und. Dass wir im Westen so viel Fleisch verzehren hat wohl kaum etwas mit der kapitalistischen Kultur zu tun, sondern viel mehr mit dem Wohlstand und auf den will ja, zu Recht, niemand verzichten!
Für mich hingegen ist der Miteinbezug von zum Beispiel Antifaschismus und Antikapitalismus bei den Tierrechten etwas vom Elementarsten.
Ausserdem wird explizit im Zusammenhang mit Antifaschismus auf die Verflechtung von Neonazis mit Tierrechten hingewiesen, somit ist es ein direkt an das primäre Thema angekoppelter Bezugspunkt.
Diesen nicht zu vernachlässigen halte ich für eminent wichtig, denn hätte irgendjemand ernsthaft Lust bei einer Tierrechtsdemo neben Faschisten zu laufen?
Auch Faschisten mögen sich gegen die Ausbeutung der Tiere stellen, doch kann eine Solidarisierung mit solchen Gruppen für vernunftbegabte Menschen nicht hinzunehmen sein.
Also geht es dabei nicht darum inwiefern Faschisten schuld an der Ausbeutung der Tiere sind, sondern allein an der Positionierung innerhalb des Spektrums einer Tierrechtsszene die sich eindeutig und unmissverständlich nicht nur von Einflüssen von Faschisten abgrenzt sondern auch einen Gegenpunkt zum bürgerlichen und anpässlerischen Tierschutz darstellt.
Antikapitalismus ist ein extrem wichtiger Punkt wenn es um Tierrechte geht. Zu 100% werden wir uns wohl nie von den Einflüssen der multinationalen Konzerne die sich massgeblich an Hungersnöten und der Ausbeutung der Erde und der Unterdrückung der Menschen schuldig machen lossagen können.
Doch stets das Bestreben zu haben keine Produkte von Firmen wie Nestle, Unilever, deren Partnerfirmen sowie weiterer Multis auf der Einkaufsliste stehen zu haben ist das Mindeste was Menschen die vegan oder vegetarisch leben und auch an den globalen Zusammenhängen der Industrie und Politik mit ihrer eigenen Ernährung interessiert sind tun können.
Mit den Neonazis hast du wohl recht, dazu kann ich nicht wirklich was sagen.
Aber deine antikapitalistische Haltung ist grundlegend falsch. Die Entscheidung, dass du keine Produkte von tierquälenden Firmen kaufen willst beruht ja gerade darauf, dass wir in einem kapitalistischen System leben. Hier hast du die Wahl. Im Sozialismus bleibt dir nichts anderes übrig als das zu nehmen was es halt grad gibt und wenn die Parteichefs sich dann einen Dreck um Tierrechte kümmern hast du noch nicht mal die Wahl schlechten Produkten auszuweichen.
Und sowieso denke ich, dass sich die Tierrechtsbewegung ins Abseits stellt wenn sie noch mit antikapitalistischen Slogans wirbt. Nicht jeder kann sich damit identifizieren und man sollte mal lieber beim eigentlichen Thema bleiben. Nicht nur Hippies und Sozialisten kümmern sich um die Tiere, man muss auch nicht Hippie oder Sozialist sein!
DAS genau ist das Thema und es ist nicht von der Sache der Tiere abspaltbar. Der Kapitalismus ist eine der Hauptursachen für das grosse Leid der Tiere und auch der Ausbeutung der Proletarierklasse und wird auf seine Art auch in sogenannten sozialistischen Ländern praktiziert.
Wenn es im Namen des Profits ohne Rücksicht auf Erde, Mensch und Tier nichts als Verlierer gibt abgesehen von den Bonzen welche sich an der von ihnen verursachten Misere dumm und doof verdienen kann niemand die enge Verknüpfung zwischen den Aspekten Kapitalismus und Tierausbeutung übersehen.
Lieber laufe ich noch kilometerweit um mir irgendwo korrekt gehandelte Bananen zu holen als mir welche zu kaufen auf denen Chiquita steht, dasselbe gilt für Nestle, Unilever, Barilla, Del Monte und unzähligen weiteren unsere Erde ausbeutenden Konzernen.
Du hast mich nicht richtig verstanden Mladen.. Wenn du kilometerweit laufen kannst, um dir Bananen zu holen, an denen kein Blut klebt, dann hast du das dem Kapitalismus zu verdanken. Letztendlich steht auch hinter dieser Idee der Profit. Irgendwer ist Mal auf die Idee gekommen, dass es Leute gibt, die für korrekt gehandelte, biologische Waren bereit sind mehr zu bezahlen und jetzt schlägt dieser jemand einen Profit daraus.
Letztendlich können nur wir selbst eine Änderung hervorrufen, indem wir die Produkte meiden, für die Tiere getötet werden. Sei froh, dass diese Möglichkeit besteht, an vielen Orten können die Menschen das nicht mal.
Das wirklich erstrebenswerte Ideal welches aber weitab von unserer Realität momentan liegt wäre ja die unabhängige Selbstversorgung, dies war ja einer der Grundpfeiler der ursprünglichen Idee der israelischen Kibbutzim.
Da jedoch alles zuerst irgendwo auf der Welt angebaut wird und bis zu den KonsumentInnen noch eine ganze Reihe an Händlern ebenfalls was dazuverdienen ergibt sich dieser Kreislauf des Verderbens.
Ich sah 1996 in Bulgarien Lebensmittelläden die mehrere bekannte Marken von Brotaufstrichen aus Deutschland und den USA führten, allerdings zu horrenden Preisen angesichts der nicht eben rosigen Wirtschaftslage dieses Landes.
Daneben existiert auch ein einheimisches Produkt welches sich die Mehrheit der dortigen Bevölkerung leisten könnte aber nicht in den Luxusläden im Sortiment steht.
Wenn nun die Arbeiterklasse global direkt bei den Bauern auf dem Markt ihre Einkäufe tätigen könnte, wären die grossen Konzerne bald brotlos, denn eine Unzahl der Dinge die von ihnen hergestellt werden sind entweder verzichtbar oder werden auch von jeweils einheimischen Betrieben hergestellt.
Es gibt meine Cornflakes auch von der eigenen Marke des Supermarktes, also muss ich nie zu Kelloggs greifen. Die multinationalen Lebensmittelkonzerne zu boykottieren ist für mich genauso normal und selbstverständlich wie Atmen.
Den Kapitalismus werde ich dadurch nicht aus der Welt schaffen können, aber schauen dass mein Konsum möglichst wenig Schaden anrichtet das kann ich. Auch bei den lokalen Supermärkten hocken fette und unnütze Sesselfurzer welche ihr Personal gnadenlos ausbeuten und sich an dessen Fronarbeit schamlos bereichern.
Die kleinen Quartierläden ohne ein landesweites Filialnetz sind zu unterstützen, doch leider kann ich meinerseits nicht mal sagen wo es bei mir in der Nähe noch sowas gibt. Die meisten wurden mit Sicherheit von den Grossketten in Grund und Boden gewirtschaftet. So sehe ich es als das Mindestmögliche an wenn ich schon mein Geld zu einem Grossverteiler bringe es dort auf keinen Fall in Produkte von den grossen Multis zu stecken.
Das ist ganz grob und oberflächlich erklärt meine Kritik am System welches darauf beruht dass die arbeitende Klasse ganz tief unten durch muss und dabei meist nicht peilt dass es Alternativen gibt welche wiederum dem Proletariat in fernen Ländern zugute kämen.
Und wenn ich in meinem Leben nie Bananen probiert hätte würde ich diese köstlichen Früchte auch nicht vermissen können bzw. müsste auch ihr Import hierher nicht kritisiert werden sowohl aus Umweltgründen wie auch aus Solidarität mit dem unterbezahlten Plantagenpersonal.
Um es nochmals zu verdeutlichen, mir geht es vor allen Dingen darum WER mein durch Arbeit erworbenes Geld (im Unterschied zu der herrschenden Klasse welche ihr Einkommen allein aus der Ausbeutung der ArbeiterInnen bezieht) erhält.
Den Idealfall werde ich hierzulande nie zu erreichen imstande sein, versuche bloss den angerichteten Schaden so minim als möglich zu halten.
Ich verstehe was du meinst und stimme mit dir völlig überein. Mir ist es aber noch immer schleierhaft warum bei einer Tierrechtsdemo immer auch Anti-Kapitalismus Fahnen dabei sind. Es ist nicht das kapitalistische System an sich, das die Ausbeutung von Tier und Mensch verursacht, sondern es sind profitgierige Menschen in hohen politischen Position, die ihrer Pflicht nicht nachkommen. Diese gibt es in jedem System, ob kapitalistisch, sozialistisch oder theokratisch.
Der Staat hat die Pflicht das Leben zu schützen und die Grundrechte zu garantieren, nicht die Wirtschaft. Mord, Ausbeutung und Gewalt sind Delikte die strafrechtlich verfolgt werden müssten, nur geschieht das nicht. Die Wirtschaft hat nicht die Aufgabe über Ethik usw. zu entscheiden, dafür ist die Politik zuständig. Sie muss Systeme schaffen, mit denen man die Regeln durchsetzen kann, denn der Mensch tendiert immer dazu für seinen eigenen Vorteil anderen Schaden zuzufügen.
Ich sehe den Grund für die Misere nicht in unserer Wirtschaftsorganisation, sondern in den politischen Organen, die sich ihrer Verantwortung und vor allem ihrer Pflicht überhaupt nicht bewusst sind.
Doch schlussendlich sind die PolitikerInnen die Marionetten der Wirtschaft, da ja besonders in ebendieser Richtung die grösste Abhängigkeit besteht.
Die wahre Macht liegt bei der besitzenden Klasse die es durch ihre materielle Überlegenheit in der Hand hat direkt über ihre Geschäftsdoktrin oder indirekt über die Politik die Geschicke eines Landes zu steuern.
Durch solche Verflechtungen geraten genau die Leute an die Spitzen in der Politik die den Interessen der Wirtschaft dienen, was dazu führt dass die Armen immer ärmer, die Reichen noch reicher werden und die Tiere letzten Endes ganz unten durch müssen bzw. sie bloss noch als zu vermarktende Ziffern als Stückzahlen in den Bilanzen der Industrie vermerkt werden statt als zu respektierende und zu achtende Lebewesen.
Genau das ist leider die Tatsache, der wir entgegnen müssen! Der Fehler liegt in der Politik und nicht am Wirtschaftssystem. Es ist natürlich, dass jeder Mensch nach seinem persönlichen Fortschritt strebt, also ein erfolgreicher Unternehmer in der Politik seine Interessen durchsetzen will. Dagegen kann wohl niemand etwas unternehmen, auch nicht mit Parolen wie smash capitalism, so gut sie auch gemeint sein mögen. Dieser “Kreuzzug” ist etwa so sinnlos wie die Bemühungen der Kirche gegen Sex vor der Ehe, da sie gegen alle “Regeln” der menschlichen Natur verstossen.
Wenn etwas für das Tierwohl getan werden soll, dann bringt es doch nichts den Kapitalismus zu verfluchen. Viel eher müssten wir die feigen Politiker endlich einmal zur Rede stellen. So lange der Vorsteher des BVET über die Immunokastration sagt, dass es eine tiergerechte Methode sei, ist etwas fundamental falsch in seinem Bundesamt. (http://bvet.kaywa.ch/de/)
Danke übrigens für die gute Diskussion!
Und überhaupt, kommst Du auch an’s Festival?
Nein, wie gesagt gefallen mir solche Dinge nicht. Ich fühle mich am falschen Ort…
War ein toller Anlass, geriet angesichts der hohen BesucherInnenzahl vielleicht etwas aus den Fugen aber allemal besser als wenn sich da nur ein paar Nasen zusammengefunden hätten