Blick Artikel über Veganer

10.07.2008 | 9 Kommentare

Blick Artikel ueber VeganerDie Aufruhr über die Aussagen von Klaus Petrus (siehe vorherigen Post) bringen das Thema Veganismus sogar im Blick gross heraus. In einem 2-seitigen Bericht wird über den ‘irren Professor’ :-) berichtet und ein halbseitiger Beitrag zum Veganismus ist dabei.

Wir solidarisieren uns mit Klaus Petrus und wer unsere Podcasts gehört und Beiträge gelesen hat weiss auch, dass seine Aussagen mehr als zeitgemäss, modern und korrekt sind. Die Boulevard-Presse kann sich noch so über den Veganismus belustigen aber er ist im im Vormarsch und somit auch ein Ende der Nutzung der Tiere für unseren Konsum und Unterhaltung (Abolitionismus). Klaus Petrus ist nur einer von vielen Gelehrten und zukunftsweisenden Persönlichkeiten die diesen Weg aufzeigen.

Folgender Artikel vom Blick (10. Juli, 2008) klärt eigentlich ganz gut über den Veganismus auf, weist aber doch viele der gängigen (und längst widerlegten) Vorurteile auf:

Veganer leben nicht alleine

Beruehmte Veganer

Auch Tiere haben ein Recht auf Leben, Unversehrtheit und Freiheit. Für dieses Grundprinzip verzichtet ein Veganer nicht nur aufs Huhn, sondern auch aufs Ei und weiche Daunenkissen.

«Animal Rights»: Moby komponiert vegane Musik. (AP)»Berner Professor will Haustiere verbieten
Radikal lehnen Veganer tierische Produkte ab – weil ­ihrer Meinung nach Tiere leiden mussten.

So kommt einem Veganer kein Steak, kein Hamburger und kein Güggeli auf den Teller. Aber auch kein Honig, keine Milch, keine Eier, keine Gelatine. Die Veganer begründen ihren Verzicht mit ethi­schen Bedenken.

Vegane Ernährung macht die Nahrungsaufnahme im Alltag nicht eben einfach: Sojamilch und Fleischersatz aus Pilzkulturen mögen schmackhafte Alternativen zu tierischen Produkten sein.

Ob der menschliche Körper damit aber genug Kalzium und wertvolles Eiweiss abbekommt, darüber streiten sich Experten. Trotz allem wirtschaften manche Hersteller ausgewiesen veganer Produkte in ihrer Nische durchaus erfolgreich.

Veganer haben sogar ihren eigenen Feiertag: Der 1. November ist «World Vegan Day». Und sie haben viele prominente Unterstützer: US-Musiker Moby widmete der Bewegung gar eine Platte («Animal Rights», 1996).

Zauberkünstler Uri Geller lädt nur veganes Essen auf seine Löffel, die Schauspieler Joaquin Phoenix und «Dirty Harry» Clint Eastwood spachteln vorzugsweise Tofu.

Apu Nahasapeemapetilon (führt den 24-Stunden-Supermarkt bei den «Simpsons») isst nur vegan. Und Stella McCartney, Tochter von Ex-Beatle Paul, macht sogar «vegane Mode».

Nicht ganz so radikal wie die Veganer sind «normale» (ovo-lacto) Vegetarier. Nebst Fleischprodukten verzichten Lacto-Vegetarier auf Eier, Ovo-Vegetarier auf Milchprodukte. Rohkost-Veganer kochen nichts, Fruganer essen nur Früchte, deren Ernte die Pflanze nicht zerstört. Und sogenannte Freeganer verzehren nur, was sonst entsorgt würde.

Für viele hört der Veganismus nicht im Magen auf: Sie sorgen sich auch im Restalltag um die Tiere. Manche gehen lieber barfuss als in Lederschuhen und tragen auch keine Wollsachen. Und sie verzichten strikt auf tierversuchserprobte Produkte – vom Lippenstift und der Sonnencreme bis zum Waschmittel.

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Kategorie: in den Medien, vegan.ch - Archiv

Kommentare (9)

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  1. admin sagt:

    Ein wunderbarer Artikel in Verteidigung von Klaus Petrus ist im TA-Magazin vom 26.7.2008 erschienen.

    Darunter sind solch wohlüberlegte und wohltuende Worte wie:

    “Es ist gut möglich, dass solche Gefühle Vorahnungen sind einer künftig selbstverständlichen Ethik. In hundert Jahren wird man vom Grillplausch unserer Tage womöglich mit ähnlicher Abscheu sprechen wie wir heute vom Kannibalismus. Je mehr wir dank der Wissenschaft erfahren werden über die Tiere, über ihre Kommunikationsformen, ihre Gefühle, ihre Fähigkeit zum Bewusstsein, desto schwieriger wird es werden, sie zu instrumentalisieren.”

    Damit wir nicht noch hundert Jahre warten müssen, ist natürlich jeder und jede einzelne von uns gefragt um die unaufhaltsame Wandlung zur Selbstverständlichkeit voran zu treiben.

    Zum Artikel: Personenkult: Klaus Petrus

  2. Vegetaner sagt:

    Oh Gott es wird ja immer schlimmer. Und werden Löwen in naher Zukunft demnächst auf Tofu Zebras umgestellt?

  3. maro sagt:

    das ist bereits geschehen, du solltest dich besser informieren als nur immer vom fleisch und jagen zu träumen und vor dich her zu dösen, so verpasst du den anschluss!

  4. Thomas sagt:

    Siehst du einen Unterschied zwischen Mensch und Tier Vegetaner?

  5. Vegetaner sagt:

    Natürlich sehe ich den Unterschied, du etwa nicht

  6. Thomas sagt:

    Ich schäme mich für dich, um bete um deine Einsicht.

  7. Vegetaner sagt:

    ich würde mich auch schämen wenn ich du wäre.

  8. Carnall sagt:

    Sagt mal, ist das eine Diskussion zwischen Vegetarier und Veganern hier? Was ich als Normalo nicht versteh – warum werden Veganer sogar von Vegetariern und Grünen kritisiert?

  9. Lulla sagt:

    Ist zwar schon paar Monate her, aber um deine Frage zu beantworten:

    Grundsatzdiskussionen zwischen Veganern und Vegis kommen des öfteren vor. Ich denke, Vegetarier und Grüne fühlen sich relativ schnell persönlich angegriffen, weil der Veganer halt “noch mehr” für die Umwelt und das Leben im Allgemeinen tut als sie. Wenn man ihnen das so unbeschönigt vor Augen führt, kann das schon weh tun. Dann wird halt nicht mehr sachlich argumentiert, sondern nur noch rumgepöbelt. Am Ende wird auch leider vergessen, worum es hier geht, nämlich nicht um das eigene Selbstwertgefühl, sondern darum, Leid so gut es geht zu vermeiden.

    lg
    lulla

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