Millionen für Elefanten

10.02.2009 | 18 Kommentare

Anscheinend wird die irrwitzige Summe von über 30 Millionen Schweizer Franken für ein neues Elefanten-Gehege im Zoo Zürich gesucht. Damit einher geht das Eingeständnis, dass die Tiere in Gefangenschaft leiden und mehr Platz bräuchten.

Das Plakat zur Kampagne ist befremdlich, weil es auf belustigende Art die auf zu engem Raum lebenden Tiere darstellt. Dabei sollte doch allen klar sein, dass die meisten Tiere in der Landwirtschaft auf ebendiese Weise eingepfercht sind.

Genau von diesen Tieren haben die erlauchten ‘VIPs’ wohl selber gegessen als ‘…die erste Sammlung im Schiffbau anlässlich einer VIP-Veranstaltung zum 80-Jahr-Jubiläum des Zürcher Zoos stattfand. Zu den rund 530 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Kultur gehörten auch Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, Zürichs Stadtpräsident Elmar Ledergerber und Zoo-Direktor Alex Rübel‘ (Quelle)

Inzwischen selbstverständlich ist, dass die Tiere in den Zoos sich langweilen, unterbeschäftigt sind und leiden. Mit dem scheinheiligen Versuch in Zürich einen ‘Zoo Animateur’ einzustellen soll dem Abhilfe verschafft werden. Zum Bericht auf 20minuten.ch.

Tiere hinter Glasscheiben, in Aquarien, Käfigen oder grossen Gehegen und Hallen den Menschen zur Begaffung anzubieten gehört, genauso wie sie zu essen, in die Geschichtsbücher.

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Kategorie: Ethik, in den Medien, vegan.ch - Archiv

Kommentare (18)

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  1. Beat Stocker sagt:

    Es sei ein Eingeständnis, dass die Elefanten im alten Gehege leiden. Ja das stimmt sicher. Aber um etwas zu verändern muss man sich immer eingestehen, dass es vorher falsch war. Es ist besser, ein grösseres, als ein kleines Gehege. Besser für den Elefanten. Also unterstützungswürdig. Obwohl ich für die Abschaffung der Zoos bin.

  2. Mladen sagt:

    Kann dennoch nicht angehen zufrieden zu sein mit einem Zustand unter welchem die Tiere nur weniger zu leiden haben, das Ziel kann nur die Abschaffung sämtlicher Tierausbeutung sein in allen ihren Formen.

  3. Scarface sagt:

    @Mladen

    Du kannst froh sein gibt es überhaupt Zoos. Einige Arten der Tiere überleben ausschliesslich durch Züchtung im Zoo.

  4. Marco sagt:

    @ Scarface:

    und was soll daran froh machen? dass sie in gefangenschaft massiv leiden, ist eigentlich logisch (insbesondere auf einem raum, der ja sogar nach aussagen der zoo-verantwortlichen zu klein ist). insofern ist davon auszugehen, dass diese elefanten wohl lieber nicht mehr leben würden, als einem Scarface und seinen kindern “freude zu bereiten”.

    genau der elefant ist doch das beste beispiel: in deren natürlichen lebensräumen sollte doch alles unternommen werden, die ausrottung zu stoppen. stattdessen werden die tiere in schweizer zoos verschifft. eigentlich nicht minder absurd als kühe in den alpen…

  5. Mladen sagt:

    Unschuldig hinter Gittern, genauso werden sich wohl die meisten Tiere in einem Zoo fühlen.

    Statt in einer solch unwürdigen Stätte von Menschen gefüttert ihr Dasein zu fristen wären alle Tiere zweifelsfrei lieber frei, dass durch die Haltung in einem Knast (Zoo) Arten geschützt werden ist ein doofes Argument.

  6. Scarface sagt:

    Klar wären Sie das, und wären in den nächsten 2-3 Jahren ausgerottet.

  7. Mladen sagt:

    Unzählige Millionen von Kühen fristen auf unserem Planeten ein klägliches Dasein, werden gefoltert, ausgebeutet und schliesslich ermordet.

    Es ist KEIN Argument dass ihnen weiterhin diese Zustände zugemutet werden bloss um ihre Art zu erhalten, solcher Grausamkeiten sind allein Menschen fähig.

  8. Mladen sagt:

    Wollte hierzu schreiben “Tiere” statt “Kühe”, war eben zuvor noch bei dem Beitrag zu den Kühen gewesen…

  9. Scarface sagt:

    Dann ist also jedes liberale bestreben eine Art zu erhalten bloss zeitverschwendung. sollen doch alle bedrohten arten sehen wo sie bleiben

  10. Mladen sagt:

    Es kann nicht das Ziel sein eine Art ausschliesslich für ein Leben hinter Gittern erhalten zu wollen, den Tieren gebühren ihre natürlichen Lebensräume in denen sie heimisch sind.

    Um bedrohte Arten nicht noch mehr zu dezimieren müssen die Menschen ihre Praxis der Ausbeutung der Erde stoppen um der Natur und ihren Lebewesen eine freie Entfaltung zu ermöglichen.

  11. Scarface sagt:

    sehr gute Idee! Schaffen wir die Zoos ab, anscheinend weiss da jemand eine bessere Idee zur Arterhaltung¨.

  12. Beat Stocker sagt:

    Nehmen wir folgendes an: Eine menschliche Volksgruppe ist am Aussterben. Dann macht man folgendes: Man fängt ein paar Exemplare ein, sperrt sie in einen umgitterten Park, lässt sie sich vermehren; – dass sie ja nicht aussterben!

  13. Scarface sagt:

    es gibt keine menschlichen Volksgruppen, alle Menschen sind gleich. Rassist! Seit wann Tiere = Menschen

  14. black sheep sagt:

    scarface hat immer noch nicht kapiert, dass das artensterben durch den menschen verursacht wird. nun die zoos als retter der tiere hochzujubeln ist sehr zynisch.

  15. Mladen sagt:

    Die Zoos sind in der Tat abzuschaffen, eine Art unter unwürdigen Bedingungen in einem Knast erhalten zu wollen kann ja keine Idee sein die einem gesunden Geist entstammt!

  16. Mladen sagt:

    Wer Tierschutz befürwortet glaubt auch daran die Erde sei eine Scheibe, was unser Planet und die Tiere benötigen sind Tierrechte, Du Troll!

  17. Luai sagt:

    Oh mein Gott, seid ihr alberne Möchtegern-Weltverbesserer! KEINE Ahnung, aber hauptsache schlecht-reden wollen?! Man man man… Ohne Zoologische Einrichtungen würde es so EINIGE Tierarten auf der Welt überhaupt nicht geben!!! Und was ist schlecht an einem Riesen Elefantenpark???

    Vielleicht mal nachdenken als gleich gegen alles zu wettern, das was ein Zoo betreibt ist TIERSCHUTZ!!!

  18. Marco sagt:

    Oh mein Zeus, bist Du ein alberner Speziesist. Was ist wohl verwerflicher, Tierarten aussterben zu lassen oder Individuen auszubeuten? Spezies leiden nicht, Individuen dagegen sehr wohl.

    Dazu kommt, dass die von Speziesisten ständig geforderte Erhaltung der Biodervisität in einer veganen Gesellschaft viel besser gewährleistet werden könnte (sofern darunter nicht eine ständige Weiterzüchtung von Tierarten verstanden wird, die es ohne menschliches Zutun gar nicht gäbe).

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