Haribo macht Schweine tot

Längst nicht alle Kinder oder Konsumenten wissen, dass die meisten Gummibärchen aus Gelatine bestehen. Gelatine ist ein Produkt, dass bei der Schlachtung von Tieren anfällt und so als farbige Bonbons den Konsumenten weiterverkauft wird.
Es gibt scheinbar einige Produkte der Firma Haribo welche keine Gelatine enthalten.
“Auch Vegetarier und Menschen islamischen Glaubens greifen inzwischen guten Gewissens zu HARIBO-Produkten, denn einige von ihnen enthalten keine Gelatine.” (Quelle)
Von einem guten Gewissen kann sicherlich keine Rede sein wenn dies von einer Firma kommt die tote Tiere, bunt bemalt und klebrig süss, millionenfach an Kinder weiterverkauft.

“Täglich verlassen 80 Millionen Goldbären unsere Produktionsstätten weltweit”
Laut Haribo stammt die Gelatine wegen der möglichen BSE-Gefährdung schon seit Mitte der 80er Jahre ausschließlich vom Schwein (Quelle). Bei 8 Gramm pro Stück macht das 64 Tonnen. Umgerechnet auf ein Schlachtgewicht von 85 Kg (*) macht das also 750 Schweine pro Tag welche nur schon für diese ungesunden Süssigkeiten getötet werden müssen.
Kategorie: Ethik





Ihr seid ein wenig inkonsequent. Als Rivella ein veganes Rivella herausbrachte, habt ihr das gross gehypt.
Wenn aber Haribo auch vegane Schleckereien habt,sagt ihr, dass könne man nicht mit gutem Gewissen essen…
Das geht irgendwie nicht auf und wenn wir auf diesem Level sind, dann dürften wir nirgends einkaufen, wo es auch tierische Produkte im Angebot gibt.
Für mich ist es vollkommen ok dieses Zeugs zu essen!
Ausserdem stört mich auch diese generelle Verteufelung von Süsszeug. (siehe “ungesundes Süsszeugs”)
Na, fühlt sich da jemand an den Karren gefahren?
Wenn sich Haribo über Werbung und Produktgestaltung an Kinder richtet, so ist dies als perfide zu bezeichnen. Ob Kinder Haribo inkl. Gelatine essen würden, wenn sie wüssten, wie die Zutaten “hergestellt” werden, ist sehr fraglich. Bestandteile sind so nicht extra gekennzeichnet.
Desweiteren gehe ich davon aus, dass durch eine herabsetzende Beschreibung dieser Produkte, sie als das darstellt werden, was sie sind: unnötige ungesunde Luxusgüter mit denaturierten extrahierten Bestandteilen.
Alles ist unnötig, ein Haus, fliessendes Wasser,Strom,Einkaufmöglichkeiten..ich hoffe du lebst entsprechend, aber anscheinend nicht, denn sonst könntest kaum einen Beitrag im Internet verfassen…Ich denke schon, dass sies trotzdem essen würden. Sie essen ja auch das Fleisch,und dort ist sogar ziemlich offensichtlich woher es kommt…Glaubst du echt im Ernst da kommt jetzt n Kind und sagt” igitt mami, da ist Gelatine drin!”(Am besten noch mit der Bratwurst in der Hand).Da müsstest du eher auf die Erwachsenen abzielen, aber auch die wissen, was Gelatine ist.
Ev. wollt ihr letztlich das Gleiche?
ich freu mich, wenn Harbio und Co. vegane Alternativen anbieten. Das bedeutet nicht, dass ich die Firmen supi finde… Aber wir alle leben nun mal in einer nicht-veganen Gesellschaft. Ich für meinen Teil bin zu faul mich um alles zu kümmern – wenn das Produkt, was ich aktuell konsumiere ein Statement abgiebt, dann ist es in diesem Fall “ich kauf ein Produnkt ohne tierische Bestandteile”… was will ich mehr in diesem Fall?
Klar bei anderen Sachen bin ich kritischer, weil es systemisch bedingt ist. Aber hier gehts “nur” um Süsskram und der ist sogar auf meine Bedürfnisse ausgerichtet… wenns soweit vegan ist, passts für mich und ich gebe mich der “Sünde” des Genusses hin… na und?
Nachtrag: zugegeben, das klingt alles sehr selbstgefällig. Mich stört der “Gutmenschansatz” darin – dadurch wird für mich das Ganze nicht greifbar/lebbar und es nervt mich z.T. auch. Entsprechend die provokative Haltung im letzten Abschnitt.
Veganismus als moralische Basis, das seh ich auch so, aber wir (sofern es das gibt) müssen uns überlegen, was wir wollen.
Wenn tiernutzungsfreiheit im Zentrum steht, muss selbst Soyana abgelehnt werden, da sie ein paar Produkte mit Ei herstellen.
Für mich macht das keinen Sinn. Ich halte den Weg der Kooperation für richtig und angemessen, auch wenn es mir z.T. weh tut.
“Ich für meinen Teil bin zu faul mich um alles zu kümmern” Vielleicht liegt in dieser Einstellung das Problem. Einjeder ist wohl aufgewachsen (in) und mehr weniger indoktriniert von der Konsumgesellschaft. Aber eben diese gilt es doch zu hinterfragen, oder nicht? Welche Schlüsse man daraus zieht ist doch jedem selbst überlassen. Insofern sehe ich es als Kritik (die zugegebenermaßen negativ wirken kann) und nicht als Verteufelung. Worauf ich hinauswollte, ist, dass Inhaltstoffe nicht offen deklariert, sondern profitfördernd verheimlicht werden und in diesem Falle Kinder mit einbezieht, die größtenteils eine empathisch-positive Beziehung zu Tieren haben und im Laufe ihres Lebens in den Sog des unreflektierten oder verdrängenden Konsumverhalten “geraten” erzogen werden. “Hauptsache es schmeckt, gefällt, macht Spaß.” Die Erwachsenen betrifft es auch. Sind Sie es doch diejenigen, die die “ausbeutende” Welt den Kinder als normal vermitteln.
ja, mich hat im letzten podcast z.b. auch gestört, dass quasi gesagt wurde, man solle migros und coop meiden, da man sonst indirekt die tierindustrie fördern würde. demzufolge müsste man dann praktisch alles boykottieren, da ja auch die meisten bioläden usw. tierische produkte verkaufen.
man muss eben auch sehen, dass diese grossverteiler und hersteller nur immer mehr vegane alternativen anbieten, weil auch eine nachfrage besteht.
Die fehlende deutliche Kennzeichnung empfinde ich auch als kritisch. Die veganen Sorten deswegen zu boykotieren erscheint mir gleichzeitig jedoch übertrieben. Welches Signal würde damit an Haribo gesendet werde? Im schlimmsten Fall, dass die gelatinenfreien Produkte auf dem Markt nicht ankommen.
Mir erscheint hier Aufklärung wichtig und das tut der Blogeintrag ja z.B. indem er auf die Relationen hinweist. KonsumentInnen sollten wissen, was es bedeutet, wenn sie Gelatine Produkte kaufen.
Die veganen Produkte mit “ohne (Schweine-)gelatine” zu markieren, würde da schon viel bewirken.
Ich stell mir das gleiche für Getränke, speziell auch bei Wein interessant vor. Wenn die veganen Produkte gekenntzeichnet sind mit allem, was NICHT drin ist, fangen die Leute ev. an zu überlegen, was in den anderen denn alles drin sein kann. Dieser sanfte Druck könnte eine Umstellung in diesem Bereich der versteckten tierischen Produkte, deren Herkunft unklar ist und entsprechend bei sehr vielen Menschen auf Ablehnung stossen könnte, vorantreiben.
Birgt natürlich etwas die Gefahr, dass dann einfach Gummibärchen mit Bioschweinegelatine gekauft werden – das wär dann auch nicht Sinn der Sache…
vegane Produkte, die lecker sind, eine gute, flächendeckende Verfügbarkeit haben sind meines Erachtens notwendig – auch wenn sie, wie hier, von einer nicht “vegandenkenden” Firma sind.
Als Ziel, nur noch in bioveganen Shops einzukaufen, ausschliesslich Hersteller zu unterstützen, die zu allen Lebewesen fair sind, find ich durchaus erstrebenswert – aber im Moment erscheint mir die Umsetzung als unnötige Hürde/Abschreckung für Umsteigende, die versuchen überhaupt erstmal vegan zu leben
“Eher glaubhaft ist der Gedanke, dass hier Massentierhaltungsbetrieben unterstützt werden.”
bleibt halt noch die frage, inwiefern die alternative (einzelhaft) unterstützenswerter ist.
WOW kein kommentar denn die Zahlen sprechen schon Bänder!!