Eine Portion Mutterkuchen gefällig?

28.07.2009   |  4 Kommentare   |   Kategorie: Stammtische, vegan.ch - Archiv

Plazenta

In diesem kurzen Film-Beitrag auf Englisch geht es um den Konsum des eigenen Mutterkuchens (in Pillenform) nach der Geburt eines Kindes. Angeblich soll dies helfen Wochenbettdepressionen zu verhindern und die Milchproduktion der neuen Mutter zu fördern. Für manche mag diese Idee (siehe Video) zwar hart an der Ekel-Grenze zu sein, aber eigentlich ist der Mutterkuchen ja ‘nur ein Stück Fleisch’. Ist das Ganze wirklich mehr ekelerregend als ein Steak auf dem Teller zu haben?

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Kommentare (4)

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  1. Elena sagt:

    Durchaus nicht! In der Tierwelt essen die meisten Säugetiere die Nachgeburt auf! Sogar Kühe und weitere Wiederkäuer, welches reine Vegetarier/Veganer sind, essen den Mutterkuchen auf! Es versorgt die Tiere mit notwendigen Vitaminen und Nährstoffen, welche sie nach der Geburt drinend brauchen.

    Die Plazenta versorgt während der Schwangerschaft den Fötus mit Nährstoffen und ist für die Entsorgung von Exkretionsprodukten zuständig.

    Früher wurde die menschliche Nachgeburt an die Pharma und Kosmetikindustrie verkauf, jedoch aus Angst vor Aids und weiteren Infektionen wieder eingestellt. Noch heute wird aber teilweise homöopathische Heilmittel hergestellt.

    In gewissen Religionen werden die Plazentas unter Bäumen vergraben, der Grund ist mir jedoch unbekannt.

    Die hormonreiche Plazenta wird mitunter auch zur (nicht nachgewiesenen) Förderung der Regenerierung der Gebärenden und Vermeidung einer postnatalen Depression verzehrt. In der Tierwelt scheint es natürlich zu sein… wieso also auch nicht beim Menschen? Wobei es in der Tierwelt um die Nährstoffe geht und nicht um Depressionen! Ich könnte es wahrscheinlich nicht, aber mich ekelt es vor einem Stück Fleisch genau so wie vor meiner eigenen Plazenta (nun gut wenn ich die Wahl hätte, dann sicherlich meine eigene Plazenta, da weiss ich wenigstens dass niemand leiden musste ausser ich selber *g*) In meinen Augen ist es nicht ekelerregender als ein anderes Stück Fleisch auf dem Tisch zu haben. Ich “respektiere” auch den Kannibalismus. Warum auch nicht? Lebewesen ist Lebewesen… Sorry… ob Mensch oder Tier! Vielleicht sollte man Kannibalen mit Respekt ansehen, weil sie zwischen Mensch und Tier keinen Unterschied machen? Haha gute Frage! Jetzt müsste man sie nur noch dazu bringen keinem Lebewesen leid zuzufügen und schon wäre der Kannibale der perfekte Veganer… =) Ich glaube ich höre jetzt auf zu schreiben und philosophiere für mich alleine weiter *g* sonst wirds nur noch abartiger *lol* Auf jeden Fall guter Beitrag und “en Guete” an alle Plazentaesserinnen!

  2. Happy Cow sagt:

    …und wenn sich Mensch nach der chinesischen Heilmedizin behandeln lässt, schluckt er ja z. Teil ebenso allerlei “Komisches”. möchte nicht wissen, was sich in dem Pulverzeug alles versteckt. Da wird auch nicht nachgefragt, hauptsache es hilft.

  3. Nochmals ich sagt:

    Befasse mich zur Zeit mit Depressionen, unter anderem auch mit diesen sogenannten “Wochenbettdepressionen”. Die Geschlechtshormone sinken 1 bis 2 Wochen nach der Geburt ab. Frauen welche sehr sensibel auf solche Schwankungen reagieren, können auf Grund dessen auf eine solche Depression gefährdet sein. Die Hormone spielen eine Rolle, sind aber nicht zwingend der Hauptgrund. “Lediglich” 13% der Frauen sind davon betroffen. Dem Mutterkuchen ist ein grosser Hormongehalt nachgewiesen, was der Grund sein mag, weshalb man es wie oben genannt einnimmt. Wahrscheinlich wäre der Effekt bei einer einnahme von Placebopillen gleichwertig, nur dass sich dann nicht die ganze Nation darüber ekeln kann ;)

  4. Erwin sagt:

    Hier ein paar allgemeine Informationen zum Thema Abnehmen nach der Schwangerschaft:

    http://www.familienleben.ch/fitness/abnehmen-nach

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