Manchmal gelangen unglaubliche Geschichten von Tierversuchen an die Öffentlichkeit. Sei es in einem Bericht in dem Schweine bei Simulationen von  Terrorangriffen eingesetzt wurden, oder weil sie für die ‘Lawinenforschung‘ gequält und lebendig im Schnee begraben wurden. Es ensteht dabei fast eine Hysterie und es gibt ‘landesweite Protestwellen’  gegen diejenigen die diese Versuche ausüben.

Die tagtäglichen Grausamkeiten welche den Schweinen in diesem und allen anderen Ländern angetan werden um sie nachher als Geschnetzeltes und Schnitzel zu Essen hingegen scheint fast niemanden zu kümmern.

Ebenso absurd ist es, dass folgender TV-Spot vom Verein gegen Tierfabriken (VgT) Schweiz nach 15 Jahren Gerichtsverfahren nun endlich im Schweizer Fernsehen gezeigt werden darf. Wenn dieser TV-Spot schon verboten werden sollte, dann wegen dem schwachsinnigen Spruch ‘Essen sie weniger Fleisch’ am Ende des Clips. Es wäre besser wenn der TV-Spot bei der Überarbeitung mit aktuellem Material den gesamten Konsum tierlicher Produkte anprangern würde. Vom 27.-29. Januar 2010 wird er um 20 Uhr nach ‘Meteo’ auf SF1 ausgestrahlt.

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Vergrabene und gesprengte Schweine & VGT-TV Spot1.1515

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83 Kommentare

  1. Mladen sagt:

    Es hilft den Tieren tatsächlich nicht, denn sie werden weiterhin ausgebeutet und ermordet, nur mit dem Unterschied dass bestimmte Vorgänge in diesem Verlauf reglementiert worden sind und sich somit sowohl die Konsumenten wie auch die Bauern ein gutes Gewissen einreden können. Ach ja, natürlich auch diejenigen welche es erreicht haben dass soclhe Regeln eingeführt wurden, auch sie sind dann hochzufrieden damit dass die Tiere nur etwas weniger als zuvor gequält werden und sehen dies als Erfolge an.

    Wenn nun wie oben angeführt bestimmte Gräuel an den Tieren gestoppt würden, so wäre das für Viele ein Grund um sich darauf auszuruhen und damit zufrieden zu sein statt von Beginn weg am wirklichen Übel, an der Ausbeutung der Tiere anzusetzen und diese ehrlich und konsequent zu bekämpfen.

  2. c. frey sagt:

    Ich Ignoriere nur das was Sie mir nicht erklären wollen/können.

    Ich spreche Sie auch wieder mit Sie an da nur martin mich mit du angesprochen hat.

    Arrogant ist es wenn Sie sich als junger Mann mit Weisheiten brüsten welche noch nichteinmal breit erprobt sind und somit keine Schlüsse und Prognosen gezogen werden können.

    Der Fleischkonsum war noch nie so hoch auf der ganzen Welt wie heute.
    Es gibt Leute die sich nur noch ketogen ernähren und dies als neues Lebensgefühl vermarkten.

    Also lassen Sie uns wieder auf das Thema kommen. Beantworten Sie mir die Fragen.

    Wie soll der Fleischkonsum gestoppt werden?

  3. Mladen sagt:

    Der Fleischkonsum und allgemein der Konsum von Tierprodukten ist in der Tat erschreckend hoch, die dazugehörigen Lobbys aus der Agrar-Sparte sowie die Regierungen von denen sie subventioniert werden tun ihr Übriges dazu. Auch sehe ich den stetig wachsenden Wohlstand auf globaler Ebene mit den neuen Industrienationen, allen voran China als Grund für den enorm höheren Konsum an Tierprodukten durch ihre gestiegene Kaufkraft. Dass von hier aus dort was bewirkt werden kann bleibt wohl utopisch.

    Doch im eigenen Umfeld gilt es zunächst zu versuchen die eigene Position zu vertreten damit dann darauf aufbauend auch gegen aussen etwas bewirkt werden kann. Dies kann geschehen durch Aktionen in der Öffentlichkeit worunter auch Informationsstände fallen. Dabei ist es befriedigend festzustellen wenn bei Menschen aufgrund der bereitgestellten Informationen nicht nur Interesse aufkommt sondern manchmal auch gleich Leute auftauchen die sich schon mit diesen Themen befasst haben und nun ihren Wissensstand vertiefen möchten, also schon eine klare und positive Einstellung gegenüber Tierrechtsthemen besitzen.

    Beispielsweise wurden im Oktober letzten Jahres im Rahmen des Charity Pot Projektes von Lush womit jeden Monat wieder eine andere Organisation unterstützt wird Broschüren zu Veganismus in sämtlichen Läden der Deutschschweiz an den Kassen aufgelegt die von der Kundschaft mit meist grossem Interesse mitgenommen wurden.

    Ich finde es weiterhin wichtig mit diesen Themen sichtbar in der Öffentlichkeit zu bleiben, dass dies mehr Menschen interessiert als gemeinhin angenommen wird konnte ich dabei schon oft feststellen bzw. habe ich es mir angewöhnt mich von Ablehnnungen nicht frustrieren zu lassen sondern weiter meinen Weg zu gehen und mich dabei umso mehr zu freuen wenn ihn auch andere gehen.

    Ein wirklich wirksames Rezept um Fleischkonsum aber zu stoppen wird niemand hier aufzuzeigen in der Lage sein, was momentan getan werden kann ist weiter daran zu arbeiten ihn runterzukriegen und das was dahintersteckt schonungslos aufzudecken in der Hoffnung dass es mal ein paar Generationen später tatsächlich so sein wird dass die Leute mit der gleichen Verachtung über den heutigen Fleischkonsum reden wie sie es jetzt über den Kannibalismus tun. (Ist nicht von mir, habe es vom Aufbau leicht abgewandelt)

  4. Vegetarier sagt:

    Liebe Veganer und Vegetarier

    Sind unsere Intressen so verschieden ?
    Der VGT hat wenigstens den mut missstände aufzudecken.
    Die meisten vegis reden und reden und reden…

    Geht es darum den VGT zu kritisieren und in ein schlechtes licht zu setzen sind Webseiten wie VEGAN.CH vornen mit dabei.

    Wenn mann keine ahnung hat sollte mann besser schweigen!

  5. Mladen sagt:

    Hallo Vegetarier

    Wie lange denn nun schon vegetarisch?

    Ahnung zu haben bedeutet sich über alle Folgen des Konsums tierlicher Produkte, also auch Eier, Käse, Milch, Leder und Wolle im Klaren zu sein und dies wissentlich verantworten zu wollen oder eben nicht und den einzigen konsequenten Schritt zu machen und vegan zu werden.
    Lesen kann dabei sehr hilfreich sein um etwas explizit zu erwähnen statt pauschal über alle wegzukritisieren was weder Hand noch Fuss hat.

    Die vegane Lebensweise welche weitergeht als der rein reformistische Tierschutzgedanke lässt dabei keine Zweifel mehr aufkommen wenn es darum geht zu merken womit den Tieren nachhaltig auch geholfen werden kann statt selbstzufrieden kopfnickend alles gutzuheissen was bürgerliche Tierschutzvereine und deren Exponenten labern.

    Ausserdem hat vegan.ch nichts damit zu tun wenn es doch bloss die Plattform bietet und auch berechtigte Kritik an bestimmten Personen nicht zu zensurieren gewillt ist wie dies schon mal geschah beispielsweise auf der Seite des SVV.

  6. martin sagt:

    „Als tierrechtler/veganer muss ich dem zuschauen, darf nichts unternehmen“

    Genau das meine ich mit dümmlichen Strohmannargumenten. Die abolitionistische Position ist eben nicht irgendwas zu unternehmen, was hintenrum schädlich ist und nichts verbessert, sondern etwas Sinnvolles wie Veganismus- und Tierrechtsaufklärung.

    „Das eine zu tun ohne das andere zu lassen ist sehr wohl möglich.“

    Wer glaubt, Speziesismus mit mehr Speziesismus oder Tierausbeutung mit der Zementierung der Tierausbeutung abschaffen zu können, lebt in einer absurden Traumwelt oder hat schlichtweg kein Interesse an der Abschaffung, sondern behauptet es nur.

    „Arrogant ist es wenn Sie sich als junger Mann mit Weisheiten brüsten welche noch nichteinmal breit erprobt sind und somit keine Schlüsse und Prognosen gezogen werden können.“

    Wieder meine Frage: Wo kommen all die Veganer der letzten zehn Jahre her, wenn Veganismusaufklärung nicht funktioniert?

    „Diese sind doch in Wahrheit die Schuldigen“

    Nein, die Leute, die Tierprodukte kaufen sind die Schuldigen. Welche Industrie würde wohl weiterproduzieren, wenn niemand die Produkte kauft?
    Aber der Tierschutz mit seinem Ablaßhandel, seinen die Industrie stärkenden Reformen und seiner Veganismus-Diffamierung sorgt sehr gut dafür, daß die Hauptquelle der Tierausbeutung, nämlich die Konsumenten, auch weiterhin bestehen bleiben.

    Aber natürlich kann man ja beides „gleichzeitig“ machen, egal wie offensichtlich ist, daß es entgegengesetzte Richtungen sind.

    „Der VGT hat wenigstens den mut missstände aufzudecken.“

    Du meinst, er hat den „Mut“ „Mißstände“ (die es nicht gibt, da jede Form von Tierausbeutung ein „Mißstand“ ist) dazu zu benutzen, um Spenden von Unveganer zu erwirtschaften. Äußerst mutig.

  7. Obstler sagt:

    Liebe Mitesser

    Der Spot ist 15 Jahre alt. Der wirkliche Skandal ist, er wurde in der Schweiz so lange zensiert. Gedeckt von allen Instanzen. 15 Jahre hat der VgT, vertreten durch Erwin Kessler, nicht klein bei gegeben und hat gekämpft. Ich kann mir vorstellen, das hat Kraft gekostet.
    Meinen Respekt hat er dafür. DANKE, Herr Kessler.
    Vor 15 Jahren aufzuforden, weniger Fleisch zu essen, war für einen Fernsehspot schon sehr ungewöhnlich.
    So ungewöhnlich, dass er nicht gesendet werden durfte.

    Sich jetzt, 15 Jahre später, über den Inhalt des Spots aufzuregen, ehrlich, da kann ich nur den Kopf schütteln. Wo bleibt ein “besserer” Spot? Wer macht effektivere Kampagnen?
    Hier geht es um die Durchsetzung von Rechten und u.a. die Frage, wessen Vertreter die Volksvertreter wirklich sind.

    Also, nicht gegenseitig zer-”fleischen”. Handeln wir gemeinsam. Der Weg (als Ziel) darf und muss mit unterschiedlichen Ansichten gepflastert sein.
    Wichtig ist, dass wir begreifen, es geht in erster Linie um Aufklärung.

    Und das tut der Spot noch heute:
    Hausschweine sind keine seelenlosen Fleisch- und Wurstlieferanten!

    gruss vom veginator

  8. Mladen sagt:

    Der Spot ruft ja lediglich dazu auf weiterhin tote Tiere zu essen, bloss weniger davon. Das kann ja niemand unterstützen mit noch einem Funken Verstand, geschweige denn einem Antisemiten wie Erwin Kessler eindeutig einer ist den Hof zu machen. Stattdessen gilt es derartige Tendenzen von der Tierrechtsbewegung entschlossen fernzuhalten und darüber aufzuklären, denn sie sind nicht nur krass widersprüchlich sondern auch ausschliesslich kontraproduktiv.

    Somit ist dieser Spot alles andere als so revolutionär wie es hier darzustellen versucht wird, wer sich ernsthaft für Tierrechte stark macht und nicht an der Ausbeutung der Tiere mitwirken möchte wird dies sofort erkennen.

  9. Marina Münch sagt:

    Man kann die Leute nicht von heute auf morgen vom Fleischesser zum Veganer machen.
    Außerdem ist dieser Spot schon 15 Jahre alt. Ich verteidige Erwin Kessler.
    Denn – grade ihr Veganer, die sich als das absolute befinden, ihr werdet nicht viel erreichen.
    Die Leute müssen erst mal aufgerüttelt werden,
    weniger Fleisch zu essen – am besten natürlich gar kein Fleisch mehr.
    Aber gleich mit Veganismus zu kommen, wo die Leute angeprangert werden,
    gleich auf alles verzichten zu sollen – die wissen ja gar nicht mehr,
    was sie kochen sollen.
    Ein Aufruf zum Vegetarismus finde ich passend. Alles andere ergibt sich von alleine.
    Ich finde im Grunde auch nicht gut, daß am Schluß gesagt wird, bitte in Maßen Fleisch essen,
    aber der Spot ist 15 Jahre alt.
    Und Erwin Kessler, der ist ein Mann, der tut direkt was. Der geht hin, spricht mit den Leuten,
    bekommt Anzeigen, muß sich vor Gericht verantworten. Er setzt sich dafür ein,
    daß die Tiere, wenn sie schon gehalten werden, anständig gehalten werden.
    Und das gefällt mir. Erwin Kessler hält seinen Kopf hin, bekommt ständig Morddrohungen, etc.
    Also – Hut ab vor Erwin Kessler.

  10. Marina Münch sagt:

    @Mladen: Die Vergleiche mit KZ’s sind absolut angebracht.
    Es gibt keinen Unterschied zwischen der Behandlung in den KZ’s und der Behandlung der Tiere in den heutigen Tierfabriken.
    Sie haben die gleichen Gefühle, die gleichen Bedürfnisse.
    Niemand will eingesperrt sein.
    So wie die Tiere gehalten werden, das ist ein Verbrechen und barbarisch.
    Aus diesem Grunde bin ich Vegetarier geworden.

  11. Marina Münch sagt:

    Gestern war ich auf dem Hof http://www.heimat-fuer-tiere.de am Tag der Offenen Tür.
    Diese Leute sind auch Vegetarier. Sie töten keine Tiere.
    Aber sie haben auch Schafe und machen aus deren Wolle Stricksachen.
    Sie haben auch etwas Milch usw.
    Was ist daran so verwerflich.
    Die gehen mit den Tieren sehr gut um und töten sie nicht zum Essen.
    Aber sie nützen die Milch und die Wolle.
    Was ist daran verwerflich?

  12. Marina Münch sagt:

    Ihr Veganer mit Eurer Besserwisserei und Eurem Zeigefinger:
    Laßt das mal.
    Bringt die Leute dazu, kein Fleisch mehr zu essen!!
    Alles andere ergibt sich zwangsläufig von allein.
    Aber ihr verlangt zuviel aufeinmal.
    So werdet ihr nichts erreichen und auch nicht so weiterkommen.
    Ihr verhaltet Euch wie die Pius-Brüder im übertragenen Sinne.
    Die sind päpstlicher als der Papst selbst.
    Im übrigen bin ich Agnostiker.

  13. c. frey sagt:

    @martin Wieder meine Frage: Wo kommen all die Veganer der letzten zehn Jahre her, wenn Veganismusaufklärung nicht funktioniert? —————–

    In 10 Jahren 0,5% Veganer WOW (wieviele waren es zuvor schon ohne euere Information) macht in 100 Jahren 5% Veganer, und in 2000 Jahren sind dann alle Veganer.

    Natürlich kann man sich ja auch als Theoretiker schöner klingende Warscheinlichkeitsrechnungen aufstellen. Nur wer kennt heute die Bedingungen von Morgen?

    Vielleicht setzt sich die Gier des Menschen geradezu diesem Trend entgegen um noch mehr Fleisch zu verschlingen.

    Ihr dürft das von mir aus glauben und ich hoffe dass es euch früher gelingt als zu erwarten realistisch scheint bis alle vom Veganismus überzeugt sind.

    Ich stelle mich euch nicht in den Weg finde aber dass Ihr euer Feindbild den Tierschutz missbraucht um Energien zu gewinnen und den Frust darüber zu ertragen dass die Realität euren schönen Träumen im Weg steht.

  14. Ugi sagt:

    Aus “ihr Veganer” schliesse ich, dass du Tierprodukte konsumierst. Du bist Speziesistin und deshalb erübrigt sich das ganze. Dein ganzer Standpunkt wurde bereits mehrere Male in den Kommentaren von diesem Artikel widerlegt.

    Ist es zuviel verlangt, wenn man gegen den ganzen Rassismus ist? Laut deiner Logik, müsste man einer rassistischen Gesellschaft mal sagen, sie sollen doch nur noch Menschen mit dieser und dieser Hautfarbe diskriminieren, aber nicht mehr alle, anstatt den ganzen Rassismus zu verurteilen, weil die Leute damit ja “angeblich” überfordert wären.

    Dein Standpunkt ist ja wirklich mal konsequent und ethisch korrekt (ironie)…

    Ja, dass sich die Zahl der Veganer weiss nicht wie viel mal vervielfacht hat in den letzten 10 Jahren ist natürlich keine Tatsache und damit wird man auch nicht weiterkommen… Na klar!

    Es gibt nicht DIE Tierausbeutung für Fleisch und DIE Tierausbeutung für Milch und Eier. Es gibt nur eine Tierausbeutung. Vegetarier sind Tierausbeuter genauso wie Menschen, die Fleisch essen. Du solltest dir mal über die Opfer des vegetarischen Konsums im klaren werden. Die liegen vielleicht nicht so offensichtlich im Supermarkt, aber sind sehr zahlreich vorhanden. Oder hast du gewusst, dass ein Vegetarier, der seinen Eikonsum erhöht, mehr Tiere auf dem gewissen hat, als ein Gelegenheitsfleischesser?

    Holocaust und Tierausbeutung haben Analogien, sind aber bei weitem nicht das GLEICHE.

    Als Vegetarier sollte man übrigens nicht das Wort Tier-KZ in den Mund nehmen…

    • Marina Münch sagt:

      Ich esse keine Eier mehr und habe meinen Milchprodukte-Konsum erheblich eingeschränkt.
      Und es wird immer weniger.
      Auch kaufe ich schon lange kein Leder mehr.
      Und ich werde weiterhin das Wort Tier – KZ in den Mund nehmen.
      Mich nervt Eure Überheblichkeit – ihr absoluten Veganer.
      Das ist unerträglich.
      Kein Fleisch mehr zu Essen, das zu propagieren ist der richtige Weg.
      Alles andere – der Weg zum Veganer – kommt automatisch von alleine
      und zwar durch Aufklärung, nicht durch Beschimpfung von Vegetariern,
      die kein Fleisch mehr essen und sich für Tiere einsetzen.
      Die sind doch auf dem richtigen Weg – oder nicht?

      Das ist ja wie bei den Religionen: Jede Religion meint, sie hätte das einzig wahre
      und wahrhaftige Heil. Dabei wollen doch Veganer und Vegetarier dasselbe.

      • Ugi sagt:

        Dass Vegetarier Tiere für ihren Konsum ausbeuten und deshalb Tierausbeuter sind, ist keine Beschimpfung, sondern eine Tatsache. Ich käme auch nie auf die Idee Vegetarier zu beschimpfen. Ich habe nur damit Probleme, wenn Vegetarier, die wie gesagt selbst noch Tierausbeuter sind, Veganer, die keine mehr sind, als “überheblich” oder als “Besserwisser” darstellen.

        Die Tatsache zu nennen, dass auch für andere Tierprodukte ausser Fleisch Nichtmenschen millionenfach ausgebeutet werden, ist also besserwisserisch? Dann antworte mir bitte, ob ein Antirassist, der einem Menschen, der nur dunkelhäutige Menschen hasst, aber Asiaten nicht, sagt, dass Rassismus in allen Belangen verwerflich ist, auch wenn man gewisse Völker nicht hasst, auch ein Besserwisser ist?

        Ein Vergewaltiger, der nur einmal pro Monat eine Frau vergewaltigt, richtet auch weniger Schaden an, als einer, der zweimal pro Woche eine Frau vergewaltigt. Deswegen bleibt er immer noch ein Vergewaltiger und ich sehe es als meine Pflicht, dessen Taten “besserwisserisch” zu verurteilen.
        Und ich komme auch nicht auf die Idee, dass der seltene Vergewaltiger das Ende von Vergewaltigungen will wie ich.

        Jemand der Tierprodukte konsumiert, will genauso wenig das Ende der Tierausbeutung, wie der seltene Vergewaltiger das Ende von Vergewaltigungen will.

        Es gibt natürlich auch Vegetarier, die wissen nicht, was ihr Konsum anrichtet. Ich gehörte auch mal dazu. Dafür braucht es VEGANE Aufklärung und die kommt nicht von alleine und schon gar nicht vom Tierschutz.
        Aber wenn er es weiss und trotzdem weitermacht, Tierprodukte zu konsumieren, dann kann er nicht sagen, dass er das Ende der Tierausbeutung will.

        Und nochmal, informiere dich mal über die von dir unterstützten Kuh-”Kz”s…

  15. Mladen sagt:

    Das wahre Verbrechen ist DASS Tiere gehalten werden und nicht WIE. Als Folge der eigenen Unzulänglichkeit sowie der Unfähigkeit die Zusammenhänge zu begreifen zwischen dem eigenen Konsum/Lebensstil und der Ausbeutung der Tiere ist es dann ein Leichtes zu verharmlosen wenn Tiere in einem gewissen Sinne “besser” gehalten werden statt endlich zu kapieren dass dadurch nichts wirklich besser wird, das Unrecht erhält dadurch erst eine feste Form und die Menschen die zu faul oder einfach unfähig sind sich dazu Gedanken zu machen erhalten sich somit ihr gutes Gewissen was letzten Endes nichts als die pure Heuchelei darstellt.

    Kein Wunder kenne ich über 80 vegan lebende Menschen persönlich und so gut wie gar niemand mit vegetarischer Ernährungsweise, denn all diese Leute haben begriffen um was es geht und auch wenn sie zuvor vegetarisch waren diese frühe Phase der Entwicklung hinter sich gelassen mit dem Bewusstsein dass sich der Tierschutz und Vegetarismus so gut wie nichts ändern wird am herrschenden brutalen System der Ausbeutung, sondern dass es eben wie zuvor schon erläutert noch mehr gefestigt wird.

    Dabei ist es nicht weiter verwunderlich wenn Begriffe wie KZ ihrer historischen Bedeutung beraubt werden und in einem für vernunftbegabte Menschen nicht akzeptablen Kontext wiederverwendet werden. Es gibt andere Ausdrücke welche geschichtlich gesehen nicht vorbelastet sind um Unrecht wiederzugeben ohne respektos zu werden.

  16. martin sagt:

    „Man kann die Leute nicht von heute auf morgen vom Fleischesser zum Veganer machen.“

    Selbstverständlich kann man das machen, es *wird* nur nicht gemacht, weil die Spendenorganisationen dadurch ihre Einnahmequelle gefährenden würden. Die Tierrechtsorganisationen, die Veganismus direkt adressieren, haben ganz komischer Weise Erfolg damit.

    „Diese Leute sind auch Vegetarier. Sie töten keine Tiere.“

    Ach du Schade. Bitte erst informieren, danke. http://vegetarier-sind-moerder.de

    „Alles andere ergibt sich zwangsläufig von allein.“

    Sagt eine Vegetarierin, die die Ausbeutung von Kühen und Hühnern herunterspielt. Reinste Realsatire.

    „In 10 Jahren 0,5% Veganer WOW“

    Ja, daß eine Handvoll Tierrechtler die Anzahl der Veganer um Tausende erhöht hat, während riesige Tierschutzorganisationen *nichts* dafür getan oder gar dagegen gearbeitet haben, ist eine beachtliche Leistung.

  17. Mladen sagt:

    Natürlich können Menschen auch ohne den überflüssigen Umweg über den Vegetarismus vegan werden, kenne selbst so jemand und auch viele vegan lebende Menschen die sich nicht jahrelang Zeit liessen um vegan zu werden.

    Eine frühere gute Freundin ist omni, sie wollte nie vegi werden weil das für sie dasselbe sei wie Fleisch essen. Hat aber natürlich Veganismus respektiert und war wegen ihrer Haltung zum Vegetarismus auch nicht in ihrer Einstellung benebelt sondern hat ganz klar die Fakten erkannt.

  18. maro sagt:

    Dass eine verbrechen (dass die tiere gehalten werden) gegen die anderen verbrechen( wie sie gehalten werden und was ihnen ohne betäubung angetan wird) auszuspielen ist falsch und für die tiere schmerzvergrössernd. Das tägliche leiden und quälen muss reduziert werden, und kann nicht der übergeordneten idee (die schon richtig ist) der abolition und dem ende der tierausbeutung
    geopfert werden. So quasi als kolateralschaden bis das richtige ziel erreicht wird. Und dies aus angst, es würde das gewissen der ausbeuter und mitbeteiligten beruhigen. Konkret stehen die tiere an erster stelle mit ihrem schmerz und leid, und denen muss zuerst geholfen werden, und erst an zweiter stelle folgen die überlegungen ob es das gewissen der fleischesser und ausbeuter beruhigt, etc.

  19. martin sagt:

    „Das tägliche leiden und quälen muss reduziert werden“

    Durch ständiges Wiederholen wird es nicht richtiger. Veganismus reduziert das „tägliche Leiden“ um 100%. Aber das wird ja von Tierschützern mit der absurden Behauptung zurückgewiesen, Veganismusüberzeugung sei nicht möglich, obwohl längst das Gegenteil bewiesen ist.

    „Konkret stehen die tiere an erster stelle mit ihrem schmerz und leid, und denen muss zuerst geholfen werden, und erst an zweiter stelle folgen die überlegungen ob es das gewissen der fleischesser und ausbeuter beruhigt, etc.“

    So ein Unsinn. Wer etwas rechnen kann, weiß, daß Veränderungen, die mehr eingesperrte und ausgebeutete Tiere zur Folge haben (wie durch das Legebatterieverbot) insgesamt mehr Leid erzeugen. Die Tierschutzorganisationen sind es, die ihre Ideologie auf dem Rücken der Tiere austragen, indem sie für schnelle, aber kontraproduktive Erfolge in Kauf nehmen, daß die Tierausbeutung gefestigt oder gesteigert wird.

    Die Nachfrage ist das Problem (wer es nicht glaubt, hier nachlesen: http://agrarheute.com/?redid=325747) und der Tierschutz erhöht und festigt sie. Da hilft auch alles Schönreden und absurdes Fabulieren von „kleinen Schritten“ (ignorierend, daß sie in die falsche Richtung gehen) nichts.

  20. vegi sagt:

    @Ugi:
    Ich denke, dass gerade Leute wie die hier im Forum, welche das Trennende vor das Gemeinsame stellen, ein wesentlicher Grund für das Versagen der Tierschutz UND Tierrechtsbewegung sind.

    Würde es diese Spalter nicht schon geben, würden sie von den PR-.Leuten der Fleischindustrie sicher erfunden…
    Die Römer nannten sowas noch “teile und herrsche”.
    Einen grösseren Gefallen können wir der Fleischindustrie gar nicht machen als übereinander her zu fallen und uns in Theorien und Philosophien zu verstricken während die Fleischindustrie einfach weiter die Tiere ermordet.

    Auch ich hätte es besser gefunden, wenn der TV-Spot am Schluss klarere Worte gebracht hätte.
    Doch werde ich deswegen sicher niemanden kritisieren. Nur wer es selbst besser macht hat das Recht die Taten anderer zu kritisieren.
    Ausserdem hatte der VgT viele Jahre Prozesse am Hals um diesen Spot zu zeigen. Ich vermute mit einer Tierrechtsbotschaft am Schluss wäre der Spot auch jetzt noch nicht gesendet worden.

  21. Mladen sagt:

    Die Ausstrahlung dieses für die Tiere nichtsbringenden Spots wird somit auch absolut nichts am Unrecht ändern können unter welchem die Tiere zu leiden haben. Müsste aber auch als ein klares Signal gelten dass wenn eine Organisation derart viel Geld, Energie und Zeit mit nutzlosen Prozessen verbringt sie sich deswegen auch nicht auf die eigentliche Arbeit konzentrieren kann, obwohl auch diese nichts als kontraproduktiv ist im abolitionistischen Sinne.

    Das Recht etwas zu kritisieren haben indes alle, denn nicht alle wiederum haben die Mittel um solche Produktionen zu machen bzw. deren Sendung zu bezahlen, ohne jetzt darauf einzugehen dass die Nachricht die da vermittelt wurde den Interessen der Tiere widerspricht.

    Dass der Tierschutz versagt hat ist nachweisbar, der Tierrechtsbewegung hingegen solches zu unterstellen zeugt von mangelnden Kenntnissen der Materie.

  22. Marco sagt:

    “Ich denke, dass gerade Leute wie die hier im Forum, welche das Trennende vor das Gemeinsame stellen, ein wesentlicher Grund für das Versagen der Tierschutz UND Tierrechtsbewegung sind.”

    Der Punkt ist ja, dass die Ziele komplett unterschiedlich sind. Wie kann man von einer Trennung sprechen, wenn keine Gemeinsamkeiten vorhanden sind?

  23. Mladen27 sagt:

    Hier eine Distanzierung von Antisemitismus rauszuhören bedingt schon über eine äusserst blühende Fantasie zu verfügen. Kessler labert was von Neonazis mit denen er nichts zu tun haben will und hat weiterhin Texte eines Neofaschisten auf der Seite des VgT stehen. Mag schon sein dass er nichts am Hut hat mit solchen die mit Bomberjacke und Springerstiefeln daherkommen, dafür bietet er aber den Ideologen unter den Faschisten eine Plattform.

    Wenn Tatsachen über den eindeutigen Antisemitismus des Erwin Kesslers aufgezeigt werden sowie seine Verflechtungen mit anderen rechts aussen stehenden "Persönlichkeiten", z.B. Ernst Indlekofer, so sind dies keine Vermutungen oder Verleumdungen sondern klare Fakten.

    Dies nebst seinen eigenen Texten von denen auch einige sehr deutlich antisemitisch sind, von den unerträglichen KZ- und Nazivergleichen gar nicht erst zu reden.

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