Prozess gegen Tierrechts-AktivistInnen in Wien
Am 2. März 2010 wird in Österreich 13 AktivistInnen, die unter anderem wegen Verstoßes gegen den Paragrafen §278a vor Gericht stehen, den Prozess gemacht. Somit wird dieser skandalösen Geschichte in unserem Nachbarland ein weiteres, trauriges Kapitel hinzugefügt. Es ist bedenklich und gefährlich wenn in einem modernen Staat die Justiz missbraucht wird um gegen Menschen die sich gewaltlos für Tiere einsetzen vorzugehen, und sie der ‘Beteiligung an einer kriminellen Organisation’ zu bezichtigen um damit offensichtlich den Interessen der Tier-Industrie zu dienen.
Hier weitere Informationen dazu:
- Informations-Anlass der Tierrechtsgruppe-Zürich am 1. März
- Unser Podcast-Interview mit einem der betroffenen: Felix Hnat, Obmann der veganen Gesellschaft Österreich
- Aktuelle infos auf vegan.at
- 220 Prominente zeigen sich selbst an in einer Solidaritäts-Aktion
- Repression gegen politische Gruppen mit Vorwand des § 278a (vgt.at)
Kategorie: in den Medien, vegan.ch - Archiv





in Frankfurt am Main gibts auch eine Aktion, geplant ist so ne Art Gefangenentransport:
"Sa, 27.02.2010 13:00-15:30 Uhr – Frankfurt (Konstablerwache)
Aktion gegen Tierrechtsrepression in Österreich
Wir solidarisieren uns mit den österreichischen TierrechtlerInnen, die 2008 die Opfer einer gezielten Repressions-Attacke wurden und ab dem 2.3.2010 vor Gericht stehen werden."
http://www.tirm.de/termine.php
Naja, das Vergeben von Gütesiegeln an "Freiland"-Hühnerausbeuter ist kriminell und zwar gegen die nichtmenschlichen Tiere.
Zwei Titel von Newsmeldungen des Vgts österreich:
"Noch immer Tierquälerei in Schweinefabrik von Tierarzt Entenfellner"
Hier sieht man ja absolut offensichtlich die Aussage, dass die Tierhaltung an sich das Problem ist…
"Nach 6 ½ Stunden Besetzung von illegaler Legebatterie beendet."
Jap, Bodenhaltung und andere Ausbeutungsformen, die dank der Abschaffung der Legebatterien noch mehr Tiere auf dem Gewissen haben, sind ja so vegan und tierrechtsachtend…
Der Sinn meines Kommentars soll nicht sein, dass ich das Unterstützen der zu Unrecht beschuldigten TierSCHÜTZER nicht gutheisse.
Der Sinn dieses Posts soll sein, dass anhand des Aktivismus des Tieschutzvereins VGT Österreich der Begriff Tierrechtler schlichtweg falsch ist.
An "Biofleisch" und "Freilandeiern" gibt es schlichtweg nichts Tierrechtsachtendes zu finden.
Der Paragraph ist eines von vielen Repressionsmitteln, die angewandt werden.
International wird immer wieder versucht die Arbeit von Aktivisten zu unterbinden, wie z.B
durch erlassen von Verfügungen und noch viele andere Paragraphen, dies ist nur ein weiterer, der frü solche Zwecke missbraucht wird.
In den USA und England gibt es schon ganz viele solcher Paragraphen, die den Staat zur Repression verhelfen.
Ich bin gespannt auf den Verlauf der Verhandlung.
Übrigens tolle Arbeit die Ihr hier macht.
Gruß aus Berlin
Rayner
Natürlich ist der VGT ein TierRECHTSverein und einen der besten, den ich weltweit kenne! Ist ja auch bezeichnend, dass derzeit mit Abstand am meisten die beiden erfolgreichsten Tierrechtsszenen in Europa verfolgt werden, nämlich die Briten natürlich schon seit langem und nun seit 1,5 Jahren massiv die Österreicher.
Hier in Berlin wird morgen zum Prozessauftakt auch eine größere Demo stattfinden, ab 13 Uhr am Potsdamer Platz mit Demozug dann zur österreichischen Botschaft, die ja zynischerweise in der Stauffenbergstraße beheimatet ist.
@Heffi:
Inwiefern ist denn das tierrechtlerisch, wenn u.A. "Freilandhaltung" propagiert wird?
Was ist denn der Zusammenhang zwischen der Stauffenbergstrasse und der österreichischen Botschaft??
Um nicht nochmals hier breitzutreten was die Unterschiede zwischen Tierschutz und Tierrechten sind kann diesbezüglich das was Ugi schrieb herangezogen werden, das bringt's auf den Punkt.
Dennoch sind die illegalen Einknastungen dieser Leute sowie der jetzige Prozess als eine Kampfansage auch an Menschen mit tierrechtsrelevanten Anliegen zu werten.