Bedenkliches vom Schweizer Tierschutz

31.05.2010 | 8 Kommentare

Im Blog des Schweizer Tierschutzes (STS) ist aktuell ein äusserst bedenklich stimmender Eintrag des Geschäftsführers zu finden. Er schildert darin ein Gespräch mit einer Frau die seit 30 Jahren als einzig tierliches Produkt nur Butter konsumiert und meint:

“Eure frühere Präsidentin sagte einmal in einem Interview, dass sie Fleisch esse. Diese klare Aussage hat mich sehr beeindruckt, obwohl ich ja überzeugte Vegetarierin war und bin.“

STS-Präsident Huber kommt dann vollkommen unverständlich und unbegründet zum Schluss:

Das Fazit: Auch ein Fleischesser kann ein guter Tierschützer sein.

Da bleibt einem doch trotz Kenntniss vorgängiger “Tierschutz”-Aktionen des STS die Spucke weg!

Herr Huber – wer Tiere einsperren, kastrieren, enthornen und töten lässt für die Produkte die man selbst konsumiert ist KEIN Tierschützer. Im Gegenteil. Es ist eigentlich völlig unvorstellbar wie eine solche Schlussfolgerung eines rational denkenden Menschen zustande kommt. Es scheint ein auf Tierprodukte fixiertes, zwanghaftes und irrationales Denkmuster vorzuliegen von dem sich der Tierschutz scheinbar unmöglich befreien kann oder will.

Vielleicht kann jemand seine Schlussfolgerung nachvollziehen?

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Kategorie: in den Medien, vegan.ch - Archiv

Kommentare (8)

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  1. Marco sagt:

    "Vielleicht kann jemand seine Schlussfolgerung nachvollziehen?"

    Absolut. Tierschutz und aktive Beteiligung an der Ausbeutung sind kein Widerspruch. Im Gegenteil, es geht Hand in Hand.

  2. Mausflaus sagt:

    er hat wohl ne etwas andere Auffassung von "Tierschutz". viele, wenn nicht sogar die meisten reden ja auch von "artgerechter tierhaltung" und meinen dann dass kühe im stall 8 stunden am Tag großzügigerweise das licht angeknipst bekommen.

  3. spiegelDich sagt:

    wenn Tierschützer vegetarisch oder (noch "schlimmer") vegan leben machen sie sich überflüssig. Deshalb ist ein fleischessender Tierschützer ein besserer als ein veganer ;)

  4. Mladen sagt:

    Tierschutz ist für die Interessen der Tiere kontraproduktiv. Denn wer sich entschliesst vegan zu leben wird meist von selbst bemerken wie die sogenannten "Tierschützer" mit der Tierausbeutungsindustrie Hand in Hand arbeiten indem sie höchstens mal die Art der Haltung kritisieren aber nie die Tatsache dass Tiere überhaupt gehalten werden.

  5. Hat nicht «Tierrechtsvater» Peter Singer in «Animal Liberation» fast wörtlich das selbe gesagt?
    Kommt wohl darauf an, wie man sich selbst bezeichnet. Man könnte auf jeden Fall unterscheiden zwischen «absolutem Tierschutz» (also unbedingter moralischer Berücksichtigung) und «relativem Tierschutz», der nicht die Grundrechte aller Tiere, sondern den Status quo ihrer Ausbeutung zum alleinigen Maßstab nimmt.

  6. Vreneli sagt:

    Wieso habt ihr meinen Kommentar gelöscht ohne Bemerkung???

    Ist ganz simpel Tierschützer-Tierrechtler. Himmelsweiter Unterschied

  7. paulh1412 sagt:

    unglaublich wie Menschen gewisse Dinge inkludiern und andere ausschliessen.
    schade, aber man kann nur immer und immer wieder darauf hinweisen!

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