Bericht von einem Gnadenhof

10.06.2010 | 2 Kommentare

Es gibt Menschen die sich um einige der vielen Tiere kümmern die von den Menschen vernachlässigt, malträtiert oder aus der Tötungs-Industrie gerettet wurden. Sie schenken ihnen damit ein möglichst würdiges Leben ohne Ausbeutung. Diese Arbeit ist meist unter schwierigen finanziellen Bedingungen und nur mit viel persönlichem Einsatz zu bewältigen und verdient hohen Respekt. Gnadenhöfe sind wahrer Tierschutz.

Hier ein Bericht von einem Gnadenhof in Kroatien der von einem veganen Paar betreut wird.

Gnadenhof Ianua in Kostanj, Kroatien

2008 wurde Ianua, ein Gnadenhof in Kroatien, im kleinen Dörfchen Kostanj gegründet. Er wird geführt von Tina  und ihrem Mann Zdravko. Das Ehepaar ernährt sich vegan, ihr kleinster persönlicher Beitrag für Tiere allgemein im Vergleich dazu was sie sonst noch alles für die Bewohner von Ianua leisten.

Es ist der erste und bislang auch einzige Gnadenhof dieser Art auf der Balkanhalbinsel. In vielen Ländern gibt es schon Auffangstationen und Tierheime für Katzen und Hunde. Jedoch nur den Tieren mit welchen wir selbst auch zusammenleben mögen Schutz und Würde zu gewähren ist Speziesismus. Auf Ianua leben neben den beiden Menschen momentan noch 5 Schweine, 2 Kaninchen, 1 Bulle, 2 Kühe, 2 Hunde, 1 Huhn und 1 Hahn, 3 Gänse, 1 Eichhörnchen, 1 Pute und  5 Enten. Momentan, denn niemand weiss ob sie nicht eines der Tiere aufgrund einer Krankheit plötzlich verlässt oder bald noch mehr Tiere dort Asyl erhalten.

Der Hof ist eine Oase des Friedens. In einer Umgebung in welcher Tiere sonst ausschliesslich aus rein nutzniesserischen Zwecken gehalten werden, können hier Tiere kennengelernt werden bei denen gewiss ist,  dass sie am Ende ihres Lebens nicht auf einem Teller landen werden.

Es handelt sich um uns gleichberechtigte, empfindsame und wunderbare  Wesen deren Lebenszweck es nicht sein kann uns zu dienen. Stattdessen sollten wir lernen sie mit Respekt zu behandeln und ihnen die Würde zukommen zu lassen die jedes lebende Geschöpf beanspruchen darf.

Auf Ianua sind freiwillige Hilfskräfte jederzeit willkommen.

Eine eigene Homepage ist in Arbeit, Tina kann über die Facebook-Seite von Ianua erreicht werden bezüglich Fragen zum Gnadenhof. (Die Seite dort ist auf kroatisch, Fragen oder Kommentare können aber in englisch verfasst werden).

Die Kosten für Futter, Umzäunungen und die Arzneien für die vielen Tiere sind sehr hoch, Spenden gelangen auf folgendem Wege zu Ianua:

Ianua, Kostanj 33
HR60 2360 0001 1020 7526 6

Hier ist ein Rundgang  durch Ianua zu sehen:

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Kategorie: Ethik, vegan.ch - Archiv

Kommentare (2)

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  1. Mladen sagt:

    Leider verstarb inzwischen das Schwein welches auf dem Foto total abgemagert ist. Es hatte auf der Seite eine grosse Geschwulst und wurde sehr wahrscheinlich deswegen verstossen. Es befand sich in einem erbärmlichen Zustand als es von den Betreibern des Gnadenhofes Tina und Zdravko zusammen mit der Tierärztin Helena eingefangen und nach Ianua gebracht werden konnte.
    Zuletzt begann sie noch sehr zutraulich zu ihrer neuen Familie zu werden, ein kleines Wunder wenn sie davor Menschen nur als Bedrohung hat wahrnehmen können.

  2. @aleksz sagt:

    Ein bemerkenswertes Projekt! Hut ab vor den beiden, Tina und Zdravko! Ich hoffe, dass ihr Beispiel weitere Nachahmer finden wird!

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