Gründung Tier-Partei Schweiz

31.07.2010 | 5 Kommentare

Am 24. Juli 2010 hat sich die Tierpartei Schweiz (TPS) gegründet und soeben wurde auch der Web-Auftritt vollständig aufgeschaltet.

Mit dem Präsidenten der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus (SVV), Renato Pichler (links im Bild), ist sicherlich zumindest ein Veganer mit von der Partei. Hoffen wir also, dass auch die Förderung der veganen Lebensweise teil des ‘Partei-Programms’ wird und, dass die Partei wirklich Tieren zu helfen vermag in dem sie eine strenge Linie gegen die Nutzung von Tieren durch den Menschen einbringt, und nicht nur weitere ominöse und, wie die Tierschutz-Vergangenheit zeigt, unnütze Verbesserungen in der Ausbeutung unterstützt.

Der designierte Präsident Thomas Märki schreibt auf Facebook: ‘Die Tierpartei Schweiz ist KEINE Vegetarierpartei. Dafür gibt es den SVV.’ Mitdiskutiert werden kann hier auf Facebook.

Hier der Pressetext zur Gründung:

Die erste Schweizer Partei, bei der die Interessen der Tiere im Zentrum stehen

„Ich bin Leben, inmitten von Leben, das leben will.“
Mit diesem Zitat von Albert Schweitzer eröffnete Thomas Märki (Zwillikon / ZH) am Samstag, 24. Juli 2010 im Haus Hiltl in Zürich als designierter Präsident die Gründungsversammlung der Tierpartei Schweiz (TPS).

Die Tierpartei Schweiz (TPS) vereinigt Personen, die sich gemeinsam für die Interessen der Tiere in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einsetzen. Sie steht ein für einen verantwortungs- und würdevollen Umgang mit allem Leben (Tier, Mensch, Umwelt).

Die Tierpartei bekennt sich zu einer ethischen, auf Nachhaltigkeit und Respekt basierenden Grundhaltung

  • Schutz der Tiere und Förderung derer Interessen
  • Sensibilisierung und Förderung eines artgerechten Umgangs mit Tieren
  • Verbesserung der Beziehung zwischen Mensch und Tier
  • Ersatz von Tierversuchen durch medizinisch und ethisch vertretbare Methoden
  • Stärkung einer nachhaltigen, auf ethischen Grundsätzen basierende Schweizer Agrarwirtschaft
  • Schutz und Förderung der natürlichen Lebensräume der Tiere
  • Förderung einer innovativen, umweltverträglichen und ethisch-sozial vertretbaren Schweizer Wirtschaft
  • Unterstützung einer nachhaltigen Energiepolitik unter Einbezug von ökologischen und innovativen Ideen

Thomas Märki schreibt auf Facebook:

Wir erhalten derzeit mehr als 2 – 3 Parteianmeldungen pro Stunde. Wenn jemand der Tierpartei beitreten und die “tierischen” Interessen unterstützen möchte, einfach ein Email schreiben auf info@tierpartei.ch. Der Mitgliederbeitrag wurde auf Fr. 50.00 und für Nicht- oder Schlechtverdienende auf Fr. 30.00 festgelegt. Selbstverständlich sind wir für jeden zusätzlichen Franken oder Gönner und Sponsoren dankbar. Jetzt habt ihr die Chance, dass auch die Tiere eine Stimme erhalten. Nutzt diese Gelegenheit!

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Kategorie: in den Medien, vegan.ch - Archiv

Kommentare (5)

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  1. Mladen sagt:

    Bei dem genannten link läuft doch tatsächlich eine ernstgemeinte Diskussion über humanes Schlachten. Wie kann eine Partei die vorgibt sich für die Interessen der Tiere einzusetzen solche Dinge überhaupt zum Gespräch werden lassen?
    Die Sache der Tiere ist ohne Kompromisse zu verfolgen, ansonsten bleibt alles beim Alten wie es anderen bürgerlichen Tierschutzvereinen wie dem STS nur recht ist. Da werden üble Missstände nur noch fester zementiert statt sie ernsthaft zu bekämpfen.
    Abolitionismus und Veganismus als Grundeinstellung sind unabdingbar um sich ehrlich für Tiere einzusetzen, mit allen anderen Standpunkten würden sich die Leute nur selbst widersprechen.
    Seit jeher hat Tierschutz den Tieren überhaupt gar nichts gebracht, eine radikale Abkehr vom Irrglauben mit des Tierschutzes kann den Weg für Tierrechte ebnen, denn wenn ständig nur von Reformen die Rede ist werden Tiere weiterhin ausgebeutet und der Speziesismus nicht in Frage gestellt.

  2. Ugi sagt:

    Selbstverständlich bn ich Mladens Meinung.

    Solange man nicht anerkennt, dass empfindsame Wesen um ihrer selbst willen leben und wir deshalb kein Recht haben, sie für beliebige Zwecke, mag dies auch noch so "human" geschehen, zu benutzen, solange wird sich an der Tiersklaverei nichts verändern.

    Das Wort "artgerecht" wird heutzutage so inflationär verwendet, dass man es ruhig zu den Begriffen zählen darf, die man aufrund erdrückender, negativen Konotationen nicht mehr gebrauchen sollte. Bezüglich elementaren Grundrechten gibt es keine "artgerechten" Menschenrechte, noch "artgerechte" Hühnerrechte. Es gibt Grundrechte für alle empfindsamen Wesen, die keine Speziesgrenzen kennen.

    Es bleibt fragwürdig, wie siche eine Organisation oder Partei für die wahren Interessen der Tiere (an einem zwang-und leidfreiem Leben) einsetzen will, wenn sie Reformen der Ausbeutung und nicht das Ende der Ausbeutung fordert.

  3. Walter sagt:

    Tierpartei…kann man auf den Müll schmeissen. Eine sachliche Auseinandersetzung würde ihr schon zuviel Bedeutung zumessen. Vor allem da der Tierschutz jetzt schon zig Mal durchgekaut und wider ausgespuckt wurde.

  4. Marco sagt:

    "Hoffen wir also, dass auch die Förderung der veganen Lebensweise teil des ‘Partei-Programms’ wird"

    Ist das ironisch gemeint?

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