Hilfswerk HEKS verschenkt Tiere

07.12.2010   |  22 Kommentare   |   Kategorie: Sonstiges, vegan.ch - Archiv

Das Hilfswerk HEKS (Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz) hat zurzeit eine seltsame lebensverachtende Werbekampagne in der Tiere als Entwicklungshilfe gekauft werden können. Es kann auch ein Webstuhl, Bienenstock oder eine Friedenstaube ‘geschenkt’ werden. Wahrscheinlich ist es nur ein symbolischer Beitrag bzw. Zuordnung der Spende zur effektiven Hilfe aber gerade deswegen umso fragwürdiger.

Den einen menschlichen Tieren helfen zu wollen in dem nichtmenschliche Tiere als zu nutzende und sogar heilende Ware geopfert werden ist inhärent falsch. Schade bemüht sich HEKS nicht um eine ganzheitliche und faire Entwicklungsarbeit und setzt weiterhin auf solch unwürdige Botschaften. Auch Kampagnen wie Gib e Geiss! sollten abgestellt werden und ein Wechsel der wahrscheinlich sehr teuren Werbeagentur wäre sehr zu empfehlen.

Auf Facebook schreibt HEKS “… Und damit der Stress, noch schnell ein sinnvolles Geschenk zu finden. Wieso nicht jetzt gleich 20 Hühner oder einen Karkhnuli kaufen – und Weihnachten kann kommen!

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 2.7/5 (21 Stimmen)
Hilfswerk HEKS verschenkt Tiere, 2.7 out of 5 based on 21 ratings

Kommentare (22)

Trackback URL | RSS Feed für Kommentare

  1. Marc sagt:

    Typisch zynischer Wohlstandsmaden-Kommentar. Ich möchte Euch sehen an Stelle dieser armen Menschen für die zum Beispiel eine Geiss das Überleben der Familie sichert. Die können es sich nicht aussuchen, wie wir hier in unserer Überfluss-Gesellschaft. Schämt Euch.

  2. tobi sagt:

    Das ist ja wohl ein Witz?

    Klar ist es moraltheoretisch völlig korrekt was du hier schreibst und daran kann und will ich auch nichts kritisieren.

    Ich habe hier selten einen Beitrag gesehen, der so ignorant, elitär und fern von jeglicher Realität ist. Wie kannst du hier öffentlich Stimmung machen gegen ein Projekt, welches versucht Menschen, die am verhungern sind, eine ökonomische Perspektive zu bieten?

    Die Realität ist, dass Millionen von Menschen direkt abhängig von Tierhaltung sind. Es ist für sie überlebenswichtig und die einzige Möglichkeit ihren Lebensunterhalt zu meistern. Wenn du kritisieren willst, dann doch bitte die Institutionen und Umstände, die diese Menschen in diese Situation zwingen. Und das ist bestimmt nicht ein Hilfswerk, welches sich an die realen Umstände anpassen muss.

    Wovon sollen die Menschen dort denn leben? Unsere Aufgabe ist es nicht Nothilfe und schon gar nicht Hilfe zur Selbsthilfe zu kritisieren, sondern das System, welches es zulässt, dass Menschen verhungern, dass sie eben gerade keine Möglichkeit haben sich korrekt zu ernähren. Das System, welches es als korrekt erscheinen lässt, dass Tiere als Waren behandelt werden. Es gibt ja offensichtlich weitaus abscheulichere Vorgänge auf dieser Welt als ein Projekt, welches hungernden, perspektivlosen Menschen Hühner als Nahrungs- und Wirtschaftsgrundlage vermittelt.

    Bitte… diesen Beitrag finde ich ehrlich gesagt einfach nur völlig daneben.

    • Das System, welches es als korrekt erscheinen lässt, dass Tiere als Waren behandelt werden, zu kritisieren, und gleichzeitig eine Organisation, welche Tiere TATSÄCHLICH als Waren behandelt, NICHT zu kritisieren, wäre aber absurd. Natürlich erscheint Tierhandel den meisten Menschen korrekt, wenn ihn eine Wohlfahrtsorganisation betreibt, und damit wird das System gestärkt. Auch einen Blogbeitrag, welcher elitär und gleichzeitig moraltheoretisch völlig korrekt ist, kann es eigentlich nicht geben.

      Wir müssen eine andere Lösung finden, mit der wir auf das Hungerproblem reagieren. Das ist unser Problem, das wir nicht zu Ungunsten unschuldiger Schweine und Hühner zu lösen versuchen dürfen. Es ist ja nicht so, dass es zu wenig pflanzliche Nahrung für alle Menschen gibt. Wenn wir es nicht schaffen, die Schwierigkeiten bei Finanzierung und Verteilung derselben zu überwinden, ist das keine moralisch akzeptable Ausrede, um andere Tiere ausbeuten zu können.

      Sicher ist es in Notsituationen entschuldbar, Hühner zu töten, um selbst überleben zu können, und jeder Mensch, der sich in solch einer Situation befindet, ist einer zu viel, aber gerade wir in unserer privilegierten Position (mit Internet und so) stehen in der Verantwortung, darüber aufzuklären, dass nichtmenschliche Tiere einfach keine Handelsware sind. Wenn es entgegen aller Anstrengungen in einem einzelnen Fall nicht möglich sein sollte, ein Huhn auszubeuten, müssen wir dennoch darauf hinweisen, dass Hühner keine Handelsware sind.

      Aus antispeziesistischer Sicht macht es keinen Unterschied, ob wir Hühner oder menschliche Waisenkinder als Nahrungs- und Wirtschaftsgrundlage benutzen. Selbst wenn sich ein Hilfswerk nach Prüfung ALLER veganen Alternativen trotzdem anpassen und Tiere liefern muss, sollten wir in jedem Fall trotzdem kritisieren, dass hier Tiere als Ware behandelt werden.

      • tobi sagt:

        Es gibt einen Unterschied zwischen dem was du dir in deiner Moralwelt als richtig zusammen stellst und dem was in der Realität als richtig erscheint.

        Tiere sind in unserer Gesellschaft Waren. Da kannst du dir noch so lange einreden, dass sie es nicht sind, dich noch so rein waschen von aller Schuld, indem du vegan lebst. Du änderst damit am Warenstatus rein gar nichts.

        Für HEKS ist es, in einer Welt in der Tiere Waren sind, bestimmt nicht falsch sie auch so zu verwenden. Es ist nicht absurd HEKS dafür nicht zu kritisieren, im Gegenteil: Es ist absurd zu denken, dass der Grund für den Warenstatus von Tieren eine individuelle, moralische Fehlleitung ist.

        Es ist Kritik angebracht, ohne Zweifel, aber bestimmt nicht dort, wo Menschen versuchen anderen Menschen zu helfen. Verantwortlich dafür, dass Tiere Waren sind, ist das System, welches alles zur Ware macht. Dort muss Kritik ansetzen. Natürlich spielt dabei das Individuum eine Rolle und natürlich können Menschen kritisiert werden, wenn sie sich nicht vegan ernähren. Es sind aber viel mehr auch ökonomische und kulturelle Vorgänge, die zu Speziesismus führen und ganz bestimmt nicht ein falsches Verständnis von Moral..

        Ihr verteufelt hier Menschen, die anderen Menschen auf ehrliche Art und Weise helfen wollen. Ihr setzt diesen Vorgang gleich mit dem Abschlachten von Milliarden von Tieren zu Genusszwecken in Europa und Amerika. Ehrlich, sowas ist verdammt peinlich, geradezu verwerflich. Ihr könnt dies einzig und allein tun, weil ihr in einem privilegierten, westeuropäischen Land lebt, einem der reichsten der Welt.

        Kommt mal von eurem Elfenbeinturm runter und analysiert die Realität. Möglichkeiten dazu gäbe es genügend.

        • Marco sagt:

          "Es ist absurd zu denken, dass der Grund für den Warenstatus von Tieren eine individuelle, moralische Fehlleitung ist."

          Es ist absurd, individuelle Verbrechen damit zu rechtfertigen, dass wir halt in so einer Gesellschaft leben. Oder bist Du (als Veganer und Tierrechtler) nicht der Meinung, dass Mord ein Verbrechen ist und dass "Hilfe" ganz anders aussehen würde (mal abgesehen von der Ineffizienz)?

          "Ihr verteufelt hier Menschen, die anderen Menschen auf ehrliche Art und Weise helfen wollen."

          Naja, theistische Indoktrination ist ja nun nicht gerade eine "ehrliche Art und Weise".

  3. maro sagt:

    @ marc / tobi
    nee ihr solltet euch schämen, dass ihr die zusammenhänge von klimaproblemen, versteppung, wasserknappheit, überweidung, hunger, etc. noch nicht verstanden habt und was das auch mit nutztieren zu tun hatt.
    HEKS sollte den hungernden menschen saatgut, schaufel und werkzeug schenken, statt tiere, und zusätzlich setzlinge von frucht und nussbäumen und für wasserbohrungen und land sorgen. So können die hungerprobleme effektive gelöst werden. Als fleischfressende wohlstandsmaden könnst ihr natürlich leicht die moralische keule schwingen und empörung mimmen. Vielleicht fängt ihr aber zuerst mal bei euch an notwendige änderungen vorzunehmen ?

    • tobi sagt:

      Danke für diesen Kommentar. Als Veganer und Tierrechtler würde es mich dann doch noch interessieren was ich an diesen Zusammenhängen nicht verstanden habe. Klärst du mich auf?

  4. maro sagt:

    wieder einer, wie schon vor 5 tagen einer, der behauptet "veganer und tierrechtler" zu sein, es aber unterstützt, wenn HEKS tiere an hungernde menschen schenkt zwecks "wirtschaftlicher" perspektiven, etc.
    wie in meinem letzten beitrag erwähnt sind pflanzliche nahrungsmittel, saatgut und setzlinge, etc. die richtigen ethischen perspektiven für hilfsorganisationen
    hier noch ein link mit weiteren infos : http://www.welthungerdemo.de/inhalt/thema_hunger….

  5. maro sagt:

    @ mlademma
    nein es ist eben nicht dieser Tobi, den ich auch kenne, sondern ein anderer……lies dir mal seinen beitrag richtig durch, dann wirst du sehen, dass er nicht veganer und tierrechtler ist……..sonst würde er sich nicht gegen die tiere aussprechen

    • Himbeere sagt:

      vegan polizei -.-.//dich kann man ja nicht mehr ernst nehmen. Glaub mir, mladena kennt den richtigen Tobi. Aber ich bin sicher, dass du ihn nicht kennst, was mich weiter auch nicht verwundert so wie du drauf bist.

      Vegan.ch sollte die Kommentar-Funktion deaktivieren.

  6. vigen sagt:

    @Beeri
    dieses Beeri hat einen offensichtlichen B12 Mangel und unterstützt deshalb Tierverschenker

  7. mladena sagt:

    ich hab den tobi, den ich gemeint habe, gesehen und gefragt. und ja er ist veganer und tierrechtler ;-)

    meine fresse… als gäbe es eine vegane bibel, die dir vorschreibt welche meinung du zu welchem thema hast

  8. Anna sagt:

    Was haltet ihr denn von nichtmenschlichen Tieren die nichtmenschliche Tiere essen?

    • Diego (VGS) sagt:

      Hallo Anna
      Im Gegensatz zu uns haben die Fleischesser unter den nichtmenschlichen Tieren ja keine Wahl. Sie verfügen nicht über die Fähigkeit, die ethischen Konsequenzen ihres Handelns zu reflektieren, noch verfügen sie über eine wirkliche Wahl beim Essen.
      Gruss Diego

      • Anna sagt:

        Reduzierst du so nicht die Denkfähigkeit eines Tieres? Somit willst du also sagen, dass Tiere dumm sind?
        Ich selber esse kein Fleisch und das seit ich acht Jahre alt bin. Aber ich überlege mir, ob Fleischessen nicht dennoch zum natürlichen Kreislauf gehört. Die Welt ist nicht von Gott geschaffen worden, der gesagt hat, welche Ordnung auf der Welt herrscht. Aber trotzdem gibt es auf der Welt eine mehr oder weniger natürliche Ordnung.
        Und klar, hätte ich die finanziellen Mittel nicht, dann könnte ich es mir auch nicht leisten «luxuriös» vegetarisch leben. Und wenn es nicht natürlich wäre Fleisch zu essen, woher sollten wir denn die Nährstoffe bekommen? Wir können uns Eisen spritzen lassen oder Fleisch essen. Und das ist nur eines der Beispiele. Und wie schon gesagt, ich bin überzeugte Vegetarierin und trotzdem mache ich mir solche Gedanken, weil es «eigentlich» etwas natürliches ist. Man redet nicht umsonst von einem Lebenskreislauf der sich schliesst.

        • Diego (VGS) sagt:

          Hey Anna

          Die Intelligenz der verschiedenen Tierarten ist ja sehr unterschiedlich. Es ist aber halt nunmal so, dass nichtmenschliche Tiere weniger intelligent als erwachsene Menschen sind. Das heisst aber natürlich nicht, dass sie deswegen weniger Recht auf Schutz hätten. Ausschlaggebend ist hier ja nicht die Intelligenz sondern die Leidensfähigkeit.

          Ja, Fleisch essen ist natürlich. Das heisst, dass auch andere Tiere Fleisch essen. Nur: Ist das ein Argument? Sollten wir uns wirklich an anderen Tieren orientieren? Andere Tiere töten auch ihre Stiefkinder, ist das deswegen OK? Die Evolutionstheorie besagt ja laut Darwin das Überleben des am besten angepassten. Und wenn man sich die katastrophalen Auswirkungen der Nutztierhaltung ansieht, wird klar, dass eine Umstellung auf vegan dringend nötig ist für das Überleben der Menschheit. Die Nutztierhaltung ist schliesslich Klimakiller Nummer 1, noch vor dem gesamten weltweiten Verkehr. Auch ist Fleisch, abgepackt in Plastikverpackungen, ja kaum natürlich, oder? Genausowenig wie Computer, und die benutzen wir ja trotzdem, nicht?

          Was den Luxusaspekt betrifft: Die meisten Vegetarier gibts in Indien, also einem armen Land. Dort leben etwa 40 % der Bevölkerung vegetarisch.

          Was die Nährstoffe anbelangt: Sämtliche Nährstoffe im Fleisch bekommt man problemlos auch aus anderen Quellen. Wer kein Fleisch isst, muss sich deswegen sicher kein Eisen spritzen lassen. Selbst FleischesserInnen decken den grössten Teil ihres Eisenbedarfs über pflanzliche Quellen. Dabei ist es wichtig, auf Förderer und Hemmer der Eisenaufnahme zu achten. So hemmen beispielsweise Milchprodukte die Eisenaufnahme. Da Milchprodukte selbst auch eisenarm sind, können sie einen Eisenmangel begünstigen. Aber Fleisch benötigt man deswegen ganz sicher nicht.

          Gruss Diego

  9. Annantwort sagt:

    @Anna
    Wenn man heute als Mensch in einer Industrienation Fleisch isst, dann schliesst man keinen Kreislauf, sondern vergrössert im Gegenteil sogar die Lücken in den landwirtschaftlichen Stoffkreisläufen. Fleisch wird hier heute zu wesentlichen Teilen mit Futtersoja aus Brasilien und anderem Importfutter produziert. Man rodet tropischen Regenwald, um Soja anzubauen und führt Nährstoffe aus diesem ab, so dass letzlich kahle Wüste übrig bleibt. Hierzulande wird das Soja schliesslich via Schwein oder Kuh überwiegend zu Gülle verarbeitet, was nicht nur eine Verschwendung von Lebensmitteln darstellt, die anderswo dringend benötigt würden, sondern zuweilen auch zu einem Überangebot an Dünger in den von Schweinezucht betroffenen Gebieten führt. Besonders natürlich ist das nicht. In meinen Augen ist es natürlicher, wenn man sich als Mensch überlegt, wie man selbst geschaffene Probleme auch wieder löst.
    Es wäre aus meiner Sicht vielmehr unnatürlich, wenn man aus irgendwelchen Verklärungen von Natürlichkeit darauf verzichten würde, eine gegebenenfalls indizierte medizinische Massnahme (z.B. Eiseninfusion) in Anspruch zu nehmen. (Das Beispiel Eisen ist notabene schlecht gewählt. Eisenmangel betrifft weder Vegetarier, noch Veganer überdurchschnittlich, sondern junge Frauen.)

  10. Anna sagt:

    Liebe Leute

    Wer redet denn hier von Industriefleisch? Man kann Fleisch aus guter Haltung kaufen und bevor man versucht die Menschen zu Veganer zu reformieren, sollte man die schlimmen Verhältnisse bei Tierzuchten oder auch Legebatterien, Tiertransporte, und und und bekämpfen. Ein Mensch soll nicht ganz auf Fleisch verzichten müssen wenn er das nicht will, aber er soll bewusst Fleisch essen. Und wenn, dann soll er Fleisch von «glücklichen» Tieren essen. Von Tieren, die in einer guten Haltung gross wurden, die genug Platz hatten und mit denen nicht umgegangen wird als ob sie ein Gegenstand wären.
    Und das betrifft nicht nur die Fleischindustrie!!

    • Diego (VGS) sagt:

      Hey Anna!

      Sämtliche “Nutztiere” sind nunmal Teil der Nutztierindustrie. Und ganz egal, aus welcher Haltung die Tiere sind: Schlussendlich landen sie alle im Schlachthof, ganz egal ob für Fleisch, Milch oder Eier oder ob bio, Demeter oder Anbindehaltung.

      Auch die Problematik wie Überzüchtung und die damit verbundenen Leiden der Tiere (beispielsweise Mastitis) oder das Sexen der Küken lässt sich durch alternative Haltungsformen nicht vermeiden.

      Natürlich möchten wir niemandem vorschreiben, was er oder sie zu essen hat. Man sollte sich aber im Klaren sein, dass der Konsum von tierischen Produkten immer Tierleid und -tötung sowie in den meisten Fällen massive Umweltzerstörung zur Folge hat.

      Kein Mensch braucht Fleisch, warum also Tiere töten nur für einen kurzen Gaumenkitzel?

      Gruss Diego

  11. Annantwort sagt:

    Das mit der guten Haltung ist in vielen Fällen ein Gerücht. Bei sogenannter Freilandhaltung von Hennen ist es beispielsweise so, dass zwar Auslauf im Prinzip vorhanden sein muss. Allerdings sind bis zu 1500 Hennen pro Stallung erlaubt. Hennen leben aber natürlicherweise in Gruppen von einem (guten) Dutzend Hennen. Zu dieser Gruppe gehören sie auf Gedeih und Verderb. Es ist ein bisschen ähnlich wie bei einem kleinen Kind, das in der Grossstadt Mamis Hand nicht loslassen kann/will. Das führt dazu, dass die einzelne Henne den Auslauf nicht oder nur sehr bedingt beanspruchen kann, weil sozialer Stress es nicht erlaubt, sich von der Gruppe zu entfernen. Kommt dazu, dass Auslauf in Zeiten von Vogelgrippe teilweise ganz verboten ist. Und manchmal braucht es nicht einmal Vogelgrippe. http://www.bioaktuell.ch/de/tierhaltung/gefluegel/ungedeckter-auslauf-fuer-legehennen-die-bestimmungen.html

    Man muss heute leider sagen, dass man sich den Produzenten von Tieren aus “guter Haltung” schon sehr sehr sorgsam aussuchen muss. Wenn ein Ei weniger als 1.50 Franken Kosten soll, dann riecht das jedenfalls verdächtig nach doch nicht so guter Haltung. Bei Milch unter 3 Franken pro Liter darf man auch an der ach so tollen Haltung zweifeln.

    Einverstanden bin ich hingegen mit der Aussage, dass ein gänzlicher Verzicht auf jegliche Fleischsorten nicht zwingend nötig ist. Beispielsweise bei Legehennen werden rund 80% der Hennen nach der Tötung vernichtet, weil zwar fast jeder Ostereier essen will, aber kaum jemand Legehenne isst. Gleiches gilt bei Hühnerfüssen und einigen anderen Produkten, die hierzulande nicht mehr zu verkaufen sind. Es gibt tatsächlich Fleischprodukte, wo nicht ein Tier zusätzlich stirbt, wenn man sie isst. Die Legehennen sterben, weil Ostereier im Übermass produziert werden (so dass um Ostern mehr Hennen benötigt werden, die nach Ostern dann getötet werden), nicht weil zähes Legehennenfleisch gefragt wäre. Mit “guter Haltung” hat das freilich auch nicht viel zu tun, sondern damit, dass man die getöteten Tiere wenigstens nicht ungenutzt wegwirft. Gute Haltung ist mehrheitlich ein Gerücht.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Current ye@r *