vegan . ch Podcast Episode 53: Vegan Stammtisch
Willkommen zum Vegan-Stammtisch in Zürich! Wer bist Du? Wieso bist Du hier? Wie gefällt es Dir am Stammtisch? Interessante Antworten auf diese Fragen gibt es von den unterschiedlichen Gästen dazu – von der Vegetarierin, der Anwältin, dem Journalist, der Organisatorin, der Maturandin und der Wirtin.
vegan . ch Podcast Episode 53: Vegan Stammtisch [ 55:30 ] Jetzt abspielen | Play in Popup | Download (1881)
- Infos zu den Vegan-Stammtischen
- Tierrechtskongress in Zürich im Juli 2012
- Artikel im Züritipp (Vegetarier vs. Fleischesser)
- Artikel 20Minuten ‘Vegan Restaurant droht das aus’
EN
FR







Diese Lauren Wildbolz regt mich in jedem Interview erneut auf. Sie ist das lebende Paradebeispiel dafür, dass Veganismus eben auch nichts mit Tierrechten zu tun haben kann, dafür umso mehr mit Lifestyle, Verkaufsstrategien und einem Hauch von sphärischen Yogaklängen. Seid ihr etwa alle davon schon so verblendet, dass ihr Politik nicht mehr vom Konsum von magic vegan india food oder Tofu Burgers unterscheiden könnt? Also all denjenigen, welche ihr Geld für dieses Restaurant spenden, anstatt damit etwas zu tun, dass den Tieren hilft, … (Beleidigender Kommentarteil entfernt. Bitte mit der Kritik sachlich bleiben. Vielen Dank.)
Take it easy, Günther! Längerfristig ist es mehr als sinnvoll, eine vegane Gegenkultur zu schaffen – und wenn solche Restaurants es bequemer und “normaler” machen, sich vegan zu ernähren, hilft es den Tieren durch die Schaffung von neuen Veganern unter Umständen viel mehr als direktere Strategien. Deine Erwartung, dass jeder Veganer antikapitalistisch ist und nichts mit Yoga (rulez!) am Hut hat, finde ich idiotisch und wenn du Leute, welche sich mit ihrer Zeit und ihren Finanzen so sehr in ein veganes Projekt investieren derart unhöflich kritisierst, dann leidest du neben deinen schlechten Manieren wohl eher selbst an einer gewissen Verblendung.
Ach Dänu, lass mich doch mit diesem Quatsch in Ruhe. Wie effektiv die Strategie der Gegenkultur ist und wer diese immer wieder predigt haben wir ja bereits in den 68er gesehen. Auch damals haben Bürgikinder auf Revoluzzer gemacht und versucht die Welt mit einer vermeintlichen Gegenkultur zu verändern. Wo das geendet hat, wissen wir alle. Die Veränderung, die sie herbeigeführt haben, war, die Konservativen und Altnazis aus den Spitzenpositionen der Gesellschaft zu vertreiben, damit sie diese dann selbst einnehmen konnten. Und sobald sie dort mitmischten war’s das dann auch mit der Weltveränderung. Die 68er Revoluzzer, welche die Welt nie begriffen hatten und auch nie wirklich verändern wollten, merkten dann nämlich schnell, dass es sich bei ihren Forderungen bloss um naive Kinderträume gehandelt hat und integrierten sich in die Gesellschaft, in die sie wenigstens ein Flair neuer Kultur gebracht hatten. Also nimms du ruhig weiter so easy. Ich bin mir sicher, dass dir deine Gegenkultur dabei hilft eine Identität in der heutigen komplizierten Welt zu finden, doch den Tieren nützt sie sicherlich nichts.
@Nüsslisalat
ich werde das Gefühl nicht los, dass du dir hier selbst widersprichst:
Im ersten Post argumentierst du GEGEN pro-veganKonsum-Strategien, wie sie deiner Meinung nach ja Lauren Wildbolz verfolgt.
Im zweiten Post aber argumentierst du gegen rein ideelle Strategien, setzt sie gleich mit der 68er-Bewegung und deren “naiven Kinderträume” – übrigens ist mir rätselhaft, wie du auf das Thema kamst, da Dänu nichts dergleichen erwähnte.
Wie dem auch sei, für sehr viele Leute ist einer der grössten Hürden, auf vegan umzustellen, definitiv die geringere Auswahl an Konsumgütern und somit ist die Schaffung derselben selbstverständlich “etwas, das den Tieren hilft”. Ich behaupte sogar, es ist überhaupt das Beste, was man für den Veganismus tun kann. Bei weitem mehr als Tierbefreiungsaktionen oder was weiss ich du alles als “wirklich sinnvoll” betrachtest.
“Wie dem auch sei, für sehr viele Leute ist einer der grössten Hürden, auf vegan umzustellen, definitiv die geringere Auswahl an Konsumgütern …”
Nein, die Hürde ist der Mangel an Ethik, alles andere ist höchstens Alibi. Oder ab wievielen veganen Restaurants würden die denn selbst vegan? 5? 10? 100?
Zumal das Angebot durch die Nachfrage bestimmt wird, d.h. vegane Restaurants erst entstehen *können*, wenn es genügend Veganer gibt (vorausgesetzt, das Restaurant setzt zumindest teilweise auf Veganer als Zielgruppe).
Ja Günther, die Hippies von damals waren alles falsche Menschen, welche “die Welt nie begriffen hatten und auch nie wirklich verändern wollten”. Liest du eigentlich, was du tippst, bevor du es postest? Ich finde es eigenartig, alle Leute einer sozialen Bewegung so salopp zu verurteilen. Sogar wenn diese Kultur nichts erreicht hätte (da du allwissend bist und alle Veränderungen überblicken kannst, die daraus hervorgingen, muss das wohl so sein…), muss das doch nicht heissen, dass das Konzept Gegenkultur nichts wert ist. Die ersten Flugzeuge waren auch scheisse, aber deshalb hat man auch nicht aufgehört, neue zu bauen. Mit so einfachem denken überrascht es mich nicht, dass du die heutige Welt kompliziert findest
Ich findä d’Pionierarbet vo dä Lauren und andere wo det mitmached toll und sie bütet dademit nöd nur en Alternative, sondern macht au andere Muet, sich zum Guete z’verändere, bravo!
Hallo ihr Lieben!
Gibt es von euch auch weiterhin Podcasts? Wir harren schon so gespannt der nächsten Folge und hoffen, dass ihr auch weiterhin Podcasts geplant habt, trotz all dem Stress, den die Gründung der Veganen Gesellschaft mit sich gebracht hat!
Übrigends wirklich schön geworden, eure neue Seite!
Herzliche Grüße aus Linz!
Hallo Tina!
Ja, schon diese Tage wird es einen weiteren Podcast geben, jetzt in neuem Gewand.
Herzliche Grüsse nach Österreich!
Ich han erscht es paar abeglade und gloset aber bin au gschpannt uf die neue Folge.
Apropo, wann findet nächster Veganstammtisch statt?
Lg Jue
Hallo Juerg
Der nächste Stammtisch in Zürich ist schon in Planung. Aber auch anderorts finden einige Stammtische statt:
http://www.vegan.ch/events/
Gruss Diego