Vegan-Kurzbericht aus Berlin
Als Veganerin oder Veganer nur kurz nach Berlin zu gehen ist eigentlich problematisch. Zu gross die Auswahl an attraktiven veganen Locations. Das sonst ganz praktische Smartphone-App von Berlin-Vegan trug dazu bei, das Problem noch zu verschärfen. Denn es muss aus dem vielfältigen Angebot ausgewählt und priorisiert werden. Zuerst wird also das Neuste ausprobiert. So hiess dann ab ins Kopps, Lucky Leek, Chay Viet und endlich mal auch das Veganz besuchen. Hier der Kurzbericht inkl. einiger Bilder.
Das Kopps ist wunderbar ruhig gelegen, mit einer riesigen Anzahl Plätzen, auch für draussen. Zwar hatten wir “nur” ein Bauernfrühstück mit Rührei, Tofu-Speck und Bohnen sowie einen Fruchtsalat, aber die hohe Qualität der Küche schimmerte deutlich hervor. Im Lucky Leek fühlt man sich wirklich wie ein glücklicher Lauch angesichts der wunderbaren Präsentation und erst recht des Geschmackes der Speisen wegen. Erfreulich, dass am Rosenthaler Platz ein Ableger zu Mittag geöffnet sein wird. Das Veganz erschlägt das unvorbereitete Veganer-Herz und man möchte am liebsten mitten drin die Zelte auf- und anschliessend den Magen vollschlagen. Das Angebot ist umwerfend; vom Snack- und Getränke-Angebot, frischen Brot, Gemüse und Früchten über die Kühlregale mit Fertiggerichten bis zur Kosmetik-Abteilung und Mini-Buchhandlung mit vielen sonst in Europa nicht erhältlichen Produkten. So bleiben VeganerInnen fast an jedem Regal länger hängen. Wir gratulieren dem Veganz zum einjährigen Geburtstag und sind gespannt auf die geplanten Neu-Eröffnungen u.A. in Berlin (inkl. Rohkost-Restaurant) und Frankfurt. Die Schweiz wird dann scheinbar in einer zweiten “Welle” beglückt. Zum Abschluss war noch ein Besuch im Chay Viet angesagt. Ein unscheinbares Lokal mit traditionellen vietnamesischen Speisen mit sehr authentischen und interessanten Geschmacksnoten und Tofu in etlichen interessanten und ungewohnten Variationen.
Es lohnt sich also, auch nur für einen kurzen Abstecher nach Berlin zu gehen, um sich an dem immer grösser werdenden, veganen Angebot zu erfreuen. Bequem im Schlafwagen ab Zürich ist Berlin schon für weniger als hundert Franken pro Weg anzureisen.
Vegan-Kurzbericht aus Berlin,








Danke für den informativen Bericht mit den lockenden Aufnahmen, ich liebäugle schon länger mit einer Reise nach Berlin, vielleicht via Auto-Mitfahrzentrale. Gibts auch einen günstigen, veganen Hotel- oder sonstigen Unterkunftstip?
Hallo Carlito
Fragt sich halt immer, was man persönlich als günstig bezeichnet. Ein rein veganes Hotel/Hostel gibt es in Berlin (noch) nicht. Es gibt aber immer wieder VeganerInnen, die gerne Leute bei sich aufnehmen für ein paar Tage. Auf der Facebook-Seite “Vegan Couchsurfing” findest du vielleicht auch eine Unterkunft –> http://www.facebook.com/groups/317686238298166/
Wir selber waren schon im Hotel Circus (http://www.circus-berlin.de), welches zum Frühstück eine vegane Option anbot, welche sehr lecker und reichhaltig war. Zu einem ähnlichen Preis kann man aber auch Appartements mieten, wo man dann selber kochen kann. Wir werden dieses Jahr diese Variante ausprobieren und bei Interesse auch darüber berichten.
Danke für die hilfreichen Informationen.