Alnatura Eröffnung in Zürich
Schon lange erwartet konnte heute erstmals das Angebot des ersten Schweizer Alnatura-Shops in Augenschein genommen werden. Die VGS war bereits am ersten Tag vor Ort am Meierhofplatz in Höngg. Insbesondere um da nach dem Vegan-Angebot Ausschau zu halten.
Das Ladenlokal ist überaus grosszügig bezüglich Platz eingerichtet. Der Ausdruck “Bio-Supermarkt” wäre hier schon angesagt. Gleich beim Eingang ist frisches Gemüse, Früchte und Obst (grösstenteils aus der Region) zu finden. Gemäss eigenen Angaben werden insgesamt an die 5000 Produkte angeboten. Ein Teil davon ist den hiesigen Konsumenten schon aus der Migros bekannt, schliesslich läuft Alnatura als Pilotprojekt des Grossverteilers. Bei Erfolg sollen weitere Filialen in anderen Städten eröffnet werden.
Vieles jedoch sind eigene Erzeugnisse von Alnatura sowie weitere Marken aus der Biosparte, die es bisher nur in Deutschland zu kaufen gab. An veganen Köstlichkeiten sind sowohl Dinge aufzufinden, welche schon bekannt sein dürften aus den etablierten Reformhäusern und Bioläden, aber auch Spezialitäten, darunter z.B. neue Tofusorten oder Ingwerkuchen die uns hierzulande noch neu sind.
Auch der Kosmetikbereich bietet eine gute Auswahl an sowohl tierversuchsfreien wie auch veganen Produkten.
Von frischer Verpflegung in Form eines Sandwiches bleibt die vegane Kundschaft jedoch ausgeschlossen. Die Brötchen waren alle mit Fleisch oder Käse belegt oder enthielten Milcheiweiss. Schade, dass hierbei der vegane Teil der potentiellen Kundschaft ignoriert wird.
Gesamthaft blieb dennoch ein mehrheitlich positiver Eindruck des Alnatura Shops zurück. Insbesondere was die Preise betrifft wird hier eine ernstzunehmende Alternative im Biobereich geboten.
Was habt ihr denn schon erfreuliches Veganes im Alnatura entdeckt?
Alnatura Eröffnung in Zürich,








“Was habt ihr denn schon erfreuliches Veganes im Alnatura entdeckt?”
Bananen!
Nein im Ernst, freut mich! Ich gehe als Grenzgänger oft in Konstanz in den Alnatura. Preise und Auswahl sind super. Früchte und Gemüse sind manchmal nicht frisch genug. Hatte gestern gerade verschimmelte Himbeeren.
Vielleicht sollte ein Teil der Früchte gekühlt werden.
Ansonsten gibt es tolle Sachen. Mein Tipp: Alnatura Bratöl (hoffe das gibt’s auch in ZH). Hat man sonst in der Schweiz erst ab ca. 20 CHF der Liter gekostet, und in Deutschland umger. ~ 5 CHF.
In all diesen Läden vermisse ich ein Regal für Veganer. Man muss sich alles mühsam zusammensuchen. Ansonsten kenne ich Alnatura im grenznahen Bereich. Durchaus positiv, das Personal müsste aber besser informiert sein.
Gruss Eduard
Ein Regal für vegane Dinge reicht nicht, trotz aller Skepsis hat es soviel Veganes dass dafür mehr Platz benötigt würde. Ausserdem sind Frischprodukte meist in der Offenauslage zu finden während andere Dinge gekühlt werden müssen. Zumindest habe ich feststellen können, dass eine Trennung von veganen Produkten im Kühlregal fast konsequent vollzogen wurde, nur ein paar wenige Dinge die sich bei näherem Hinsehen als unvegan herausstellen fallen durch.
für mich ist halt die Frage, ob es Sinn macht, die Migros als Trittbrettfahrer zu unterstützen.
die Bio Pioniere wie Reformhäuser und Bioläden werden natürlich arg bedrängt damit. Meines Erachtens sind es diese, die es verdienen, unterstützt zu werden, diese haben mit vielen Entbehrungen das Angebot und das Verständnis in der Gesellschaft aufgebaut, da haben Trittbrettfahrer wie Coop und Migros höchstens noch die Aufgabe, das Bioangebot unter den Wenigverdienern zu verbreiten.
Ich finde den neuen Alnatura eine vegane Bereicherung! Vorallem die Preise sind wirklich sehr fair, im Gegensatz zu den doch sehr teuren Reformprodukten zu denen es bisher wenig Alternativen gab.
Also da wären:
Gemüse Bolognese Sauce
Gemüsetortellini
Eine grosse Auswahl an Brotaufstrichen à la Tartex (aber günstiger)
Gemüsebratlinge
Nuss Mandel Tofu
Naturkosmetiklinie “alviana”, viele mit vegan Label
u.v.m.
ich bin auch nicht vollständig dagegen, dass neue Bio-Anbieter kommen, aber es ist eben eine heikle Frage, wen unterstütze ich mit meinen Einkäufen. Die Frage, wer kann mein Bedürfnis möglichst günstig befriedigen, greift zu kurz, die öko-sozialen Zusammenhänge sind riesig.
Für wen sind die Preise fair?
von einer Bekannten, die den Inhaber von Allnatura Götz Rehn gut kennt, weiss ich, dass er seine Mitarbeiter und auch die Lieferanten nicht allzu grosszügig behandelt.
Einst war er Schokoriegel-Manager beim Food-Giganten Nestlé, heute ist Götz Rehn deutscher Bio-Marktführer. Seine Erfolgsrezepte: Großeinkauf, Warenqualität, Kundenbindung.
Sein Vermögen wurde 2009 vom Forbes Magazine auf 3,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Ist es möglich, ohne Preisdrückerei ein solches Vermögen anzuhäufen?
soll man solche Menschen und Unternehmen wie die Migros noch mehr unterstützen?
Götz Rehn hat bestimmt auch seine guten Seiten. Aber meine Philosophie ist small is beautiful. Wenn jemand genug Geld für seinen Lebensunterhalt verdient, soll er nicht ständig noch mehr wollen. Es ist ja nicht so, dass er nun lauter neue Konsumenten hat, die bisher kein Bio gekauft haben. Das geht auf Kosten anderer Bioläden, und auch auf Kosten kurzer Transportwege, denn Allnatura handelt bald Europaweit.
s. doblers Argumente sind schlüssig und gut nachvollziehbar. Ich hatte mir auch schon dieselbe Frage gestellt, denn in weniger als 200m Distanz zum neuen Alnatura befinden sich 2 weitere alteingesessene Läden (Claro, Drogerie mit Reform und Bioprodukten) welche den Neuzuzüger zweifellos zu spüren bekommen werden.
Lebensmittel in Bioqualität anzubieten ist als Trend schon erkannt worden, denn so gut wie alle Grossverteiler verfügen über ein entsprechendes Angebot.
Daher ist es jetzt auch nicht erstaunlich, dass Migros in Kooperation mit Alnatura hierzu ein Ladenkonzept in die Tat umgesetzt hat um sich so ebenfalls positionieren zu können.
Meinerseits werde ich weiterhin gerne bei den mir länger bekannten Anbietern einkaufen und Alnatura im Bedarfsfall besuchen wenn es um Dinge gehen sollte die dort nicht erhältlich sind.