Neuer Leitfaden “Vegane Kinderernährung”
“Wie ernähre ich meine Kinder am Besten?” – diese Frage stellen sich Eltern in der Regel immer wieder. Unser neuer Leitfaden für Vegane Kinderernährung gibt dazu aufschlussreich und fundiert Antwort.
Nicht wenige nehmen eine Schwangerschaft oder die Geburt ihres Kindes zum Anlass, das Thema “gesunde Ernährung” zu vertiefen. Und das ist auch gut so. Schliesslich werden Ernährungsgewohnheiten und Vorlieben nicht selten bereits im Kindesalter im Guten wie im Schlechten geprägt. Dass eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft, der Stillzeit während der Kindheit grundsätzlich unproblematisch ist und man von ihren Vorzügen gerade auch in diesen sensiblen Phasen profitieren kann, ist darum gut zu wissen. Eine optimale Umsetzung ist natürlich im Sinne der Eltern wie der Kinder. Schliesslich legt man dadurch den Grundstein für eine nachhaltig gesunde Ernährung. Welchen Punkten die Eltern besondere Beachtung schenken sollten und welche Nährstoffe unter Umständen ergänzt werden sollten, darüber informiert der Ernährungsberater und Leiter des Instituts für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE) Markus Keller.
Nebst der Bedeutung einer gesundheitsfördernden Ernährung, beschreibt Markus Keller im Leitfaden für Vegane Kinderernährung die Vorteile und Risiken veganer Kostformen und geht weiter auf die wissenschaftliche Bewertung der veganen Ernährung von Kindern ein.
In seinen Ernährungsempfehlungen für vegane Stillzeit und Kinderernährung finden sich hilfreiche Informationen zur veganen Ernährung während des Stillens, bei der Beikost, zur Ernährung im Klein- und Vorschulkinderalter (1-5 Jahre), für Schulkinder (6-12 Jahre) und für Jugendliche (13-18 Jahre).
Zur Person:
Dr. Markus Keller, Ernährungswissenschaftler, ist Autor verschiedener Fachbücher, zuletzt „Vegetarische Ernährung“ (Ulmer Verlag 2010), zusammen mit Prof. Claus Leitzmann.
Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind die Themen alternative Ernährungsformen, Vegetarismus sowie nachhaltige Ernährung.
Er ist Gründer und Leiter des Instituts für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE) und leitet seit 2011 die Abteilung Wissenschaft und Forschung beim Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung e.V. (UGB).
Kinderfotos von Markus Maurer für die VGS.
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Wie kann die VGS nur so einen unveganen Chabis veröffentlichen?
VeganerInnen haben sicherlich nicht einen Kalziummangel, weil sie keine Milch zu sich nehmen, wie der Autor behauptet. Es gibt mehr als genug wissenschaftliche Studien, die deutlich machen, dass Kuhmilch ein Kalziumräuber ist!
Auch Eisenmangel u. DHA-Probleme müssen nicht sein, wenn -bez. Eisen- vegan u. ohne Kaffee,Tee, Schoggi gelebt wird u. die Nabelschnur/Plazenta des Babys auspulsieren kann. Bez. DHA: wenn das Verhältnis zwischen gesunden u. ungesunden Fetten stimmt.(Siehe Leitzmann u. Keller(!): Vegetarische Ernährung, bez. z.B. Plazenta E.Barbero:”la cucina etica per mamma e bambino”. Ausserdem schreibt Michel Odent(Geburtsmediziner), dass es genug Studien gibt, die beweisen, dass ein tiefer Eisengehalt Ende Schwangerschaft zu einer einfacheren Geburt führt(Odent:Im Einklang mit der Natur).
Tsssssssssssssssssssss
Hallo Monika
Danke für deine Kritik. Gerne möchte ich dazu Stellung nehmen.
Der Artikel ist von einem Experten auf dem Gebiet, der selbst sehr positiv gegenüber der veganen Lebensweis eingestellt ist und auch schon pro-vegane Seminare abgehalten hat. Das ist also sicher kein “unveganer Chabis”. Wir haben aber bewusst einen unabhängigen Experten den Artikel schreiben lassen und haben ihn nicht selbst verfasst, um einen möglichst objektiven Blick auf dieses heikle Thema zu haben.
Sämtliche Aussagen beruhen auf wissenschaftlichen Untersuchungen. Wenn du Studien kennst, die etwas anderes aussagen, ist Herr Keller sicher froh, wenn du ihm diese zukommen lässt.
Es geht Herrn Keller und uns auch sicher nicht darum, eine vegane Lebensweise zu diskreditieren. Nicht zuletzt werden ja viele Vorteile einer veganen Ernährung genannt. Es geht vielmehr darum, auch die besonderen Gesichtspunkte, auf die man achten sollte, zu beleuchten. Also dass B12 beispielsweise ein sehr kritischer Faktor ist.
Uns erscheint es nicht sinnvoll, einen völlig unkritischen Artikel zu machen, in welchem behauptet wird, dass eine vegane Kinderernährung immer gesund ist, auch wenn man gar nicht auf Nährstoffe achtet. Es wäre unseres Erachtens kontraproduktiv, wenn Kinder durch solche Empfehlungen Schaden nehmen und das Ganze dann natürlich von der Presse dankbar ausgeschlachtet wird. Ich möchte dir keinesfalls unterstellen, dass du einen völlig unkritischen Artikel bevorzugen würdest. Wir haben jedoch auch schon solche Rückmeldungen erhalten. Also dass eine vegane Kinderernährung völlig unproblematisch sei, ohne auf irgendwelche Nährstoffe achten zu müssen. Dass auf B12 beispielsweise überhaupt nicht geachtet werden müsse, weder als Supplement noch im Bluttest. Solchen Aussagen möchten wir vorbeugen.
Bezüglich der Omega-Fettsäuren hast du natürlich Recht, da ist ein augewogenes Verhältnis zwischen Omega 3- und 6-Fettsäuren wichtig. Leider kennen sich nicht alle damit so gut aus wie du, weshalb es meines Erachtens wichtig ist, diese Thematik anzuschneiden.
Herr Keller sagt in dem Artikel, dass eine vegane Ernährung für Kinder viele Vorteile hat. Er nennt aber auch kritische Punkte, auf die man achten sollte. Du, liebe Monika, tust dies ja ganz augenscheinlich. Das ist toll. Damit auch andere werdende Mütter so gut auf diese Punkte achten, damit kann dieser Artikel hoffentlich beitragen.
Gruss
Diego
Die Artikel von Herrn Keller werden auf jeden Fall jeden halbwegs vernünftigen Ernährungslaien davon abhalten, sein Kind vegan zu ernähren. Das mag zwar für die VGS vorteilhaft sein, weil sie sich als politisch korrekt und im Einklang mit dem Mainstream zeigt, für die betroffenen Kinder aber ist es gesundheitlich verheerend. Denn die gesundheitlichen Schäden durch Fleisch und Milch sind immens. Warum geht Herr Keller nicht schwerpunktmässig auf die erheblichen gesundheitlichen Schäden durch Tierprodukte ein, so dass die Menschen zur veganen Kinderernährung motiviert werden? Warum wird nicht aufgezeigt, wie eine gesunde vegane Ernährung für Kinder in der Praxis funktioniert? Auf Nährstoffe hinzuweisen (ausser beim Vitamin B12!) ist für die Praxis völlig unsinnig, weil für den Laien nicht nachvollziehbar und umsetzbar. Wichtig ist eine praktikable Anleitung, wie eine gesunde vegane Kinderernährung mit allen erforderlichen Nährstoffen in der Praxis aussieht. Noch eines: Die Empfehlung, dass 4 Monate Stillen schon ok sei, weicht von allen einschlägigen Empfehlungen ab.
Von einer veganen Gesellschaft erwartet man eigentlich, dass sie sich für den Veganismus einsetzt und nicht auf Kosten des Veganismus politisch korrekt sein will, um bei der Politik und den Medien gut anzukommen.
Hallo Veggie
Weder Herr Keller noch die VGS wollen um jeden Preis politisch korrekt sein, und noch viel weniger geht es darum, den Veganismus in einem schlechten Lich dastehen zu lassen. Herr Keller ist selber Vegetarier und dem Veganismus gegenüber positiv eingestellt. Als Ökotrophologe ist es aber nicht seine Aufgabe, Werbung zu machen, sondern sachlich aufzuklären. Wir sind der Meinung, dass gut aufgeklärte vegan lebende Personen sehr wichtig sind, um glaubwürdig über das Thema diskutieren und aufklären zu können.
Es stimmt aber sicher, dass viele Menschen mit den Nährstoffempfehlungen nur wenig anfangen können, und dass praktische Empfehlungsn diesbezüglich noch Mangelware sind. Aus diesem Grund ist eine praktische Anleitung geplant. Wir haben gemerkt, dass dies ein Bedürfnis ist.
Gruss
Diego
Ich finde den Artikel (nach meinem laienhaften Wissensstand) als ausgewogen und informativ und auf hohem Niveau wie die Webseite generell und möchte mich dafür bedanken.
Also ich muss hier Diego zustimmen und finde den Artikel insgesamt gelungen – einzig was die Eisenversorgung angeht bin ich etwas überrascht, auch weil der Satz “[...]Insbesondere VeganerInnen sollten deshalb ausreichend eisenreiche Lebensmittel, kombiniert mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln verzehren” logisch nicht korrekt ist, weil er nicht aus den vorherigen Sätzen abgeleitet werden kann (v.a. das “Insbesondere”) und so aus der Luft gegriffen scheint. So weit ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe scheint Eisenmangel bei VegetarierInnen und VeganerInnen entgegen Volksglauben nicht häufiger aufzutreten (siehe z.B. auch Wikipedia).