Posts in der Kategorie ‘Umwelt’

Der ehemalige US-Vizepräsident und Friedensnobelpreisträger Al Gore ist vor allem als Klima-Aktivist bekannt. In 2006 hat er mit seinem preisgekrönten Dokumentarfilm “An Inconvenient Truth” einiges bewirkt, und seither ist Herr Gore unermüdlich dabei über den Klimawandel aufzuklären. Worüber er sich bisher aber kaum geäussert hat, ist das zentrale Thema der Tierindustrie (die ja als Hauptursache der produzierten Grünhausgase gilt). Umso überraschender war es, als Al Gore vor kurzem in der US-Sendung Saturday Night Live endlich mal das Thema erwähnte. Es war zwar nur ein einziger Satz in dem er sagte, dass wir aufhören müssten mit der Massentierhaltung (“We need to stop factory farming and start using sustainable agriculture.”), aber immerhin scheint er das Thema nicht mehr kategorisch zu ignorieren. Ein kleines Zeichen für ein wachsendes Bewusstsein?

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nicholas_stern_beijingAb und An gibt es Politiker und Wissenschaftler die ein Einsehen haben und bereit sind die Wahrheit beim Namen zu nennen. Wie in diesem Fall der ehemalige Weltbank-Chefökonom und heutige wissenschaftlicher Berater der Englischen Regierung Nicholas Stern es getan hat. Auch in der Schweiz werden die Aussagen heftig Kommentiert wie hier im Artikel des Tages-Anzeigers vom 27.10.2009.

Zwar ist Herr Stern selbst nicht einmal Vegetarier und die Botschaft sollte selbstverständlich sein gar keine tierischen Produkte zu konsumieren, vielleicht hat sein Appell ja an der Klima-Konferenz in Kopenhagen (7-18 Dezember 2009) aber doch einen Einfluss in dieser Hinsicht (siehe dazu auch nachfolgenden Post).

Das Resultat einer Abstimmung 'Ob Du Vegetarier werden willst um die Welt zu retten?" nach der Veröffentlichung des Interviews in der Times-Online.

Nebenan das Resultat der Abstimmung ‘Ob Du Vegetarier werden willst um die Welt zu retten?” nach der Veröffentlichung des Interviews mit Stern in der Times-Online.

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Petition an die COP15 Klimakonferenz 2009Im Dezember 2009 findet in Kopenhagen die 15. UN Climate Change Conference statt. Bei dieser Konferenz geht es darum, ein globales Abkommen aller Länder bezüglich Klimawandel zu erzielen. Was für dieses Abkommen unbedingt in Betracht gezogen werden sollte, ist die globale Tierausbeutungsindustrie. Diese verursacht laut des WorldWatch Institutes mindestens 51% der weltweit produzierten Treibhausgase. (Diese Statistik ist eine Revision der in 2006 veröffentlichten 18% der Welternährungsorganisation FAO. Siehe dazu auch frühere Beiträge).

Damit dieses Thema an der Konferenz in Dänemark nicht ignoriert wird, gibt es Petitionen wie “Stop eating Meat – and heal our Planet!” die von jeder Person elektronisch unterschrieben werden kann. Weitere Informationen zur Petition sind auch unter fleischverbot.info zu finden.

Also Petition lesen, unterschreiben und weitersagen um ein Zeichen an die kommende COP15 Konferenz in Kopenhagen zu senden.

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worldwatchDen meisten Menschen ist der Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimawandel nicht bewusst. Zwar ist in den letzten Jahren das Bewusstsein über die Vorteile von lokal produzierten Lebensmitteln gestiegen, aber über das bedeutendere Problem des globalen Fleischkonsums sind die wenigsten genügend informiert.

Schon seit einigen Jahren weisen Dokumentationen wie Devour the Earth – Die Ausbeutung der Erde auf die verherenden Auswirkungen der Tierindustrie auf unsere Umwelt hin. Seit 2006 bestätigen Untersuchungen der Welternährungsorganisation FAO, dass die Fleischindustrie rund ein Fünftel aller Treibhausgase verursacht. Somit trägt die Fleischproduktion mehr zum Klimawandel bei als der gesamte globale Transport – also mehr als alle Abgase von Autos, Lastwagen, Flugzeugen, etc. zusammengerechnet (Quelle). Mittlerweilen weisen neuste Analysen des WorldWatch Instituts darauf hin, dass diese Statistik eine beträchtliche Unterschätzung war. Laut diesen Untersuchungen ist die weltweite

Tierindustrie für mindestens 51% (!) der produzierten Treibhausgase verantwortlich. (Quelle)

Zur Veranschaulichung wäre der Effekt aufs Klima also kleiner, wenn man beispielsweise weltweit alle Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen und alle Autos, Lastwagen und Flugzeuge verbieten würde, als wenn man die Ernährung von tierischen auf pflanzliche Produkte umstellen würde.

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An verschiedenen Orten der Schweiz versuchen Wölfe wieder heimisch zu werden und sogar Familien-Verbände zu gründen. Fallen diese Tiere über ihnen regelrecht ausgelieferte Schafherden her, wird per Gerichtsentscheid entschlossen, dass diese Tiere abgeschossen werden sollen. Im August 2009 sind dies derzeit drei Wölfe in der Schweiz die zum Abschuss freigegeben sind: zwei im Wallis und einer im Kanton Luzern. Ein wahrhaftig trauriges Schauspiel.

Es ist unsinnig darüber zu diskutieren welche Tiere welche anderen fressen dürfen, nur weil wir Menschen davon gewisse selbst essen oder nutzen wollen. Die Notwendigkeit unsere Alpen vor der Verbuschung zu bewahren und deshalb die Schafe als Naturschutz-Mittel einzusetzen ist auch nur eine alte Ausrede um diese, zurecht aussterbende, Form der pseudoromantischen Tierausbeutung zu rechtfertigen. Auch die Natur würde von dem Eingriff durch die Herden profitieren.

Dabei werden Schicksale wie diese ohne Weiteres in Kauf genommen. Echter ‘Herdenschutz’ hat nichts mit Hunden und Eseln zu tun die die unbeholfenen Schafe schützen, sondern, dass Schafe gar nicht erst vom Menschen gehalten werden. Damit könnten auch die 36 Millionen Subventionen eingespart werden, welche Schafhalter erhalten. Sowie die ‘Entschädigung’ für die vom Wolf getöteten Tiere und die 600′000 Franken die für die Vernichtung und Verwertung der ungewünschten Wolle verwendet werden.

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NikeBloodIm Kassensturz Beitrag vom 23. Juni 2009 wird gezeigt, wozu das Leder von Tieren die auf Landflächen von abgeholtzem Regenwald weiden verwendet wird. Auch das Ausmass dieser ungeheuren und widerlichen Tierhaut-Industrie wird interessant erläutert. Adidas, Nike, Toyota, Ikea und Timberland werden als Grosskonzerne angefragt weshalb sie Produkte aus dieser Region einsetzen. Die Ursache des Problems, nämlich die Verschwendung und Vernichtung von Land und Lebewesen zur Herstellung dieser Produkte, wird nicht behandelt.

Die Empfehlung Fleisch und Leder von ‘Schweizer’ Tieren zu konsumieren ist selbstverständlich unsinnig. Ein Grossteil des Futters für die Tiere hierzulande wird auch aus dieser Region importiert und leistet somit einen Beitrag zur Zerstörung von Leben und Lebensraum.

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Heute melden wir uns aus Balkonien an der frischen Luft – inklusive Vogelgezwitscher. Wir lesen zusammen die Tageszeitung und betrachten einige der Artikel aus der veganen Perspektive.

 
 vegan . ch Podcast Episode 27: Heute gelesen [44:00m]: Play Now | Play in Popup | Download (493)

Beiträge zur erwähnten Werbung:

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Beiträge zur erwähnten Werbung:

Butter Werbung
Fleisch Werbung
Caritas Werbung

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Donderdag Veggiedag
Eines der Poster für den “Veggiedag” zeigt
Matrosen der eine Aubergine steuert.

In der belgischen Stadt Gent heisst es jetzt offiziell “Donderdag Veggiedag”. Seit Mitte Mai is(s)t die Stadt jeden Donnerstag vegetarisch. Das heisst, für Beamte und Regierungsmitglieder gibt es ein fleischloses Menü und ab September soll auch in den öffentlichen Schulen das Tagesmenü vegetarisch sein. Gent will damit die Umweltbelastung der Tierindustrie anerkennen und als offizielle “Klimastadt” ihren Beitrag leisten um Treibhausgasemissionen (laut den Vereinten Nationen ist die Tierindustrie verantwortlich für rund 1/5 davon), Verschwendung von Land und Wasser sowie Versteppung und Waldabholzung zu reduzieren. Zudem anerkennt Gent die gesundheitlichen Vorteile einer fleischlosen Ernährung und hofft auch die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung wird davon profitieren.

Treibhauseffektvergleich Fleisch-Vegi-VeganGent ist momentan die einzige Stadt weltweit die einen fleischlosen Wochentag propagiert aber andere Städte haben bereits Interesse gezeigt dem Beispiel zu folgen. Aus ökologischer Sicht ist es höchste Zeit solche Aktionen zu fördern, denn die Reduzierung des Fleischkonsums ist eine realistische und effektive Methode dem Klimawandel entgegenzuwirken. Durch eine vegetarische Ernährung kann eine Person ihre Treibhausgaseffekte um die Hälfte reduzieren und durch eine vegane Ernährung sogar um mehr als das siebenfache (siehe Grafik der Schweizer Vereinigung für Vegetarismus). Hoffentlich ist die Stadt Gent sich dessen bewusst und meint mit “vegetarisch” in Wirklichkeit vegan. Erfreulicherweise scheinen zumindest auf der offiziellen Website des Projekts “Donderdag Veggiedag” die zahlreichen Rezept-Empfehlungen tatsächlich rein pflanzlich zu sein. Bleibt zu hoffen, dass auch die offiziellen Menüs in den Ämtern und Schulen jeden Donnerstag vegan zubereitet werden.

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Heute entdeckt am Bahnhof Luzern. Die Plakatüberschrift lautet:
Fleischessen schädigt das Klima! Deshalb: Menschen, esst kein Fleisch!

Tatsächlich bestätigt die Welternährungsorganisation (FAO), der UNO-Weltklimarat (IPCC) sowie weitere Fachgremien, dass die Fleischindustrie mehr zum Klimawandel beiträgt als der gesamte globale Transport inklusiv Autoverkehr, Flugzeuge, etc (siehe auch vorherige Beiträge hier und hier). Den eigenen Fleischkonsum zu reduzieren oder am besten ganz auf tierische Produkte zu verzichten trägt also mehr zum Klimaschutz bei als z.B. weniger Autofahren.

Ausserdem ist laut diesem aktuellen Fernsehbeitrag eine pflanzliche Ernährung nicht nur klimafreundlicher sondern auch gesünder. Für köstliche und klimafreundliche Rezepte siehe unsere Linkliste.

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Alles bio oder was? Wir fragen uns was bio ist und was es mit tierischen Produkten zu tun hat. Bio heisst doch ‘Leben’ und Fleisch ist bekanntlich von toten Tieren – wir finden dies einen krassen Widerspruch und raten wieder einmal dringlichst davon ab tierische Produkte generell zu konsumieren ob nun ‘Bio’ oder nicht.

 
 Podcast Episode 11: Bio logisch? [52:14m]: Play Now | Play in Popup | Download (739)

Erwähnte Links im Podcast:

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In der vierten Episode geht es uns um das Thema Fleisch und wir besprechen die Gruende, weshalb auch Vegetarier und Vegetarierinnen nicht gefeit sind vor dem Einverleiben von totem Tier. In diesem Zusammenhang stellen wir auch die ungeheuerliche Verschwendung von Ressourcen bei der Produktion von tierischen Produkten dar und zeigen, dass es 10 oder sogar 100 mal weniger Ressourcen für die vegane Lebensweise benötigt.

 
 vegan.ch Podcast Episode 4: Fleisch ist falsch [52:22m]: Play Now | Play in Popup | Download (808)

Erwähnte Links in diesem Podcast:

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